Heizung

Heizkosten senken: Diese Maßnahmen helfen

Erfahren Sie, wann Entlüften hilft und wie Sie die Effizienz einer Wärmepumpe einordnen.

Kurz erklärt: Heizkosten senken Sie mit Maßnahmen, die zur Anlage passen: Bei gluckernden oder schlecht wärmenden Heizkörpern kann Entlüften helfen. Bei Wärmepumpen zeigt die Jahresarbeitszahl, wie viel Wärme aus eingesetztem Strom entsteht. Eine passende Planung, guter Wärmeschutz und eine Flächenheizung begünstigen effizienten Betrieb; normale Heizkörper schließen eine Wärmepumpe nicht aus.

Heizkosten senken Sie am besten mit Maßnahmen, die zu Ihrer Heizungsanlage passen. Bei gluckernden oder nicht richtig warm werdenden Heizkörpern kann Entlüften helfen; bei Wärmepumpen geben Planung und Jahresarbeitszahl Hinweise auf die Effizienz.

Welche Schritte Sie selbst ausführen dürfen und wann Fachwissen gefragt ist, hängt von der Maßnahme ab.

Sicherheit geht vor

Beim Entlüften kann heißes Heizwasser aus dem Ventil spritzen und Verbrühungen verursachen. Arbeiten am geöffneten Heizgerät sowie Eingriffe an Elektrik oder Trinkwasserinstallation übernimmt der Fachbetrieb.

Welche Maßnahmen helfen, Heizkosten zu senken?

Prüfen Sie zuerst, ob ein konkretes Problem vorliegt. Gluckernde Heizkörper oder Heizkörper, die nicht richtig warm werden, können laut Buderus-Anleitung zum Entlüften auf Luft im geschlossenen Heizsystem hindeuten. In diesem Fall beschreibt Buderus das Entlüften als Maßnahme, die Sie als Hausbesitzer selbst ausführen können.

Bei einer Wärmepumpe kommt es auf die Effizienz der Anlage und die Bedingungen im Haus an. Die Verbraucherzentrale nennt guten Wärmeschutz und eine Flächenheizung, etwa eine Fußbodenheizung, als günstige Voraussetzungen. Normale Heizkörper schließen eine Wärmepumpe laut Verbraucherzentrale nicht aus.

Für weitere Anregungen lesen Sie auch Heizung effizient einstellen und Energie sparen und Heizung optimieren: Diese Maßnahmen sparen Energie. Welche Einstellung sinnvoll ist, hängt von Ihrer Anlage ab.

MaßnahmeWann sie passtWas dabei zählt
Heizkörper entlüftenBei Gluckern oder unzureichender WärmeUmwälzpumpe ausschalten, etwa eine halbe Stunde warten und von den unteren zu den oberen Stockwerken vorgehen.
Wärmepumpeneffizienz einordnenBei einer WärmepumpeDie Jahresarbeitszahl setzt erzeugte Wärme ins Verhältnis zum eingesetzten Strom.
Wärmepumpe passend planenBei der Auswahl oder Planung des HeizsystemsWärmeschutz, Heizflächen und Wärmequelle beeinflussen, welches System zum Haus passt.

Wann sollten Sie die Heizung entlüften?

Wenn ein Heizkörper gluckert oder nicht richtig warm wird, kann Luft im geschlossenen Heizsystem die Ursache sein. Buderus empfiehlt, die Entlüftung im Haus von unten nach oben durchzuführen, weil Luft im System nach oben steigt.

Zum Bereitlegen nennt Buderus einen Entlüftungsschlüssel, ein Gefäß zum Auffangen des Wassers und einen Putzlappen. Das Wasser kann heiß sein. Halten Sie deshalb das Gefäß bereit und wischen Sie ausgetretenes Heizwasser auf.

Ist ein Heizkörper nach dem Entlüften weiterhin kalt, nennt Buderus einen möglicherweise festsitzenden Ventilstift als Ursache. Wenn das Problem bleibt, lassen Sie die Anlage durch einen Heizungsinstallateur prüfen.

Wie entlüften Sie einen Heizkörper?

Buderus beschreibt die Entlüftung als selbst ausführbare Maßnahme für Hausbesitzer. Halten Sie sich an die folgenden Schritte der Anleitung:

  1. Legen Sie Entlüftungsschlüssel, Auffanggefäß und Putzlappen bereit.
  2. Schalten Sie als Hausbesitzer die Umwälzpumpe aus und warten Sie etwa eine halbe Stunde.
  3. Drehen Sie die Heizregler am Heizkörper voll auf.
  4. Beginnen Sie im untersten Stockwerk und arbeiten Sie sich zu den oberen Stockwerken vor.

Die vollständige Schritt-für-Schritt-Anleitung finden Sie bei Buderus: Heizung entlüften. Beachten Sie dabei den Hinweis auf heißes Wasser, das beim Entlüften aus dem Ventil spritzen kann.

Wichtiger Hinweis

Ein gluckernder Heizkörper ist ein Anlass, die Entlüftung zu prüfen. Entlüften Sie nicht am geöffneten Heizgerät; bei anhaltenden Problemen übernimmt die Prüfung der Heizungsinstallateur.

Was sagt die Jahresarbeitszahl über den Energieverbrauch aus?

Die Jahresarbeitszahl, kurz JAZ, gibt an, wie viele Einheiten Wärme eine Wärmepumpe im Jahresdurchschnitt aus einer Einheit Strom erzeugt. Eine JAZ von 4 bedeutet laut Verbraucherzentrale, dass aus 1 kWh Strom im Jahresschnitt 4 kWh Wärme entstehen. Eine hohe JAZ weist auf eine effiziente Wärmepumpe hin.

„Die Jahresarbeitszahl verbindet den Stromaufwand mit der erzeugten Wärme.“

— insani24 Fachredaktion

Für eine grobe Schätzung des Wärmepumpenstroms können Sie laut Verbraucherzentrale Ihren bisherigen Heizenergieverbrauch in Kilowattstunden durch eine erwartete JAZ teilen. Die Verbraucherzentrale nennt eine JAZ von 3 als Beispiel. Das Ergebnis ist eine Orientierung zum Stromverbrauch, keine Aussage über die Heizkosten allein, denn Stromtarife unterscheiden sich.

Profi-Tipp

Vergleichen Sie bei Wärmepumpen die erzeugte Wärme mit dem dafür eingesetzten Strom. Die JAZ hilft, diese beiden Größen im Jahresdurchschnitt einzuordnen.

Weitere Hinweise zum Heizen im Haus finden Sie im Ratgeber Heizkosten senken: So sparen Sie Energie im Haus. Bei einer Ölheizung kann ein Tankinhaltsanzeiger den Heizölbestand anzeigen; er ersetzt nicht die Bewertung der Effizienz der Heizungsanlage.

Wann ist Fachplanung für eine Wärmepumpe sinnvoll?

Welche Wärmepumpe passt, hängt laut Verbraucherzentrale von den individuellen Gegebenheiten des Hauses ab. Guter Wärmeschutz und eine Flächenheizung können die Effizienz begünstigen, während normale Heizkörper kein grundsätzliches Hindernis sind. Die richtige Planung steigert die Effizienz der Anlage.

Die Wärmequelle beeinflusst ebenfalls die Auswahl: Luft-Wasser-Wärmepumpen nutzen Außenluft, Erdwärmepumpen das Erdreich und Grundwasserwärmepumpen das Grundwasser. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, sich ausführlich beraten zu lassen, wenn Sie das passende System für Ihr Haus bestimmen möchten. Weitere Informationen enthält der Beitrag Wärmepumpe: Alles, was Sie wissen müssen.

Häufige Fragen

Wann sollte ich meine Heizung entlüften?

Entlüften kommt laut Buderus infrage, wenn Heizkörper gluckern oder nicht richtig warm werden. Luft kann sich im geschlossenen Heizsystem befinden. Bleibt ein Heizkörper danach kalt, nennt Buderus einen möglicherweise festsitzenden Ventilstift als Ursache. Wenn das Problem bestehen bleibt, lassen Sie die Heizung durch einen Heizungsinstallateur prüfen.

Was brauche ich zum Entlüften eines Heizkörpers?

Buderus nennt einen Entlüftungsschlüssel, ein Gefäß zum Auffangen des Wassers und einen Putzlappen. Hausbesitzer schalten zunächst die Umwälzpumpe aus, warten etwa eine halbe Stunde und drehen die Heizregler voll auf. Entlüftet wird von den unteren zu den oberen Stockwerken. Am Ventil kann heißes Wasser austreten.

Warum entlüftet man die Heizung von unten nach oben?

Buderus empfiehlt die Reihenfolge von unten nach oben, weil Luft in geschlossenen Heizsystemen nach oben steigt. Beginnen Sie deshalb im untersten Stockwerk und arbeiten Sie sich zu den höheren Etagen vor. So folgt die Entlüftung dem Weg, den angesammelte Luft im System nimmt.

Was bedeutet die Jahresarbeitszahl einer Wärmepumpe?

Die Jahresarbeitszahl gibt an, wie viele Einheiten Wärme eine Wärmepumpe im Jahresdurchschnitt aus einer Einheit Strom erzeugt. Eine JAZ von 4 bedeutet laut Verbraucherzentrale: Aus 1 kWh Strom entstehen im Jahresschnitt 4 kWh Wärme. Eine hohe JAZ weist auf eine hohe Effizienz hin.

Funktioniert eine Wärmepumpe auch mit normalen Heizkörpern?

Eine Wärmepumpe ist laut Verbraucherzentrale in den meisten Häusern möglich. Guter Wärmeschutz und eine Flächenheizung, etwa eine Fußbodenheizung, bieten günstige Bedingungen. Normale Heizkörper sind kein Ausschlussgrund. Welche Anlage passt, hängt von den individuellen Gegebenheiten des Hauses ab und sollte passend geplant werden.

Quellen