Heizung

Günstigste Heizung: Kosten und Verbrauch vergleichen

Ein fairer Heizungsvergleich berücksichtigt Investition, Verbrauch, Wartung und die Vorgaben für Ihr Gebäude.

Heizungsanlage mit Rohrleitungen und Wandregler
Symbolbild, KI-generiert

Kurz erklärt: Welche Heizung am günstigsten ist, lässt sich nicht allein am Gerätetyp ablesen. Vergleichen Sie Anschaffung und Einbau, den angesetzten Energieverbrauch, Wartung sowie die Vorgaben für Ihr Gebäude. Die Verbraucherzentrale nennt unterschiedliche Wartungskosten je nach Heizungsart und führt Wärmepumpen im Vergleich zu Holzpellets-Zentralheizungen als günstiger zu warten an.

Die günstigste Heizung erkennen Sie nicht allein am Kaufpreis. Vergleichen Sie die Kostenpositionen und Verbrauchsannahmen im Angebot und beziehen Sie ein, welche Vorgaben für Ihr Gebäude gelten.

Sicherheit geht vor

Arbeiten an Heizungen können Gefahren durch Gas, Abgase, Strom, Druck und heißes Wasser mit sich bringen. Bei Gasgeruch betätigen Sie keine Schalter, öffnen Sie die Fenster, verlassen Sie das Haus und rufen Sie von draußen den Notdienst Ihres Gasversorgers an. Arbeiten an Gas, Abgas, Elektrik, Trinkwasser-Installation und am geöffneten Gerät übernimmt der Fachbetrieb.

Welche Heizung ist am günstigsten?

Ein Gerätetyp allein beantwortet die Kostenfrage nicht. Für einen Vergleich zählen neben Anschaffung und Einbau auch der angesetzte Energieverbrauch, die Wartung und die Anforderungen, die für das Gebäude gelten.

Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass Wartungskosten je nach Art der Heizungsanlage variieren. Als Beispiel nennt sie eine Wärmepumpe, deren Wartung günstiger ist als die einer Holzpellets-Zentralheizung. Dieser Vergleich betrifft die Wartung und entscheidet nicht allein über die Gesamtkosten.

„Vergleichen Sie alle Kostenpositionen über dieselbe Grundlage.“

— insani24 Fachredaktion

Eine Übersicht zu den Heizsystemen finden Sie im Ratgeber Heizung kaufen: Systeme und Auswahlkriterien. Für die Planung des Heizsystems ist außerdem die Heizlastberechnung ein passender nächster Schritt.

Welche Kosten gehören in den Heizungsvergleich?

Bitten Sie darum, die einzelnen Positionen im Angebot nachvollziehbar aufzuführen. So können Sie unterschiedliche Angebote entlang derselben Punkte vergleichen, statt nur die angebotenen Heizungen nebeneinanderzustellen.

VergleichspunktWas Sie gegenüberstellenBelegter Bezug
Anschaffung und EinbauDie angebotenen Arbeiten und Komponenten sowie die jeweilige GesamtsummeDie Verbraucherzentrale empfiehlt, mehrere Angebote einzuholen und Leistungen und Preise zu vergleichen.
VerbrauchDie angesetzte Energiemenge, die Kostenannahmen und die enthaltenen AnwendungenDas GModG berücksichtigt Raumheizung und Warmwasser sowie den Strombedarf von Heizungsgeräten.
WartungDie aufgeführten Wartungsleistungen und ihre KostenDie Verbraucherzentrale nennt Unterschiede je nach Art der Heizungsanlage.
Gesetzliche AnforderungenDie Vorgaben, die für Gebäude und Heiztechnik berücksichtigt werdenDas GModG enthält Anforderungen an Heizungstechnik und Wärmedämmstandard.

Die Vergleichspunkte zeigen, ob Angebote dieselbe Leistung und denselben Verbrauchsumfang ansetzen. Fragen Sie nach, wenn eine Position oder Annahme nicht erklärt ist.

Wie vergleichen Sie den Heizungsverbrauch?

Das GModG bezieht für den Energiehaushalt eines Gebäudes mehrere Bereiche ein. Dazu zählen Raumheizung und Kühlung, Warmwasser, Lüftungsanlagen und der Strom, den Geräte wie Heizungspumpen, Heizkessel und Regler im Betrieb benötigen.

Prüfen Sie deshalb bei jedem Angebot, welche dieser Bereiche die Verbrauchsannahme umfasst. Eine Angabe zur Raumwärme lässt sich nicht unmittelbar mit einer Angabe vergleichen, die zusätzlich Warmwasser oder den Strombedarf der Anlagentechnik einschließt.

  • Lassen Sie die zugrunde gelegte Energiemenge und die Kostenannahmen erläutern.
  • Stellen Sie sicher, dass Sie für alle Angebote dieselben Anwendungen und einen vergleichbaren Zeitraum gegenüberstellen.
  • Halten Sie offene Punkte fest und bitten Sie den Anbieter um eine nachvollziehbare Ergänzung.

Auch bei bestehenden Anlagen zählt die Regelung zum Energiehaushalt des Gebäudes. Hinweise dazu finden Sie im Ratgeber Heizung effizient einstellen und Energie sparen.

Profi-Tipp

Erstellen Sie für jedes Angebot dieselbe Vergleichsliste: Anschaffung und Einbau, Verbrauchsannahmen, Wartung und gesetzliche Anforderungen. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, mehrere Angebote einzuholen und sowohl Leistungen als auch Preise zu vergleichen.

Welche Vorgaben gelten für neue Heizungen?

Das Gebäudemodernisierungsgesetz gilt laut Verbraucherzentrale seit dem 29. Juli 2026. Es enthält energetische Anforderungen an beheizte oder klimatisierte Gebäude, insbesondere an Heizungstechnik und Wärmedämmstandard.

Für neue Öl- oder Gasheizungen, die nach Inkrafttreten des Gesetzes eingebaut werden, nennt die Verbraucherzentrale eine weitere Vorgabe: Ab 2029 müssen sie mit einem Mindestanteil erneuerbarer Energie betrieben werden. Beziehen Sie diese Anforderung in die Beratung und den Vergleich ein, wenn ein solches System angeboten wird.

Wichtiger Hinweis

Prüfen Sie vor der Entscheidung, welche Anforderungen für Ihr Gebäude und die angebotene Heiztechnik gelten. Bei einer neuen Öl- oder Gasheizung nach Inkrafttreten des GModG ist insbesondere der Mindestanteil erneuerbarer Energie ab 2029 zu berücksichtigen.

Das GModG umfasst beim Energiehaushalt außerdem Warmwasser, Lüftung und den Strombedarf technischer Geräte. Deshalb sollte das Angebot erkennen lassen, welche dieser Punkte in der Planung berücksichtigt wurden.

Was können Sie selbst vergleichen?

Sie können mehrere Angebote einholen und die aufgeführten Leistungen und Preise gegenüberstellen. Diese Vorgehensweise empfiehlt die Verbraucherzentrale. Für die technische Beurteilung der Heizungsanlage und Arbeiten an ihr ist der Fachbetrieb zuständig.

Im Heizungsangebot können neben dem Wärmeerzeuger auch Komponenten wie eine Regelung, ein Pufferspeicher oder eine Heizungs-Enthärter-Station aufgeführt sein. Die folgenden Sortimentsbeispiele benennen solche Bauteile:

Fragen Sie, welche Funktion die aufgeführten Komponenten im konkreten Angebot haben und ob sie zur geplanten Anlage gehören. Für Wartungsfragen lesen Sie auch den Ratgeber Heizungswartung: Ablauf, Intervalle und Kosten.

Häufige Fragen

Welche Heizung hat die niedrigsten Wartungskosten?

Die Verbraucherzentrale nennt als Beispiel, dass die Wartung einer Wärmepumpe günstiger ist als die einer Holzpellets-Zentralheizung. Die Kosten variieren laut Checkliste je nach Art der Heizungsanlage. Für den Gesamtvergleich müssen Sie zusätzlich Anschaffung, Einbau, angesetzten Verbrauch und die Vorgaben für Ihr Gebäude berücksichtigen.

Wie kann ich Heizungsangebote sinnvoll vergleichen?

Holen Sie mehrere Angebote ein und vergleichen Sie sowohl die aufgeführten Leistungen als auch die Preise. Achten Sie darauf, ob Anschaffung, Einbau, Wartung und Verbrauchsannahmen enthalten und erläutert sind. Prüfen Sie außerdem, welche Anwendungen wie Warmwasser oder der Strombedarf von Heizungsgeräten in die Verbrauchsangabe einfließen.

Welche Verbrauchsbereiche berücksichtigt das GModG?

Die Verbraucherzentrale nennt Raumheizung und Kühlung, Warmwasser sowie den Betrieb von Lüftungsanlagen. Zum Energiehaushalt zählt außerdem der Strom, den Geräte wie Heizungspumpen, Heizkessel und Regler benötigen. Prüfen Sie bei einem Angebotsvergleich, welche dieser Bereiche in den Verbrauchsannahmen enthalten sind.

Was gilt für neue Öl- und Gasheizungen ab 2029?

Laut Verbraucherzentrale müssen neue Öl- oder Gasheizungen, die nach Inkrafttreten des GModG eingebaut wurden, ab 2029 mit einem Mindestanteil erneuerbarer Energie betrieben werden. Das GModG gilt laut dem Ratgeber seit dem 29. Juli 2026. Beziehen Sie diese Vorgabe in den Vergleich ein, wenn ein solches System angeboten wird.

Welche Teile einer Heizung darf ich selbst einbauen oder öffnen?

Arbeiten an Gas, Abgas, Elektrik, Trinkwasser-Installation und am geöffneten Gerät übernimmt der Fachbetrieb. Sie können Angebote einholen sowie Leistungen und Preise vergleichen, wie es die Verbraucherzentrale empfiehlt. Bei Gasgeruch betätigen Sie keine Schalter, öffnen Sie Fenster, verlassen Sie das Haus und rufen Sie draußen den Gasnotdienst an.

Quellen