Heizkosten senken: So sparen Sie Energie im Haus
Welche Maßnahmen zu Ihrem Haus und Ihrer Heizung passen, hängt vom Wärmebedarf und der Anlage ab.

Kurz erklärt: Um Heizkosten zu senken, prüfen Sie zuerst Wärmebedarf und Anlagenbetrieb. Die Verbraucherzentrale nennt für effiziente Wärmepumpen Vorlauftemperaturen zwischen 30 und 50 °C, passende Dimensionierung und guten Wärmeschutz. Gluckernde oder nicht richtig warme Heizkörper können laut Buderus auf Luft hindeuten; Betreiber können sie nach der Anleitung selbst entlüften.
Heizkosten hängen unter anderem davon ab, wie viel Wärme Ihr Haus benötigt und wie Ihre Heizung ausgelegt ist. Mit einer passenden Energiebilanz erkennen Sie, ob Wärmeschutz, Heizungsbetrieb oder eine technische Anpassung näher geprüft werden sollten.
Bei gluckernden Heizkörpern kann außerdem Luft im Heizsystem eine Ursache sein.
Sicherheit geht vor
Beim Entlüften kann heißes Wasser aus dem Ventil spritzen und Verbrühungen verursachen. Arbeiten an der Heizung, an Druckteilen, an Gas, Abgas, Elektrik, der Trinkwasser-Installation oder am geöffneten Gerät übernimmt der Fachbetrieb. Bei Gasgeruch betätigen Sie keine Schalter, öffnen Sie Fenster, verlassen Sie das Haus und rufen Sie von draußen den Notdienst des Gasversorgers an.
Wie senken Sie Heizkosten, ohne vorschnell die Heizung zu tauschen?
Beginnen Sie mit dem Wärmebedarf Ihres Hauses. Laut Verbraucherzentrale verringert guter Wärmeschutz den Wärmeverlust des Gebäudes. Dadurch kann eine Wärmepumpe kleiner ausfallen. Eine energetische Sanierung ist oft sinnvoll, aber nicht in jedem Fall zwingend.
Lassen Sie sich vor einem Heizungsauftrag zur Energiebilanz Ihres Hauses beraten. So können Sie klären, welche Maßnahmen zu Gebäude und Anlage passen. Mehr zum Einschätzen von Wärmeverlusten finden Sie im Ratgeber Dämmung berechnen: Wärmeverluste und Heizbedarf einschätzen.
Welche Vorlauftemperatur hilft einer Wärmepumpe?
Wärmepumpen arbeiten laut Verbraucherzentrale am effizientesten mit niedrigen Vorlauftemperaturen zwischen 30 und 50 °C. Je niedriger die benötigte Temperatur, desto besser. Fußbodenheizungen und große Heizkörper eignen sich dafür besonders.
Auch die Dimensionierung muss zum tatsächlichen Heizbedarf passen. Eine zu kleine Wärmepumpe heizt das Haus nicht ausreichend; eine zu große kann schneller kaputtgehen. Die folgende Übersicht fasst die genannten Prüfpunkte zusammen.
| Prüfpunkt | Angabe der Verbraucherzentrale | Was zu klären ist |
|---|---|---|
| Vorlauftemperatur | 30 bis 50 °C; niedriger ist besser | Welche Temperatur benötigt das Heizsystem? |
| Heizflächen | Fußbodenheizung oder große Heizkörper sind ideal | Welche Heizflächen sind im Haus vorhanden? |
| Dimensionierung | Die Wärmepumpe soll zum tatsächlichen Heizbedarf passen | Wie hoch ist der Heizbedarf des Gebäudes? |
| Wärmeschutz | Weniger Wärmeverlust kann eine kleinere Wärmepumpe ermöglichen | Welche Wärmeverluste sind zu berücksichtigen? |
„Je niedriger die benötigte Vorlauftemperatur, desto besser.“
Mehr zu passenden Einstellungen beschreibt der Ratgeber Wärmepumpe einstellen: effizient heizen und Strom sparen.
Wann sollten Sie Heizkörper entlüften?
Gluckernde Heizkörper oder Heizkörper, die nicht richtig warm werden, können laut Buderus auf Luft im geschlossenen Heizsystem hindeuten. Buderus erklärt das Entlüften als Arbeit, die Hausbesitzer selbst ausführen können. Bereiten Sie dafür diese Dinge vor:
- einen Entlüftungsschlüssel
- ein Gefäß zum Auffangen des Wassers
- einen Putzlappen
Arbeiten Sie laut Buderus-Anleitung von den unteren Stockwerken nach oben. Als Hausbesitzer schalten Sie zunächst die Umwälzpumpe aus und warten etwa eine halbe Stunde. Drehen Sie anschließend die Heizregler am Heizkörper voll auf.
Buderus weist darauf hin, dass heißes Wasser aus dem Ventil spritzen kann. Folgen Sie für die weiteren Schritte der vollständigen Anleitung. Bleibt ein Heizkörper danach kalt, übernimmt die weitere Prüfung der Fachbetrieb. Weitere Hinweise zum Einstellen der Heizung finden Sie unter Heizung effizient einstellen und Energie sparen.
Welche Heizungsbauteile sollte der Fachbetrieb prüfen?
Bei einer Wärmepumpe sind die Abstimmung auf den Heizbedarf und die vorhandenen Heizflächen wichtige Planungspunkte. Je nach Anlagenaufbau können auch Regelung und Heizungsarmaturen eine Rolle spielen. Die folgenden Produktbezeichnungen nennen Beispiele für Heizungsbauteile und ersetzen keine Prüfung der passenden Ausführung.
Im Sortiment finden Sie einen witterungsgeführten Mehrkreisregler sowie Heizungs-Kugelhähne in den Nennweiten DN 25 und DN 40:
Ob eines dieser Bauteile zur Anlage passt, beurteilt der Fachbetrieb anhand des vorhandenen Systems. Ein einzelnes Bauteil ist für sich genommen keine Zusage, dass der Energieverbrauch sinkt.
Wichtiger Hinweis
Eine Wärmepumpe muss zum tatsächlichen Heizbedarf passen. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass ein zu kleines Gerät nicht ausreichend heizt und ein zu großes schneller kaputtgehen kann. Lassen Sie die Energiebilanz und Dimensionierung deshalb vor dem Heizungsauftrag beraten.
Wie erkennen Sie, ob eine Wärmepumpe effizient arbeitet?
Ein Wärmemengenzähler zeigt, wie viel Wärme die Anlage erzeugt hat. Teilen Sie diesen Wert durch den Stromverbrauch, erhalten Sie laut Verbraucherzentrale die tatsächliche Jahresarbeitszahl, kurz JAZ. Damit lässt sich die erzeugte Wärme dem eingesetzten Strom gegenüberstellen.
Auch die Stromkosten hängen vom Verbrauch ab, der wiederum von der Effizienz der Anlage, dem energetischen Zustand des Gebäudes und den Außentemperaturen beeinflusst wird. Ein Pufferspeicher kann Wärme zwischenspeichern und laut Verbraucherzentrale die Lebensdauer der Wärmepumpe erhöhen.
Viele Energieversorger bieten spezielle Wärmepumpen-Stromtarife an, die günstiger sein können. Dafür benötigt die Wärmepumpe einen eigenen Stromzähler. Vergleichen Sie bei Tarifen Arbeitspreis und monatlichen Grundpreis.
Eine Photovoltaikanlage kann einen Teil des Stroms für die Wärmepumpe liefern. Der Solarertrag im Winter reicht laut Verbraucherzentrale jedoch nicht aus, um die Heizung vollständig zu betreiben.
Profi-Tipp
Wenn Sie die Effizienz der Wärmepumpe nachvollziehen möchten, vergleichen Sie die vom Wärmemengenzähler angezeigte Wärmeerzeugung mit dem Stromverbrauch. Die Verbraucherzentrale beschreibt das Verhältnis als Grundlage für die tatsächliche JAZ.
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Häufige Fragen
Was kann ich zuerst prüfen, wenn ich Heizkosten senken möchte?
Prüfen Sie zuerst den Wärmebedarf des Hauses und die Auslegung der Heizung. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, sich vor einem Heizungsauftrag zur Energiebilanz beraten zu lassen. Guter Wärmeschutz verringert Wärmeverluste und kann dazu beitragen, dass eine Wärmepumpe kleiner ausgelegt werden kann.
Kann ich meine Heizung selbst entlüften?
Buderus beschreibt das Entlüften als Arbeit, die Hausbesitzer selbst ausführen können. Bereiten Sie Entlüftungsschlüssel, Auffanggefäß und Putzlappen vor. Schalten Sie laut Anleitung zunächst die Umwälzpumpe aus, warten Sie etwa eine halbe Stunde und drehen Sie anschließend die Heizregler voll auf. Heißes Wasser kann austreten.
Welche Vorlauftemperatur ist für eine Wärmepumpe sinnvoll?
Die Verbraucherzentrale nennt für effizienten Wärmepumpenbetrieb niedrige Vorlauftemperaturen zwischen 30 und 50 °C. Je niedriger die erforderliche Temperatur, desto besser. Fußbodenheizungen und große Heizkörper eignen sich laut Verbraucherzentrale besonders für diesen Betrieb.
Wie kann ich die Effizienz meiner Wärmepumpe nachvollziehen?
Ein Wärmemengenzähler zeigt die erzeugte Wärme. Teilen Sie diesen Wert durch den Stromverbrauch, erhalten Sie laut Verbraucherzentrale die tatsächliche Jahresarbeitszahl, kurz JAZ. Damit können Sie Wärmeproduktion und Stromverbrauch der Anlage gegenüberstellen.
Hilft eine Photovoltaikanlage beim Senken der Heizkosten?
Eine Photovoltaikanlage kann laut Verbraucherzentrale einen Teil des Stroms für die Wärmepumpe bereitstellen. Der Solarertrag im Winter reicht jedoch nicht aus, um die Heizung vollständig zu betreiben. Wie viel Strom die Anlage liefert, hängt deshalb auch von der Jahreszeit ab.
Quellen
Wichtiger Hinweis zu Haftung und Sicherheit
- Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information. Er ist keine Reparatur- oder Montageanleitung und ersetzt weder die Anleitung des Herstellers noch die Prüfung durch einen Fachbetrieb. Herstellerangaben haben immer Vorrang.
- Arbeiten an Gasanlagen dürfen nur der Netzbetreiber oder ein in ein Installateurverzeichnis eingetragenes Installationsunternehmen ausführen (§ 13 NDAV). Dasselbe gilt für elektrische Anlagen (§ 13 NAV). Errichtung und wesentliche Veränderungen der Trinkwasseranlage sind dem Wasserversorger oder einem eingetragenen Installationsunternehmen vorbehalten (§ 12 AVBWasserV).
- Wer Arbeiten selbst ausführt, handelt auf eigene Verantwortung. Für Schäden, die durch eigene Reparatur-, Wartungs- oder Einbauarbeiten entstehen, übernimmt die HAJUS AG keine Haftung. Dies gilt nicht bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit sowie bei Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit; insoweit haften wir nach den gesetzlichen Vorschriften.
- Wir erstellen die Inhalte sorgfältig nach den angegebenen Herstellerquellen, können aber keine Gewähr dafür übernehmen, dass sie für Ihr Gerät, Ihre Baureihe und Ihre Anlage vollständig und aktuell sind.
- Der Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und automatisch geprüft; die redaktionelle Verantwortung trägt die HAJUS AG (So entstehen unsere Ratgeber). Bilder sind KI-generierte Symbolbilder.
- Genannte Marken sind Eigentum ihrer Inhaber und dienen nur der Beschreibung. insani24 ist kein Kundendienst der genannten Hersteller.
- Bei Gasgeruch: keine elektrischen Schalter betätigen, kein offenes Feuer, Fenster öffnen, Gebäude verlassen und von draußen den Notdienst des Gasversorgers anrufen.



