Heizung

Pufferspeicher Wärmepumpe: Größe und Auswahl

So ordnen Sie die Speichergröße in die Wärmepumpenplanung ein und erkennen passende Komponenten.

Heizungspufferspeicher neben gedämmten Leitungen einer Wärmepumpenanlage
Symbolbild, KI-generiert

Kurz erklärt: Die Größe eines Pufferspeichers für die Wärmepumpe sollte der Fachbetrieb im Anlagenkonzept festlegen; ein einzelner Literwert lässt sich ohne Angaben zur konkreten Anlage nicht sicher empfehlen. Relevant sind unter anderem Wärmepumpentyp, Gebäudewärmeschutz und Wärmeverteilung. Die Verbraucherzentrale nennt eine hohe Jahresarbeitszahl als Hinweis auf effizienten Betrieb.

Die passende Größe eines Pufferspeichers hängt mit der Planung der Wärmepumpenanlage zusammen. Welche Wärmepumpe und Wärmeverteilung vorgesehen sind, sollten Sie deshalb gemeinsam mit dem Fachbetrieb betrachten.

Sicherheit geht vor

Beim Öffnen des Heizkreises können heißes Heizungswasser und Druck austreten und Verbrühungen verursachen. Planung, Anschluss, Befüllung und Änderungen an der Heizungsanlage übernimmt der Fachbetrieb.

Welche Wärmepumpe ist für die Speicherwahl wichtig?

Beginnen Sie mit der Art der Wärmepumpe. Die Verbraucherzentrale unterscheidet Luft-Wasser-Wärmepumpen, die Außenluft nutzen, Wasser-Wasser-Wärmepumpen, die Grundwasser anzapfen, und Sole-Wasser-Wärmepumpen, die Wärme über Sonden oder Kollektoren aus dem Erdreich erschließen. Luft-Luft-Wärmepumpen erwärmen die Raumluft direkt und arbeiten laut Verbraucherzentrale ohne Wasserkreislauf.

Die Bauart beschreibt, woher die Wärmepumpe ihre Wärme bezieht. Sie ersetzt aber nicht die Planung des Heizsystems. Lassen Sie daher zunächst klären, welche Anlage tatsächlich vorgesehen ist und welche Aufgabe ein Heizungspufferspeicher darin übernehmen soll.

  • Luft-Wasser: nutzt Außenluft.
  • Wasser-Wasser: nutzt Grundwasser.
  • Sole-Wasser: erschließt Erdreich über Sonden oder Kollektoren.
  • Luft-Luft: erwärmt Raumluft direkt, ohne Wasserkreislauf.

Wenn Sie noch zwischen Anlagenarten abwägen, lesen Sie auch den Ratgeber Wärmepumpe auswählen. Die Speicherfrage lässt sich anschließend im Zusammenhang mit der gewählten Anlage besprechen.

Wie wird die Größe des Pufferspeichers bestimmt?

Ein einzelner Literwert ist keine verlässliche Empfehlung für alle Wärmepumpen und Gebäude. Lassen Sie die Speichergröße im Anlagenkonzept festlegen und sich erklären, welche Angaben der Planung zugrunde liegen. So können Sie die vorgeschlagene Auslegung nachvollziehen, ohne eine Faustformel auf eine andere Anlage zu übertragen.

Für die Effizienz der Wärmepumpe nennt die Verbraucherzentrale den Wärmeschutz des Hauses und die Wärmeverteilung als wichtige Aspekte. Besonders kostengünstig und effizient arbeitet eine Wärmepumpe demnach in gut wärmegedämmten Häusern mit Flächenheizung, etwa einer Fußbodenheizung. Normale Heizkörper sind laut Verbraucherzentrale jedoch kein Hindernis.

  • Klären Sie, welcher Wärmepumpentyp geplant ist.
  • Besprechen Sie den Wärmeschutz des Gebäudes und die vorhandene Wärmeverteilung.
  • Fragen Sie, welche Aufgabe der Pufferspeicher im konkreten Anlagenkonzept übernimmt.
  • Lassen Sie sich die vorgeschlagene Speichergröße vom Fachbetrieb erläutern.

Die Verbraucherzentrale beschreibt die Jahresarbeitszahl als Hinweis auf die Effizienz einer Wärmepumpe. Bei effizienten Wärmepumpen nennt sie drei bis fünf Einheiten erzeugte Wärme je Einheit eingesetzten Stroms. Das ist eine allgemeine Angabe zur Wärmepumpe und kein zugesicherter Wert für eine einzelne Anlage.

„Die Speichergröße im Anlagenkonzept erklären lassen.“

— insani24 Fachredaktion

Welche Angaben sollten Sie bei der Auswahl vergleichen?

Nutzen Sie die folgenden Punkte als Gesprächsgrundlage für die Planung. Sie zeigen, welche Merkmale der Anlage und des Hauses Sie einordnen sollten; sie liefern keinen pauschalen Speicherwert.

AuswahlpunktWas dazu bekannt istWas Sie klären sollten
WärmepumpenartLuft-Wasser, Wasser-Wasser und Sole-Wasser nutzen unterschiedliche Wärmequellen.Welche Bauart ist für das Haus vorgesehen?
WärmeschutzGuter Wärmeschutz unterstützt laut Verbraucherzentrale einen effizienten Betrieb.Wie wird der Zustand des Gebäudes in der Anlagenplanung berücksichtigt?
WärmeverteilungFlächenheizungen sind besonders günstig für den effizienten Betrieb; normale Heizkörper schließen eine Wärmepumpe nicht aus.Welche Wärmeverteilung ist vorhanden oder geplant?
EffizienzEine hohe Jahresarbeitszahl zeigt die Effizienz der Wärmepumpe an.Welche Jahresarbeitszahl ist für die geplante Anlage angesetzt?

Profi-Tipp

Bitten Sie darum, die Speichergröße zusammen mit Wärmepumpentyp, Gebäudewärmeschutz und Wärmeverteilung zu erläutern. Fragen Sie außerdem, welche Jahresarbeitszahl für die geplante Anlage angesetzt wird.

Ein Pufferspeicher für die Heizung ist nicht dasselbe wie ein Warmwasserspeicher. Wenn es um die Bereitung von Trinkwarmwasser geht, hilft der Ratgeber Warmwasserspeicher: Größe, Funktion und Anschluss bei der Einordnung.

Welche Pufferspeicher und Zubehörteile kommen infrage?

Als Heizungspufferspeicher ist im Sortiment der NIBE UKV 100 aufgeführt. Die Bezeichnung lautet „Heizungspufferspeicher“; ein Literwert ist in dieser Produktbezeichnung nicht enthalten. Lassen Sie deshalb prüfen, ob das konkrete Modell zur geplanten Anlage passt.

Für Wärmepumpen sind außerdem AFRISO Frostschutzventile der Baureihen AAV 102 und AAV 302 aufgeführt. Sie sind als Wärmepumpenzubehör bezeichnet und keine Pufferspeicher. Ob sie für die geplante Anlage infrage kommen, klärt der Fachbetrieb.

Die zweite aufgeführte Ausführung ist das AFRISO Frostschutzventil AAV 302 für Wärmepumpen.

Für Solewärmepumpen ist außerdem eine Bosch Gefäßanschlussgruppe mit 3/4-Zoll-Anschluss aufgeführt. Auch dieses Bauteil ist Zubehör und ersetzt keine Entscheidung über die Speichergröße.

Wichtiger Hinweis

Wählen Sie Zubehör nicht allein nach einer ähnlichen Produktbezeichnung aus. Lassen Sie die Kompatibilität mit Wärmepumpe und Anlagenkonzept vor dem Einbau prüfen.

Wenn Sie die Wärmepumpe noch auswählen, finden Sie weitere Orientierung im Ratgeber Wärmepumpe kaufen: Bauart, Leistung und Zubehör wählen. Bei der Warmwasserbereitung können außerdem unterschiedliche Systeme eine Rolle spielen; dazu gibt es den Beitrag Warmwasserbereitung: Systeme und Einsatzbereiche.

Wer plant und montiert den Pufferspeicher?

Der Pufferspeicher wird zusammen mit der Wärmepumpenanlage geplant. Der Fachbetrieb übernimmt die Dimensionierung sowie den Anschluss und alle Arbeiten am Heizkreis. Öffnen Sie dafür weder das Gerät noch Leitungen der Heizungsanlage.

Als Betreiber können Sie die Auswahl mit Fragen begleiten: Welche Wärmepumpenart ist vorgesehen? Wie werden Wärmeschutz und Wärmeverteilung berücksichtigt? Welche Aufgabe hat der Speicher im Anlagenkonzept, und welche Jahresarbeitszahl ist angesetzt? Diese Punkte helfen Ihnen, die Planung nachzuvollziehen.

Die Verbraucherzentrale betont, dass die richtige Planung die Effizienz der Wärmepumpe steigert. Weitere Grundlagen zu Funktionsweise und Wärmepumpenarten finden Sie im Beitrag Wärmepumpe: Alles, was Sie wissen müssen.

Pufferspeicher mit gedämmten Heizungsleitungen
Symbolbild, KI-generiert

Häufige Fragen

Wie viele Liter sollte ein Pufferspeicher für die Wärmepumpe haben?

Ein allgemeiner Literwert passt nicht automatisch zu jedem Gebäude und jeder Wärmepumpenanlage. Lassen Sie den Pufferspeicher im Anlagenkonzept dimensionieren und fragen Sie nach, welche Angaben zu Wärmepumpe, Gebäudewärmeschutz und Wärmeverteilung in die Planung eingeflossen sind. So lässt sich die vorgeschlagene Größe nachvollziehen.

Braucht jede Wärmepumpe einen Pufferspeicher?

Ob ein Pufferspeicher vorgesehen wird, sollte der Fachbetrieb anhand des konkreten Anlagenkonzepts entscheiden. Die Verbraucherzentrale betont, dass die richtige Planung die Effizienz steigert. Die Wärmepumpenart allein ersetzt daher keine Prüfung des Gesamtsystems und der vorgesehenen Speicheraufgabe.

Sind normale Heizkörper ein Ausschlussgrund für eine Wärmepumpe?

Nein. Laut Verbraucherzentrale sind normale Heizkörper kein Hindernis. Besonders kostengünstig und effizient arbeitet eine Wärmepumpe demnach in gut wärmegedämmten Häusern mit Flächenheizung, zum Beispiel Fußbodenheizung. Welche Speichergröße zur konkreten Anlage passt, klärt der Fachbetrieb.

Welche Wärmepumpenarten gibt es?

Die Verbraucherzentrale nennt Luft-Wasser-Wärmepumpen mit Außenluft, Wasser-Wasser-Wärmepumpen mit Grundwasser und Sole-Wasser-Wärmepumpen mit Erdreich als Wärmequelle. Luft-Luft-Wärmepumpen erwärmen Raumluft direkt und arbeiten ohne Wasserkreislauf. Die Bauart sollte bei der Anlagenplanung klar benannt werden.

Kann ich den Pufferspeicher selbst anschließen?

Anschluss, Befüllung und Änderungen am Heizkreis übernimmt der Fachbetrieb. Beim Öffnen können heißes Heizungswasser und Druck austreten und Verbrühungen verursachen. Lassen Sie auch die Speichergröße und die Kompatibilität des Zubehörs im Anlagenkonzept prüfen, bevor Komponenten eingebaut werden.

Quellen