Heizung

Fußbodenheizung verlegen: Aufbau und Anschluss

So werden Heizkreisverteiler, Heizungsrohr und Regelung geplant und dokumentiert.

Heizkreisverteiler mit angeschlossenen Heizkreisen einer Fußbodenheizung
Symbolbild, KI-generiert

Kurz erklärt: Eine Fußbodenheizung wird in einzelne Heizkreise aufgeteilt, die am Heizkreisverteiler angeschlossen und dokumentiert werden. Beim Uponor Comfort Port richten sich die Primäranschlüsse nach der Planung; die sekundären Heizkreise entstehen bei der Systemverlegung nach deren Anleitung. Schrankmaße, Rohrlängen, Wassermengen und Ventileinstellungen gehören zur Planung und ins Protokoll.

Eine Fußbodenheizung besteht aus mehreren Heizkreisen, die am Heizkreisverteiler zusammengeführt werden. Beim Uponor Comfort Port richten sich die primärseitigen Anschlüsse nach der Planung; die sekundärseitigen Heizkreise entstehen bei der Verlegung des jeweiligen Fußbodenheizungssystems.

Sicherheit geht vor

Beim Befüllen, Entlüften und bei der Druckprüfung kann Heizungswasser unter Druck austreten und Verbrühungen oder Wasserschäden verursachen. Stellantriebe werden elektrisch versorgt; Arbeiten an ihnen können zu Stromschlag oder einer Fehlfunktion führen. Anschluss, Befüllung, Entlüftung, Druckprüfung und Inbetriebnahme übernimmt der Fachbetrieb.

Wie planen Sie den Aufbau der Fußbodenheizung?

Die konkrete Verlegung des Heizungsrohrs richtet sich nach dem Fußbodenheizungssystem. Die Uponor Comfort Port Anleitung verweist für die sekundärseitigen Heizkreisanschlüsse auf die Anleitung des jeweiligen Systems. Diese Anleitungen sind zusammen mit den Planungsvorgaben für die primärseitigen Anschlüsse zu beachten.

Für jeden Heizkreis sind Rohrlänge, Raumzuordnung und Einstellungen relevant. Das Protokoll der Comfort Port Anleitung führt dafür unter anderem Geschoss, Verteiler, Raum, Heizkreisnummer, Wassermenge, effektive Rohrlänge und Ventileinstellung auf. So lässt sich jeder Heizkreis dem versorgten Raum und seiner Einstellung zuordnen.

  • Planen Sie die Position des Heizkreisverteilers und die Anschlüsse nach den Projektvorgaben.
  • Ordnen Sie jeden Heizkreis einem Raum und einer Heizkreisnummer zu.
  • Halten Sie effektive Rohrlänge, Wassermenge und Ventileinstellungen je Kreis fest.

Ein passender Heizkreisverteiler aus dem Sortiment ist der HEIMEIER Dynacon Eclipse mit sieben Heizkreisen und automatischem Durchflussregler.

Die Produktauswahl ersetzt nicht die Planung des Systems. Entscheidend ist, dass Verteiler, Regelung und Heizkreise zu den vorgesehenen Anschlüssen und den zugehörigen Herstelleranleitungen passen.

Heizungsrohre am Heizkreisverteiler einer Fußbodenheizung
Symbolbild, KI-generiert

Was ist vor dem Einbau des Heizkreisverteilers zu prüfen?

Vor der Montage sind laut Uponor die Maße der vorhandenen Nische beim Unterputzschrank oder der benötigte Platz an der Wand beim Aufputzschrank zu prüfen. Auch die Füße des Verteilerschranks müssen auf die geplante Höhe des Fußbodenaufbaus abgestimmt werden. Diese Prüfung gehört vor den Einbau, weil Schrankposition und Bodenhöhe zusammenpassen müssen.

In Trockenbauwänden ist bei der Einstellung der Schranktiefe außerdem die Einbautiefe eines möglicherweise verbauten Wärmemengenzählers zu berücksichtigen. Die Anleitung nennt dafür eine Zählereinbautiefe von mindestens 95 mm als zu beachtendes Maß. Die Schrankabmessungen und erforderlichen Nischenmaße sind in den Tabellen der Herstelleranleitung aufgeführt.

Die Montageplanung sollte deshalb die Einbausituation des Schranks, die vorgesehene Bodenhöhe und den Platz für den Wärmemengenzähler gemeinsam berücksichtigen. Prüfen Sie außerdem, welche Anleitungen für den konkret verwendeten Verteiler, die Regelung und die weiteren Komponenten gelten.

Wie werden Heizkreisverteiler und Heizungsrohr angeschlossen?

Uponor unterscheidet zwischen primärseitigen Rohranschlüssen und sekundärseitigen Heizkreisanschlüssen. Die primärseitigen Anschlüsse erfolgen gemäß den Planungsvorgaben. Die sekundärseitigen Anschlüsse werden beim Verlegen des jeweiligen Uponor-Fußbodenheizungssystems hergestellt.

Auf Seite 8 der Comfort Port Anleitung zeigt die Anschlussdarstellung eine Schlüsselweite von 19 mm und den Wert 30 Nm +5. Für andere Verteiler und eingebaute Komponenten sind deren jeweilige Anleitungen maßgeblich. Die Uponor Anleitung fordert ausdrücklich, auch die Anleitungen der verbauten Heizkreisverteiler, Regelungseinheiten und weiteren Komponenten zu beachten.

Bei der Zuordnung der Rohrkreise ist die Dokumentation wichtig: Für jeden Kreis werden Raum, Heizkreisnummer und effektive Rohrlänge erfasst. Die Ventileinstellung und Wassermenge werden ebenfalls dem jeweiligen Heizkreis zugeordnet. Damit bleiben Montage und spätere Einstellung nachvollziehbar.

„Rohrlänge und Ventileinstellung werden je Heizkreis festgehalten.“

— insani24 Fachredaktion

Was gehört zur Inbetriebnahme der Heizkreise?

Die Uponor Anleitung verweist für Füllen, Spülen, Entlüften und Druckprüfung auf die Anleitung des jeweils verbauten Heizkreisverteilers. Dabei sind die Stellantriebe laut Comfort Port Anleitung bereits geöffnet, weil die First-Open-Funktion aktiv ist. Zum Füllen und Prüfen müssen die Stellantriebe daher nicht abgenommen werden.

Die Inbetriebnahme des Regelsystems und der Stellantriebe umfasst auch das Entriegeln dieser First-Open-Funktion. Die Anleitung nennt dafür mindestens zehn Minuten unter Strom. Dafür müssen alle Raumfühler auf die maximale Raumtemperatur eingestellt sein und Wärme anfordern. Die genaue Vorgehensweise zum Entriegeln mit Smatrix-Regelmodulen steht in der Anleitung der eingesetzten Raumtemperaturregelung.

Profi-Tipp

Halten Sie Rohrlänge, Wassermenge und Ventileinstellung direkt je Heizkreis fest. Die Uponor Anleitung sieht genau diese Angaben im Protokoll vor und ordnet sie Raum, Verteiler und Heizkreisnummer zu.

Welche Daten dokumentiert das Protokoll?

Das Comfort Port Protokoll enthält Felder für Auftraggeber oder Bauvorhaben, Datum, Geschossnummer und Verteilernummer. Für die einzelnen Räume werden Raumbezeichnung und Heizkreisnummer aufgenommen. Zu den technischen Einträgen gehören Ventileinstellung beziehungsweise Wassermenge sowie die effektive Rohrlänge.

ArbeitsschrittAngaben oder VorgabeBezug
Verteiler vorbereitenNischenmaß oder Wandplatz, Bodenaufbauhöhe und gegebenenfalls Einbautiefe des WärmemengenzählersComfort Port Anleitung, Seite 7
Heizkreise anschließenPrimäranschluss nach Planung, sekundäre Anschlüsse nach Anleitung des jeweiligen SystemsComfort Port Anleitung, Seite 8
Füllen und prüfenVorgaben des verbauten Heizkreisverteilers beachten; Stellantriebe bleiben in der First-Open-Funktion geöffnetComfort Port Anleitung, Seite 9
Protokoll ausfüllenRaum, Heizkreisnummer, Rohrlänge, Wassermenge und Ventileinstellung festhaltenComfort Port Anleitung, Seite 10

Zusätzlich erfasst das Formular Anfangs- und End-Zählerablesung sowie Einstellungen am Strangregulierventil, am Regulierventil der Pumpengruppe und am dynamischen Ventil. Nach Eintragung der Zählerstände ist das Formular laut Anleitung dem Planungsteam zu übergeben.

Wichtiger Hinweis

Die Anschlusswerte aus der Comfort Port Darstellung sind nicht pauschal auf andere Bauteile übertragbar. Beachten Sie für jeden verbauten Heizkreisverteiler und jede Regelung deren eigene Anleitung.

Bei einem Heizungsersatz nennt die Verbraucherzentrale zum GModG für Gebäude mit sechs Wohnungen oder mehr einen hydraulischen Abgleich. Die dokumentierten Wassermengen und Ventileinstellungen bilden wichtige Angaben zu den einzelnen Heizkreisen.

Was dürfen Bewohner am Raumfühler selbst einstellen?

Die Bedienungsanleitung für Bewohner zum Uponor Smatrix Base Raumfühler T-149 behandelt die individuelle Raumtemperaturregelung und das manuelle Erhöhen oder Absenken der Sollwerttemperatur. Sie enthält außerdem einen Abschnitt zum Reinigen des Raumfühlers. Nutzen Sie für diese Bedienung die Anleitung des T-149.

Welche Funktionen Raumregler und Thermostatköpfe übernehmen, erfahren Sie im Ratgeber zur Fußbodenheizung mit Thermostat.

Der Raumfühler steuert die gewünschte Temperatur im Raum; er ersetzt nicht die hydraulische Einstellung am Heizkreisverteiler. Rohrlängen, Ventileinstellungen, elektrische Anschlüsse und die Inbetriebnahme des Regelsystems gehören zur technischen Montage der Fußbodenheizung und übernimmt der Fachbetrieb.

Häufige Fragen

Kann ich eine Fußbodenheizung selbst verlegen?

Die Uponor Anleitung verweist für primärseitige Anschlüsse auf die Planung und für sekundäre Heizkreisanschlüsse auf die Anleitung des jeweiligen Fußbodenheizungssystems. Sie erlaubt Bewohnern nicht ausdrücklich, die Heizungsrohre selbst zu verlegen oder anzuschließen. Verlegen, Anschluss, Befüllung und Inbetriebnahme übernimmt der Fachbetrieb.

Was muss ich vor dem Einbau des Heizkreisverteilers prüfen?

Prüfen Sie die Nischenmaße beim Unterputzschrank oder den Platz an der Wand beim Aufputzschrank. Stimmen Sie die Schrankfüße auf die geplante Höhe des Fußbodenaufbaus ab. In Trockenbauwänden ist laut Uponor außerdem die Einbautiefe eines eventuell verbauten Wärmemengenzählers zu berücksichtigen; die Anleitung nennt mindestens 95 mm.

Müssen Stellantriebe beim Füllen der Fußbodenheizung abgenommen werden?

Laut Uponor Comfort Port Anleitung sind die Stellantriebe beim Füllen, Spülen, Entlüften und bei der Druckprüfung durch die First-Open-Funktion bereits geöffnet. Sie müssen dafür nicht abgenommen werden. Die Vorgaben zum Ablauf stehen in der Anleitung des jeweils verbauten Heizkreisverteilers.

Welche Angaben gehören ins Heizkreisprotokoll?

Erfasst werden unter anderem Geschoss und Verteilernummer, Raumbezeichnung, Heizkreisnummer, Ventileinstellung beziehungsweise Wassermenge und effektive Rohrlänge. Auch Anfangs- und End-Zählerablesung sowie Einstellungen verschiedener Ventile sind vorgesehen. Nach Eintragung der Zählerstände wird das Formular dem Planungsteam übergeben.

Darf ich die Temperatur am Uponor T-149 selbst ändern?

Die Bedienungsanleitung für Bewohner zum Smatrix Base Raumfühler T-149 enthält einen Abschnitt zum manuellen Erhöhen oder Absenken der Sollwerttemperatur. Sie behandelt auch die Reinigung des Raumfühlers. Folgen Sie dabei den Anweisungen für Bewohner; Änderungen an Heizkreisverteiler oder Stellantrieben gehören zur technischen Arbeit.

Quellen