Installation & Rohrsysteme

KFR-Ventil: steigende oder nicht steigende Spindel?

So gleichen Sie Spindelart, Nennweite, Anschluss und Entleerung bei der Auswahl ab.

KFR-Schrägsitzventil mit nicht steigender Spindel und Entleerung
Symbolbild, KI-generiert

Kurz erklärt: Die Produktbezeichnungen unterscheiden steigende und nicht steigende Spindel; „feste Spindel“ ist keine Bezeichnung der hier aufgeführten Artikel. Wählen Sie für ein vollständiges Freistromventil oder ein Oberteil die passende Produktart, Spindelausführung und Entleerungsvariante. Im Sortiment sind DN 20 / 3/4 Zoll und DN 25 / 1 Zoll aufgeführt. Lassen Sie den Abgleich vor dem Einbau vom Fachbetrieb erledigen.

Bei der Auswahl eines KFR- oder Freistromventils treffen Sie auf die Bezeichnungen „steigende Spindel“ und „nicht steigende Spindel“. Für den Vergleich zählen außerdem die angegebene Nennweite, die Produktart und die Ausführung mit oder ohne Entleerung.

Sicherheit geht vor

Einbau und Austausch greifen in die Trinkwasserinstallation ein. Undichte Verbindungen können Wasser austreten lassen. Das übernimmt der Fachbetrieb.

Was bedeutet steigende oder nicht steigende Spindel?

Die Produktbezeichnungen führen zwei Varianten: „steigende Spindel“ und „nicht steigende Spindel“. Auch bei den Ventiloberteilen werden diese Ausführungen getrennt benannt. „Feste Spindel“ steht nicht als Artikelbezeichnung in der hier aufgeführten Auswahl. Für eine Zuordnung sollten Sie deshalb die genaue Bezeichnung am vorhandenen Ventil oder Oberteil vom Fachbetrieb abgleichen lassen.

Die Spindelart allein beschreibt noch nicht das gesamte Produkt. Im Sortiment gibt es vollständige Freistromventile und einzelne Ventiloberteile. Bei den kompletten Ventilen kommen unterschiedliche Nennweiten und Ausführungen mit oder ohne Entleerung hinzu. Zwei Artikel können also dieselbe Spindelbezeichnung tragen und sich dennoch bei Produktart, Größe oder Ausstattung unterscheiden.

„Gleichen Sie Spindelart, Nennweite und Produktart gemeinsam ab.“

— insani24 Fachredaktion
Freistromventil mit Handrad, Spindeloberteil und Entleerung
Symbolbild, KI-generiert

Wählen Sie ein KFR-Ventil mit DN 20 oder DN 25?

Die aufgeführten Produktnamen verbinden DN 20 mit 3/4 Zoll und DN 25 mit 1 Zoll. Diese Angaben finden sich bei den Freistromventilen im Sortiment. Für einen Vergleich sollten Sie die Nennweite aus der bestehenden Installation oder der Planung heranziehen und nicht allein aus der Spindelart auf die passende Größe schließen.

Innerhalb der Auswahl gibt es sowohl DN-20- als auch DN-25-Ventile mit unterschiedlichen Spindelausführungen. Bei DN 20 finden sich steigende und nicht steigende Spindeln; bei DN 25 sind nicht steigende Ausführungen aufgeführt. Die angegebene Größe ersetzt daher nicht den Abgleich von Spindel, Entleerung und vollständigem Ventil oder Oberteil.

Auch „3/4 Zoll“ oder „1 Zoll“ sollte nicht isoliert als Auswahlkriterium dienen. Lassen Sie die konkreten Kennzeichnungen gemeinsam prüfen. Der Fachbetrieb kann die Angaben am Ventil und den vorgesehenen Anschluss mit dem benötigten Artikel abgleichen.

Welche Freistromventile unterscheiden sich nach Bauart?

Die folgende Übersicht vergleicht fünf aufgeführte Artikel anhand ihrer Produktmerkmale. Die Nennweite stammt aus der Sortimentsbezeichnung; die übrigen Angaben folgen den jeweiligen Produktbeschreibungen. „k. A.“ bedeutet, dass für diesen Tabellenpunkt in der Produktbeschreibung kein Wert genannt ist.

ArtikelGrößeSpindelEntleerungAnschlussGehäuse / OberteilDichtungen / GriffMax. Temperatur
FreistromventilDN 20 / 3/4 ZollsteigendohneIGMessing / MessingEPDM / Polyamid90 °C
FreistromventilDN 25 / 1 Zollnicht steigendohneIGPressmessing / PressmessingEPDM / Polyamidk. A.
FreistromventilDN 20 / 3/4 ZollsteigendmitIGMessing / MessingEPDM / Polyamidk. A.
FreistromventilDN 25 / 1 Zollnicht steigendmitIGPressmessing / PressmessingEPDM / Polyamidk. A.
KFR-SchrägsitzventilDN 20 / 3/4 Zollnicht steigendmitIGPressmessing / PressmessingEPDM / Polyamidk. A.

Das Freistromventil DN 20 mit steigender Spindel ist ohne Entleerung aufgeführt. Seine Produktbeschreibung nennt ein Gehäuse und Oberteil aus Messing sowie EPDM-Dichtungen und einen Griff aus Polyamid.

Wenn die vorgesehene Ausführung DN 20, steigende Spindel und ohne Entleerung lautet, entspricht dieser Artikel diesen aufgeführten Merkmalen. Die Produktbeschreibung nennt für dieses Ventil außerdem eine maximale Betriebstemperatur von 90 °C.

Für DN 25 gibt es ein Freistromventil mit nicht steigender Spindel ohne Entleerung. Gehäuse und Oberteil bestehen laut Produktbeschreibung aus Pressmessing; Dichtungen sind aus EPDM, der Griff aus Polyamid.

Dieses Modell passt als Vergleichsartikel, wenn genau die Kombination DN 25, nicht steigende Spindel und ohne Entleerung gesucht wird. Die Produktdaten führen den Anschluss als Innengewinde, abgekürzt IG.

Wann wählen Sie eine Ausführung mit Entleerung?

Im Sortiment gibt es Freistromventile sowohl mit als auch ohne Entleerung. Bei DN 20 ist eine steigende Spindel mit Entleerung aufgeführt. Das Produkt hat laut Beschreibung ein Messinggehäuse und -oberteil, EPDM-Dichtungen sowie einen Griff aus Polyamid.

Bei DN 25 stehen Freistromventile mit nicht steigender Spindel und Entleerung zur Auswahl. Gehäuse und Oberteil sind in der Beschreibung als Pressmessing angegeben. Diese Merkmale helfen beim Artikelabgleich, legen aber nicht fest, welche Ausführung für eine konkrete Installation vorgesehen ist.

Auch ein KFR-Schrägsitzventil mit nicht steigender Spindel und Entleerung ist aufgeführt. Die Produktbeschreibung nennt Innengewinde, Pressmessing, EPDM-Dichtungen und einen Griff aus Polyamid. Prüfen Sie deshalb zusätzlich zur Spindelart, ob ein KFR-Schrägsitzventil oder ein Freistromventil benötigt wird.

Profi-Tipp

Halten Sie für den Fachbetrieb vier Angaben zusammen: Produktart, DN, Spindelausführung und Entleerung. So lässt sich die konkrete Variante mit den Produktbezeichnungen vergleichen, ohne allein nach einem einzelnen Merkmal auszuwählen.

Wann passt ein Oberteil statt eines kompletten Ventils?

Ein Ventiloberteil ist in der Auswahl als eigene Produktart geführt. Daneben stehen vollständige Freistromventile und ein KFR-Schrägsitzventil. Die Artikelbezeichnungen der Oberteile nennen jeweils den vorgesehenen Ventiltyp und die Spindelausführung. Diese Angaben gehören zum Abgleich dazu; die gleiche Nennweite allein weist keine Austauschbarkeit nach.

Für Freistrom- und Schrägsitzventile sind Oberteile mit steigender Spindel gelistet. Außerdem gibt es ein Oberteil mit nicht steigender Spindel für ein Freistromventil. Die Sortimentsbezeichnungen nennen dafür unterschiedliche Größen, darunter DN 20 / 3/4 Zoll, DN 25 / 1 Zoll und DN 15 / 1/2 Zoll. Lassen Sie feststellen, ob ein Oberteil oder ein vollständiges Ventil benötigt wird.

Wenn ein KFR-Ventil nicht schließt und ein Ersatzoberteil infrage kommt, hilft der Ratgeber KFR-Ventil schließt nicht: passendes Oberteil finden bei der Einordnung. Der Fachbetrieb gleicht die vorgesehene Produktart und Spindelausführung ab.

Wichtiger Hinweis

Ein Oberteil und ein komplettes Ventil sind unterschiedliche Produktarten. Wählen Sie ein Ersatzteil nicht allein nach einer ähnlichen Spindelbezeichnung oder Nennweite aus. Die Zuordnung übernimmt der Fachbetrieb.

Was sollte der Fachbetrieb vor dem Einbau abgleichen?

Für den Vergleich sind die konkrete Produktart, die Nennweite, die Spindelart und eine vorhandene Entleerung maßgeblich. Bei den hier gelisteten Artikeln kommen als weitere Produktangaben Innengewinde, Messing oder Pressmessing sowie Dichtungen aus EPDM hinzu. Nicht jedes Merkmal ist bei jeder Ausführung gleich.

Die Produktbeschreibungen nennen bei einzelnen Ventilen außerdem den Griffwerkstoff Polyamid. Nur für das Freistromventil mit steigender Spindel ohne Entleerung ist in dieser Übersicht eine maximale Betriebstemperatur angegeben. Übertragen Sie diesen Wert nicht auf die anderen Modelle.

Geben Sie dem Fachbetrieb die Kennzeichnungen des vorhandenen Ventils und die benötigte Produktart. Er kann anhand dieser Angaben die passende Variante bestimmen und den Einbau übernehmen. Arbeiten an der Trinkwasserinstallation führen Sie nicht selbst aus.

Häufige Fragen

Worin unterscheiden sich steigende und nicht steigende Spindeln?

Die Produktbezeichnungen führen steigende und nicht steigende Spindeln als unterschiedliche Ausführungen. Die Sortimentsartikel sind zusätzlich nach Produktart, Nennweite und Entleerung unterschieden. Für einen Austausch sollte der Fachbetrieb die genaue Bezeichnung am vorhandenen Ventil abgleichen, statt nur das Wort „Spindel“ als Auswahlmerkmal zu verwenden.

Ist DN 20 dasselbe wie 3/4 Zoll?

Bei den hier aufgeführten Artikeln stehen DN 20 und 3/4 Zoll gemeinsam in der Sortimentsbezeichnung. Für DN 25 ist dort 1 Zoll angegeben. Nutzen Sie diese Angaben als Artikelkennzeichnung und lassen Sie die konkrete Nennweite am vorhandenen Ventil oder in der Planung vom Fachbetrieb prüfen.

Wann benötige ich ein Ventiloberteil statt eines vollständigen Ventils?

Das Sortiment führt Ventiloberteile als eigene Produktart und daneben vollständige Freistromventile sowie ein KFR-Schrägsitzventil. Die Bezeichnungen der Oberteile nennen den vorgesehenen Ventiltyp und die Spindelausführung. Ob ein Oberteil passt, sollte der Fachbetrieb anhand dieser Merkmale am vorhandenen Ventil abgleichen.

Welche Rolle spielt die Entleerung bei der Auswahl?

Die Produktbeschreibungen unterscheiden Ventile mit und ohne Entleerung. Beide Varianten gibt es in der aufgeführten Auswahl, zum Beispiel Freistromventile mit steigender oder nicht steigender Spindel. Welche Ausführung für die vorhandene Installation vorgesehen ist, lässt sich aus der Artikelbezeichnung allein nicht entscheiden; das klärt der Fachbetrieb.

Kann ich ein KFR-Ventil selbst austauschen?

Nein. Einbau und Austausch greifen in die Trinkwasserinstallation ein und übernimmt der Fachbetrieb. Die Artikel unterscheiden sich unter anderem nach DN, Innengewinde, Spindelausführung und Entleerung. Geben Sie diese Kennzeichnungen weiter und lösen oder öffnen Sie keine Trinkwasserverbindungen selbst.