Warmwasserbereitung: Systeme und Einsatzbereiche
Wärmepumpe, Warmwasserspeicher oder Durchlauferhitzer: So unterscheiden sich Aufbau, Einsatz und Hygiene.

Kurz erklärt: Warmwasser können Sie zentral über eine Wärmepumpe mit Speicher oder dezentral mit einem Durchlauferhitzer erzeugen. Ein Kombispeicher verbindet Heizungs- und Trinkwarmwasser in einem Gerät, hält beide Wasserkreisläufe aber getrennt. Eine Brauchwasser-Wärmepumpe bereitet nur Trinkwarmwasser. Entscheidend sind Zapfstellen, Leitungswege, Speichergröße und Hygiene.
Warmwasser verursacht laut Verbraucherzentrale etwa 10 bis 30 Prozent des gesamten Heizenergiebedarfs. Welche Warmwasserbereitung passt, hängt unter anderem davon ab, ob ein Speicher mehrere Zapfstellen versorgt oder ein Gerät das Wasser dezentral erwärmt.
Sicherheit geht vor
Zu niedrige Warmwassertemperaturen können Legionellenwachstum begünstigen und das Risiko einer Infektion über warmes Leitungswasser erhöhen. Planung, Anschluss und Änderungen an Heizung, Trinkwasserinstallation oder elektrischer Versorgung sowie Arbeiten am geöffneten Gerät übernimmt der Fachbetrieb.
Welche Systeme gibt es für die Warmwasserbereitung?
Bei einer zentralen Warmwasserbereitung erwärmt die Heizungsanlage das Trinkwarmwasser und hält es in einem Speicher bereit. Wärmepumpen können üblicherweise sowohl Raumwärme als auch Trinkwarmwasser bereitstellen. In häufigen Kombisystemen liegen Heizungswasser und Trinkwasser in einem gemeinsamen Speicher, bleiben aber getrennt: Ein Wärmetauscher überträgt die Wärme auf das Trinkwasser, wie die Verbraucherzentrale beschreibt.
Eine Brauchwasser-Wärmepumpe erzeugt ausschließlich Warmwasser. Sie nutzt typischerweise Raumluft als Wärmequelle und erwärmt das Wasser in einem integrierten Speicher. Die abgekühlte Luft kann in den Raum zurückgeleitet oder nach außen geführt werden. Laut Verbraucherzentrale steht dieses Gerät meist im Keller und kann eine bestehende Heizung ergänzen.
Ein elektrischer Durchlauferhitzer erwärmt Wasser ohne Warmwasservorrat im Speicher. Die UBA-Stellungnahme nennt kurze Wasserleitungen und fehlende Speicherverluste als Gründe für den Ruf dieser Geräte als sparsame Lösung. Für den Energievergleich zählt laut UBA jedoch die gesamte Energiewandlungskette bis zum Wasserhahn.
Als Speicherbeispiel ist ein Elektro-Warmwasserspeicher ausgewiesen:
Der Vaillant elpSTOR gehört zur Produktgruppe der elektrischen Warmwasserspeicher. Durchlauferhitzer stellen demgegenüber keinen Warmwasservorrat in einem Speicher bereit.
Wann passt ein Warmwasserspeicher zur Wärmepumpe?
Ein Wärmepumpen-Kombisystem kommt infrage, wenn eine Anlage sowohl die Raumheizung als auch die Warmwasserbereitung übernehmen soll. Laut Verbraucherzentrale spart die gemeinsame Lösung Platz, und die Steuerung regelt beide Aufgaben. Heizungswasser und Trinkwasser bleiben dabei über den Wärmetauscher voneinander getrennt.
Weitere Informationen zu Größe, Funktion und Anschluss bietet der Ratgeber zum Warmwasserspeicher.
Welche Voraussetzungen für eine Warmwasser-Wärmepumpe gelten, erfahren Sie im Ratgeber Warmwasser-Wärmepumpe: Einsatz und Voraussetzungen.
Wie sich PV und Warmwasser in die Planung einbeziehen lassen, erfahren Sie im Ratgeber zur Wärmepumpe.
Bei der Planung eines Heizsystems mit Wärmepumpe hilft der Beitrag zum Aufbau und Anschluss einer Fußbodenheizung.
Die passende Speichergröße ist laut Verbraucherzentrale entscheidend für Komfort und Effizienz. Ein Speicher bringt allerdings Wärmeverluste mit sich, auch wenn moderne Geräte gut gedämmt sind. Fällt die Wärmepumpenanlage aus, steht bei dieser kombinierten Lösung auch kein Warmwasser aus der Anlage bereit.
Eine separate Brauchwasser-Wärmepumpe kann eine vorhandene Heizung ergänzen, wenn diese nicht vollständig ersetzt werden soll. Sie übernimmt dann nur die Warmwasserbereitung und nutzt die Raumluft als Wärmequelle. Bei der Planung sind auch die Speichergröße und die Führung der abgekühlten Luft zu berücksichtigen.
Für eine Luftwärmepumpe mit externem Warmwasserspeicher ist ein BOSCH Anschlussset als Zubehör gelistet:
Das Anschlussset ist für die Verbindung mit einem externen Warmwasserspeicher vorgesehen. Die Auswahl und der Einbau müssen zur konkreten Wärmepumpenanlage passen und gehören in die Hände eines Fachbetriebs.
Wann kommt ein Durchlauferhitzer infrage?
Ein Durchlauferhitzer kann eine dezentrale Warmwasserbereitung ermöglichen. Laut UBA haben elektrische Durchlauferhitzer kurze Leitungswege und vermeiden Speicherverluste. Ob das energetisch vorteilhaft ist, hängt aber nicht allein vom Gerät ab: Das UBA empfiehlt, Warmwasserverbrauch und Energieeinsatz über die gesamte Energiewandlungskette zu bilanzieren.
Für eine kompakte elektrische Ausführung ist ein Clage Klein-Durchlauferhitzer mit 3,5 kW bei 230 V gelistet:
Als weitere Geräteklasse ist ein elektronisch geregelter BOSCH Durchlauferhitzer mit 21 kW aufgeführt:
Die genannten Anschlusswerte unterscheiden sich deutlich. Sie ersetzen keine Prüfung, welche Geräteleistung zur geplanten Zapfstelle und elektrischen Installation passt. Auswahl und elektrischer Anschluss übernimmt der Fachbetrieb.
Wie unterscheiden sich Speicher und Durchlauferhitzer?
Die Systeme unterscheiden sich vor allem darin, ob Warmwasser gespeichert oder erst bei Bedarf erwärmt wird. Die folgende Übersicht fasst die in den offiziellen Informationen beschriebenen Eigenschaften zusammen.
| System | Funktionsweise | Worauf es ankommt |
|---|---|---|
| Wärmepumpe mit Kombispeicher | Eine Wärmepumpe stellt Raumwärme und Warmwasser bereit; ein Wärmetauscher überträgt Wärme auf das getrennt gespeicherte Trinkwasser. | Speichergröße, Wärmeverluste und die Effizienz bei den für die Hygiene nötigen Temperaturen. |
| Brauchwasser-Wärmepumpe | Erzeugt nur Warmwasser, nutzt meist Raumluft und speichert das Wasser im integrierten Speicher. | Sie kann eine vorhandene Heizung ergänzen; die abgekühlte Luft wird zurück in den Raum oder nach außen geleitet. |
| Elektrischer Durchlauferhitzer | Erwärmt Wasser dezentral und benötigt keinen Warmwasservorrat im Speicher. | Kurze Leitungswege und keine Speicherverluste stehen einem möglichen höheren Primärenergiebedarf gegenüber. |

Die UBA-Stellungnahme von 2011 nennt für ein bestimmtes Rechenbeispiel einen um 10 bis 12 Prozent höheren Primärenergieverbrauch elektrischer Durchlauferhitzer gegenüber einem Heizkessel mit Speicher und Zirkulationsleitung. Als Grund führt das UBA die energieintensive Stromerzeugung an. Dieser Wert bezieht sich auf das beschriebene Beispiel und ist kein pauschaler Vergleichswert für jedes Gebäude.
„Speicherbedarf und tatsächlicher Warmwasserverbrauch gehören gemeinsam betrachtet.“
Wie sparen Sie Energie, ohne die Trinkwasserhygiene zu gefährden?
Die UBA-Stellungnahme empfiehlt Maßnahmen, die Energie sparen sollen, ohne das Risiko durch abgesenkte Warmwassertemperaturen zu erhöhen. Dazu zählen eine bessere Isolierung von Verteilleitungen und Wärmespeichern, der hydraulische Abgleich von Zirkulationsleitungen und sparsame Zirkulationspumpen.
Profi-Tipp
Beziehen Sie bei der Effizienzbewertung zuerst die Dämmung der Warmwasserleitungen und des Speichers ein. Das UBA nennt außerdem sparsame Wärmeerzeuger und gegebenenfalls Wasserspararmaturen als sinnvolle Ansatzpunkte.
Auch der tatsächliche Bedarf zählt. Das UBA empfiehlt, bei der Planung die Zahl der mit Warmwasser versorgten Zapfstellen und den Verbrauch zu berücksichtigen. Zirkulationsleitungen werden laut Stellungnahme in Einfamilienhäusern mitunter aus Komfortgründen eingebaut, obwohl sie dort nicht immer technisch oder hygienisch erforderlich sind.
Wichtiger Hinweis
Eine zeitweise Aufheizung auf 60 °C ist laut UBA nicht gleichbedeutend mit dem Abtöten vorhandener Legionellenbesiedlungen. Die Stellungnahme unterscheidet zwischen der Hemmung des Wachstums ab etwa 55 bis 60 °C und dem Abtöten vorhandener Legionellen, wofür mindestens 70 °C erforderlich seien. Die Verbraucherzentrale nennt mindestens 60 °C als wichtig für den Legionellenschutz. Lassen Sie das Temperaturkonzept für Ihre Anlage fachlich beurteilen.
Für eine sichere und sparsame Warmwasserbereitung müssen Speicher, Wärmeerzeuger, Leitungswege und Verbrauch zusammenpassen. Änderungen an Temperaturen oder am Betrieb sollten deshalb Teil eines abgestimmten Anlagenkonzepts sein.
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Welche Warmwasserbereitung ist für mein Haus sinnvoll?
Eine Wärmepumpenheizung mit Kombispeicher passt, wenn eine Anlage Raumwärme und Trinkwarmwasser bereitstellen soll. Eine Brauchwasser-Wärmepumpe ergänzt eine bestehende Heizung und erzeugt nur Warmwasser. Ein Durchlauferhitzer vermeidet Speicherverluste und kann bei kurzen Leitungswegen Vorteile haben. Welche Lösung passt, hängt von Speicherbedarf, Zapfstellen und Gesamtsystem ab.
Was ist ein Kombispeicher für Warmwasser?
Ein Kombispeicher wird häufig mit einer Wärmepumpe für Heizung und Warmwasser eingesetzt. Heizungswasser und Trinkwasser befinden sich im gemeinsamen Speicher, bleiben aber getrennt. Ein Wärmetauscher überträgt die Wärme auf das Trinkwasser. Die Verbraucherzentrale nennt den geringen Platzbedarf und eine gemeinsame Steuerung als Merkmale dieser Lösung.
Wie funktioniert eine Brauchwasser-Wärmepumpe?
Eine Brauchwasser-Wärmepumpe erzeugt ausschließlich Warmwasser und nutzt meist Raumluft als Wärmequelle. Sie erwärmt das Trinkwasser in einem integrierten Speicher. Die abgekühlte Luft kann in den Raum zurückgeleitet oder nach draußen geführt werden. Laut Verbraucherzentrale wird sie häufig im Keller aufgestellt und kann eine bestehende Heizung ergänzen.
Ist ein Durchlauferhitzer sparsamer als ein Warmwasserspeicher?
Ein Durchlauferhitzer vermeidet Speicherverluste und kann kurze Leitungswege ermöglichen. Das allein macht ihn nicht in jedem Gesamtsystem sparsamer. Das UBA nennt für ein bestimmtes Rechenbeispiel einen höheren Primärenergieverbrauch als bei einem Heizkessel mit Speicher und Zirkulationsleitung. Der Vergleich hängt daher von der gesamten Energiebereitstellung ab.
Auf welche Temperatur sollte ein Warmwasserspeicher eingestellt sein?
Die Verbraucherzentrale nennt mindestens 60 °C als wichtig für den Legionellenschutz. Die UBA-Stellungnahme erklärt, dass 60 °C eine vorhandene Legionellenbesiedlung nicht zuverlässig beseitigt und dafür mindestens 70 °C erforderlich seien. Diese Werte beschreiben unterschiedliche hygienische Wirkungen. Lassen Sie die Einstellung passend zum Anlagenkonzept fachlich beurteilen.
Quellen
Wichtiger Hinweis zu Haftung und Sicherheit
- Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information. Er ist keine Reparatur- oder Montageanleitung und ersetzt weder die Anleitung des Herstellers noch die Prüfung durch einen Fachbetrieb. Herstellerangaben haben immer Vorrang.
- Arbeiten an Gasanlagen dürfen nur der Netzbetreiber oder ein in ein Installateurverzeichnis eingetragenes Installationsunternehmen ausführen (§ 13 NDAV). Dasselbe gilt für elektrische Anlagen (§ 13 NAV). Errichtung und wesentliche Veränderungen der Trinkwasseranlage sind dem Wasserversorger oder einem eingetragenen Installationsunternehmen vorbehalten (§ 12 AVBWasserV).
- Wer Arbeiten selbst ausführt, handelt auf eigene Verantwortung. Für Schäden, die durch eigene Reparatur-, Wartungs- oder Einbauarbeiten entstehen, übernimmt die HAJUS AG keine Haftung. Dies gilt nicht bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit sowie bei Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit; insoweit haften wir nach den gesetzlichen Vorschriften.
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- Der Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und automatisch geprüft; die redaktionelle Verantwortung trägt die HAJUS AG (So entstehen unsere Ratgeber). Bilder sind KI-generierte Symbolbilder.
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