Energetisch sanieren: Heizung und Warmwasser planen
So vergleichen Sie Heizungs- und Warmwasserlösungen und erkennen, wo Speicher, Leitungswege und Nutzung Wärmeverluste verursachen.

Kurz erklärt: Bei der energetischen Sanierung sollten Sie Heizung und Warmwasser gemeinsam betrachten: Warmwasser verursacht etwa 10 bis 30 Prozent des gesamten Heizenergiebedarfs. Eine Wärmepumpe kann beide Aufgaben über einen Kombispeicher übernehmen; alternativ bereitet eine separate Brauchwasser-Wärmepumpe nur Trinkwarmwasser. Speichergröße, Dämmung, Leitungswege und Verbrauch gehören in die Planung.
Wer die Heizung erneuert, sollte auch die Warmwasserbereitung betrachten. Laut Verbraucherzentrale verursacht Warmwasser etwa 10 bis 30 Prozent des gesamten Heizenergiebedarfs und beeinflusst damit die Planung der Anlage.
Welche Lösung passt, hängt unter anderem davon ab, ob Heizung und Warmwasser gemeinsam oder getrennt erzeugt werden sollen.
Sicherheit geht vor
Heizungs- und Trinkwarmwasseranlagen können heißes Wasser und unter Druck stehendes Wasser führen. Beim Öffnen besteht Verbrühungs- und Verletzungsgefahr. Arbeiten an Gas, Abgas, Elektrik, Trinkwasser-Installationen und geöffneten Geräten übernimmt immer ein Fachbetrieb.
Bei Gasgeruch betätigen Sie keine Schalter, öffnen Sie die Fenster, verlassen Sie das Haus und rufen Sie von draußen den Notdienst Ihres Gasversorgers an.
Wo setzen Sie bei einer Sanierung von Heizung und Warmwasser an?
Betrachten Sie zuerst beide Aufgaben: Raumwärme und Trinkwarmwasser. Eine moderne Wärmepumpenheizung kann beides übernehmen. Alternativ kann eine separate Brauchwasser-Wärmepumpe nur das Warmwasser bereiten und eine bestehende Heizung ergänzen.
Für den Vergleich ist wichtig, wie das Warmwasser im Gebäude gespeichert und zu den Zapfstellen geführt wird. Die Speichergröße, die Dämmung und die Länge der Leitungen beeinflussen Komfort und Effizienz. Beziehen Sie auch die vorhandenen Heizkörper in die Überlegungen zur Heizungserneuerung ein. Mehr dazu lesen Sie im Beitrag Heizkörper und Zubehör für Neubau und Sanierung.
„Speicher, Leitungsweg und Warmwasserbedarf gehören in dieselbe Planung.“
Wenn Sie eine Wärmepumpe im Bestandsgebäude erwägen, betrachten Sie die Voraussetzungen des Hauses gemeinsam mit der Heizungsanlage. Der Beitrag Wärmepumpe im Altbau: Effizienz und Voraussetzungen behandelt diesen Zusammenhang.
Welche Heizungs- und Warmwasserlösung passt zum Gebäude?
Die Systeme unterscheiden sich darin, ob sie Raumwärme und Warmwasser gemeinsam erzeugen, einen eigenen Speicher nutzen oder das Wasser dezentral erwärmen. Die folgende Übersicht zeigt die beschriebenen Einsatzbereiche und Eigenschaften.
| System | Aufgabe und Aufbau | Zu beachten |
|---|---|---|
| Wärmepumpe mit Kombispeicher | Eine Wärmepumpe übernimmt Raumheizung und Warmwasser. Heizungswasser und Trinkwasser bleiben getrennt; ein Wärmetauscher überträgt Wärme. | Eine Anlage übernimmt beide Aufgaben. Bei einem Anlagenausfall gibt es auch kein Warmwasser; außerdem entstehen Speicherverluste. |
| Brauchwasser-Wärmepumpe | Sie erwärmt ausschließlich Trinkwarmwasser und nutzt üblicherweise Raumluft als Wärmequelle. Ein integrierter Speicher hält das Wasser warm. | Sie kann eine bestehende Gas- oder Ölheizung ergänzen. Abgekühlte Luft wird in den Raum oder nach draußen geleitet. |
| Frischwasserstation oder Durchlauferhitzer | Dezentrale Lösungen können bei langen Leitungen, etwa in Mehrfamilienhäusern, infrage kommen. Beide können ohne Speicher arbeiten. | Laut Verbraucherzentrale sind sie auch bei hohen Hygieneanforderungen eine mögliche Alternative. |
Profi-Tipp
Planen Sie den Speicher nach dem Warmwasserbedarf im Gebäude. Laut Verbraucherzentrale ist die richtige Speichergröße entscheidend für Komfort und Effizienz. Die Auswahl und Einbindung stimmen Sie mit dem Fachbetrieb ab.
Welche weiteren Systeme für Warmwasser infrage kommen, erklärt der Beitrag Warmwasserbereitung: Systeme und Einsatzbereiche.
Wie plant man Warmwasser mit einer Wärmepumpe?
Bei einer kombinierten Anlage erwärmt die Wärmepumpe den Speicher auf die gewünschte Temperatur. Über einen Wärmetauscher wird Wärme auf das Trinkwasser übertragen; Heizungswasser und Trinkwasser bleiben getrennt. Ein Kombispeicher spart Platz, weil die Anlage Heizung und Warmwasserbereitung zusammenführt.
Eine Brauchwasser-Wärmepumpe arbeitet dagegen nur für Warmwasser. Sie steht laut Verbraucherzentrale in der Regel im Keller, nutzt Raumluft und erwärmt das Trinkwasser in ihrem integrierten Speicher. Sie kann mit einer bestehenden Heizung kombiniert werden, wenn diese noch nicht vollständig ersetzt wird.
Ein Speicherfühler für Warmwasserspeicher ist ein Bauteil, das zur Warmwasseranlage passt.
Für eine Heizungsanlage mit mehreren Heizkreisen kommt als Regelung ein witterungsgeführter Mehrkreisregler infrage.
Ein Warmwasser-Wärmetauscher ist ebenfalls ein passendes Bauteil für eine Anlage, die Wärme auf Trinkwasser überträgt.

Bei der Wahl einer Wärmepumpe zählt auch, welche Temperaturen das System für die Warmwasserbereitung erreichen muss. Laut Verbraucherzentrale ist die Effizienz bei der Warmwasserbereitung oft niedriger als beim Heizen, weil höhere Temperaturen erforderlich sind.
Wie lassen sich Wärmeverluste und Warmwasserverbrauch senken?
Verluste entstehen im Speicher und auf dem Weg des Warmwassers durch die Leitungen. Die Verbraucherzentrale nennt mehrere Punkte, die bei Planung und Betrieb helfen können:
- Moderne Warmwasserspeicher haben laut Verbraucherzentrale 10 bis 15 Zentimeter Dämmung.
- Anschlüsse und Rohrleitungen sollten ebenfalls gedämmt sein.
- Ein Speicher in einem beheizten Bereich verliert weniger Wärme an die Umgebung.
- Ein möglichst zentraler Speicher hält die Leitungswege kurz.
- Zirkulationsleitungen sollten nur dort eingesetzt werden, wo sie wirklich nötig sind.
- Warmwasser bedarfsgerecht zu nutzen und es nicht unnötig laufen zu lassen, senkt den Warmwasserbedarf.
Wichtiger Hinweis
Für den Legionellenschutz ist laut Verbraucherzentrale eine Temperatur von mindestens 60 Grad Celsius wichtig. Hohe Temperaturen können die Effizienz der Warmwasserbereitung senken. Bei Speichern über 400 Litern oder in gewerblichen Anlagen gelten strengere Vorschriften; dort sind regelmäßige Legionellenprüfungen durch Labore vorgeschrieben.
Was können Sie selbst tun und was übernimmt der Fachbetrieb?
Sie können Ihr Nutzungsverhalten anpassen: Verwenden Sie Warmwasser bedarfsgerecht und lassen Sie es nicht unnötig laufen. Die Verbraucherzentrale empfiehlt außerdem Sparduschköpfe und sparsame Armaturen. Arbeiten am Trinkwasseranschluss oder an der Installation gehören jedoch in die Hände eines Fachbetriebs.
Der Fachbetrieb übernimmt auch Arbeiten an Wärmepumpe, Speicher, Heizungsregelung und Leitungen sowie den Einbau oder Austausch von Anlagenkomponenten. Vor einer Erneuerung sollten Sie außerdem die geltenden Vorgaben zum Gebäudemodernisierungsgesetz berücksichtigen. Die Verbraucherzentrale erläutert, was im Gebäudemodernisierungsgesetz steht.
Eine Boiler-Sicherheitsgruppe ist für geschlossene Trinkwarmwasseranlagen vorgesehen. Einbau nur durch autorisierte Fachhandwerker.
Welche Einstellungen beim Heizen Energie sparen können, lesen Sie im Beitrag Heizung effizient einstellen und Energie sparen.
Häufige Fragen
Wie viel Energie benötigt die Warmwasserbereitung?
Laut Verbraucherzentrale verursacht Warmwasser etwa 10 bis 30 Prozent des gesamten Heizenergiebedarfs. Der Anteil ist ein Grund, die Warmwasserbereitung bei einer energetischen Sanierung zusammen mit der Heizung zu betrachten. Speicher, Leitungswege und die Art der Warmwasserbereitung spielen bei der Planung eine Rolle.
Brauche ich bei einer Wärmepumpe einen separaten Warmwasserspeicher?
Nicht zwingend. Eine Wärmepumpe kann Heizung und Warmwasser über ein Kombisystem mit Speicher übernehmen. Dabei bleiben Heizungswasser und Trinkwasser getrennt, und ein Wärmetauscher überträgt die Wärme. Eine Brauchwasser-Wärmepumpe hat dagegen einen integrierten Speicher und erwärmt ausschließlich Trinkwarmwasser.
Was ist der Unterschied zwischen einer Brauchwasser-Wärmepumpe und einer Heizungswärmepumpe?
Eine Brauchwasser-Wärmepumpe bereitet nur Warmwasser und nutzt üblicherweise Raumluft als Wärmequelle. Eine Heizungswärmepumpe kann sowohl die Räume beheizen als auch Warmwasser erzeugen. Eine separate Brauchwasser-Wärmepumpe lässt sich laut Verbraucherzentrale auch mit einer bestehenden Heizung kombinieren.
Was kann ich beim Warmwasser selbst ändern?
Sie können Warmwasser bedarfsgerecht nutzen und es nicht unnötig laufen lassen. Das empfiehlt die Verbraucherzentrale als Möglichkeit, den Warmwasserbedarf niedrig zu halten. Arbeiten an Armaturen, Trinkwasserleitungen, Speicher oder Heizungsanlage übernimmt ein Fachbetrieb, denn Eingriffe in die Trinkwasser-Installation sind keine Arbeiten für Laien.
Welche Temperatur ist für den Legionellenschutz wichtig?
Laut Verbraucherzentrale ist für den Legionellenschutz eine Temperatur von mindestens 60 Grad Celsius wichtig. Höhere Temperaturen können die Effizienz der Warmwasserbereitung senken. Bei Speichern über 400 Litern oder in gewerblichen Anlagen gelten strengere Vorschriften, einschließlich regelmäßiger Legionellenprüfungen durch Labore.
Quellen
Wichtiger Hinweis zu Haftung und Sicherheit
- Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information. Er ist keine Reparatur- oder Montageanleitung und ersetzt weder die Anleitung des Herstellers noch die Prüfung durch einen Fachbetrieb. Herstellerangaben haben immer Vorrang.
- Arbeiten an Gasanlagen dürfen nur der Netzbetreiber oder ein in ein Installateurverzeichnis eingetragenes Installationsunternehmen ausführen (§ 13 NDAV). Dasselbe gilt für elektrische Anlagen (§ 13 NAV). Errichtung und wesentliche Veränderungen der Trinkwasseranlage sind dem Wasserversorger oder einem eingetragenen Installationsunternehmen vorbehalten (§ 12 AVBWasserV).
- Wer Arbeiten selbst ausführt, handelt auf eigene Verantwortung. Für Schäden, die durch eigene Reparatur-, Wartungs- oder Einbauarbeiten entstehen, übernimmt die HAJUS AG keine Haftung. Dies gilt nicht bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit sowie bei Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit; insoweit haften wir nach den gesetzlichen Vorschriften.
- Wir erstellen die Inhalte sorgfältig nach den angegebenen Herstellerquellen, können aber keine Gewähr dafür übernehmen, dass sie für Ihr Gerät, Ihre Baureihe und Ihre Anlage vollständig und aktuell sind.
- Der Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und automatisch geprüft; die redaktionelle Verantwortung trägt die HAJUS AG (So entstehen unsere Ratgeber). Bilder sind KI-generierte Symbolbilder.
- Genannte Marken sind Eigentum ihrer Inhaber und dienen nur der Beschreibung. insani24 ist kein Kundendienst der genannten Hersteller.
- Bei Gasgeruch: keine elektrischen Schalter betätigen, kein offenes Feuer, Fenster öffnen, Gebäude verlassen und von draußen den Notdienst des Gasversorgers anrufen.



