Gasheizung austauschen: Welche Alternativen passen?
Vergleichen Sie die Heiztechnik anhand des Gebäudes, der Heizkörper und der geltenden Vorgaben.

Kurz erklärt: Welche Alternative passt, hängt unter anderem von der Dämmung, der Größe der Heizkörper und der benötigten Vorlauftemperatur ab. Laut Verbraucherzentrale macht eine zu hohe Heizungswassertemperatur auch Wärmepumpen ineffizient. Die GModG-Darstellung nennt außerdem Anforderungen für neue Heizungen und klimafreundliche Brennstoffe, wenn eine Gasheizung weiterläuft.
Wenn Sie eine Gasheizung austauschen, vergleichen Sie zuerst den Wärmebedarf Ihres Gebäudes und die dafür nötige Vorlauftemperatur. Laut Verbraucherzentrale hängen Heizkurve und Heizkörpertemperatur unter anderem von der Dämmung und der Größe der Heizkörper ab.
Für die Auswahl zählen außerdem die im GModG beschriebenen Anforderungen an neue Heizungen und an den Betrieb einer Gasheizung. Die folgenden Punkte helfen Ihnen, diese Fragen in die Planung einzubeziehen.
Sicherheit geht vor
Heizungswasser kann heiß sein und der Heizkreis steht unter Druck. Eingriffe können Verbrühungen oder Wasserschäden verursachen; Arbeiten an Gasanschluss, Abgasführung, Elektrik und am geöffneten Gerät bergen zusätzliche Gefahren. Ausbau und Anschluss übernimmt der Fachbetrieb.
Was sollten Sie vor dem Austausch vergleichen?
Ein Heizsystem muss zur Wärmeverteilung im Gebäude passen. Die Verbraucherzentrale nennt die Dämmung und die Größe der Heizkörper als wichtige Faktoren für die passende Heizkurve. Diese bestimmt, welche Vorlauftemperatur die Heizung bei einer bestimmten Außentemperatur erzeugt.
Für den Vergleich sind diese Angaben relevant:
- Gebäudedämmung: Gut gedämmte Häuser benötigen laut Verbraucherzentrale eher eine flache Heizkurve.
- Heizkörpergröße: Große Heizkörper können mit einer flacheren Kurve und niedrigeren Vorlauftemperaturen auskommen. Kleine Heizkörper in schlecht gedämmten Gebäuden benötigen eher eine steilere Kurve.
- Vorlauftemperatur: Zu hohe Temperaturen können Energie verschwenden und die Regelung der Thermostatventile verschlechtern.
- Heizungsregelung: Die Heizkurve legt fest, wie die Vorlauftemperatur auf die Außentemperatur reagiert. Häufig ist sie mit einem Zeitprogramm kombiniert.
- Gebäudegröße: Bei Gebäuden mit sechs oder mehr Wohnungen nennt die Verbraucherzentrale einen hydraulischen Abgleich als Anforderung beim Heizungstausch.
Für einen Überblick zur Planung im Bestand lesen Sie auch Heizung Altbau: Systeme und passende Planung. Weitere Auswahlkriterien finden Sie im Ratgeber Heizung kaufen: Systeme und Auswahlkriterien.
Welche Alternativen gibt es zur Gasheizung?
Als Heizungsalternative kommt unter anderem eine Wärmepumpe infrage. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass zu hohe Heizungswassertemperaturen Wärmepumpen ineffizient machen. Prüfen Sie deshalb bei der Planung, welche Vorlauftemperatur das Gebäude benötigt und wie die Heizkörper zur Dämmung passen.
Die GModG-Darstellung der Verbraucherzentrale nennt auch Wege, eine Gasheizung mit klimafreundlichen Brennstoffen weiterzubetreiben. Dazu gehören Biomethan und Wasserstoff. Solarthermie, ein Pellet-Heizkessel oder eine zusätzliche mechanische Lüftungsanlage werden als anteilig anrechenbare Ersatzmaßnahmen aufgeführt.
| Option | Was die Verbraucherzentrale dazu nennt | Worauf es beim Vergleich ankommt |
|---|---|---|
| Wärmepumpe | Zu hohe Heizungswassertemperaturen können die Effizienz mindern. | Dämmung, Heizkörpergröße und benötigte Vorlauftemperatur einbeziehen. |
| Gasheizung mit Biomethan oder Wasserstoff | Diese Brennstoffe werden für den weiteren Gasbetrieb genannt. | Die im GModG dargestellten zeitlichen Anteile berücksichtigen. |
| Solarthermie, Pellet-Heizkessel oder mechanische Lüftung | Diese Maßnahmen können anteilig angerechnet werden. | Ihre Rolle im Zusammenhang mit der Gasheizung klären. |
Die Unterschiede zwischen Gasheizung und Wärmepumpe erläutert auch der Beitrag Gasheizung oder Wärmepumpe: Unterschiede im Vergleich. Zur Auswahl einer Wärmepumpe finden Sie weitere Hinweise unter Wärmepumpe auswählen.

Welche Vorgaben gelten beim Einbau einer neuen Heizung?
In ihrer Darstellung des GModG nennt die Verbraucherzentrale mehrere Bedingungen für eine neue Heizung im bestehenden Gebäude. Die neue Heizung darf energetisch nicht schlechter sein als die alte. Eine Zentralheizung muss die Wärmezufuhr automatisch verringern können, wenn der Bedarf sinkt, etwa nachts oder im Frühling.
Für Gebäude mit sechs oder mehr Wohnungen nennt die Verbraucherzentrale einen hydraulischen Abgleich. Ist eine Heizung irreparabel beschädigt, beschreibt die Seite eine Übergangsfrist von zwölf Monaten, in der ein Ersatzgerät betrieben werden darf, das die dort genannten Auflagen nicht erfüllt.
Wichtiger Hinweis
Laut GModG-Darstellung müssen Betreiber einer Gasheizung künftig steigende Anteile klimafreundlicher Brennstoffe sicherstellen. Die genannten Anteile sind ab 2029 zehn Prozent, ab 2030 fünfzehn Prozent, ab 2035 dreißig Prozent, ab 2040 sechzig Prozent und ab 2045 einhundert Prozent. Ab 2045 dürfen Versorger laut dieser Darstellung nur noch Biomethan oder Wasserstoff verkaufen.
Die Details zum Gesetz fasst die Verbraucherzentrale im Beitrag zum Gebäudemodernisierungsgesetz zusammen. Lassen Sie die Vorgaben vor der Beauftragung auf Ihr Gebäude und das geplante Heizsystem beziehen.
Warum sind Heizkurve und hydraulischer Abgleich wichtig?
Beim hydraulischen Abgleich wird ermittelt, welche Wassermenge die einzelnen Heizkörper für den Wärmebedarf benötigen. Dabei können vorhandene Thermostatventile voreingestellt oder passende selbstregulierende Ventile eingebaut werden. Auch die Heizungspumpe wird eingestellt und die Heizkurve angepasst.
Eine zu flache Heizkurve kann dazu führen, dass Räume nicht ausreichend warm werden. Eine zu steile Kurve verbraucht laut Verbraucherzentrale unnötig Energie und kann die Regelung durch Thermostatventile verschlechtern. Die passende Einstellung hängt davon ab, wie Dämmung und Heizkörper zusammenwirken.
„Die passende Heizkurve richtet sich nach Dämmung und Heizkörpern.“
Profi-Tipp
Beziehen Sie die Heizkurve früh in den Vergleich ein. Die Vorlauftemperatur beeinflusst, wie die Heizkörper Wärme abgeben, und laut Verbraucherzentrale können zu hohe Temperaturen auch Wärmepumpen ineffizient machen.
Zum Abschluss des hydraulischen Abgleichs gehören eine Funktionsprüfung und eine Dokumentation der Einstellwerte. Der Abgleich selbst erfordert laut Verbraucherzentrale spezialisierte Berechnungssoftware und Fachkenntnisse aus dem Heizungsbau.
Was dürfen Sie nach dem Abgleich selbst prüfen?
Den hydraulischen Abgleich führen Sie nicht selbst durch. Die Verbraucherzentrale erlaubt Betreiberinnen und Betreibern aber, anschließend die Dokumentation zu prüfen und die Ventileinstellungen zu kontrollieren, ohne sie zu verändern.
Bei Problemen sollen Sie den Fachbetrieb umgehend informieren. Sie können sich außerdem die Heizkurve erklären lassen. Ändern Sie die Ventileinstellungen nicht eigenständig.
Die Hinweise zum Prüfen nach dem Abgleich stehen im Beitrag Hydraulischer Abgleich: So wird Ihre Heizung effizienter.
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Häufige Fragen
Welche Alternative zur Gasheizung eignet sich für ein gut gedämmtes Haus?
Laut Verbraucherzentrale benötigen gut gedämmte Häuser mit großen Heizkörpern eine flachere Heizkurve mit niedrigeren Vorlauftemperaturen. Das ist ein wichtiger Prüfpunkt, wenn Sie eine Wärmepumpe vergleichen, denn zu hohe Heizungswassertemperaturen können sie ineffizient machen. Die passende Heizkurve hängt auch von den Heizkörpern ab.
Kann ich meine Gasheizung mit Biomethan weiterbetreiben?
Die Verbraucherzentrale nennt Biomethan als klimafreundlichen Brennstoff für den weiteren Gasbetrieb. Laut ihrer GModG-Darstellung müssen Betreiber steigende Anteile sicherstellen: zehn Prozent ab 2029, fünfzehn Prozent ab 2030, dreißig Prozent ab 2035, sechzig Prozent ab 2040 und einhundert Prozent ab 2045.
Welche Rolle spielt die Heizkurve beim Austausch der Heizung?
Die Heizkurve legt fest, welche Vorlauftemperatur die Heizung abhängig von der Außentemperatur erzeugt. Ihre passende Einstellung hängt laut Verbraucherzentrale von Dämmung und Heizkörpergröße ab. Eine zu flache Kurve kann Räume unzureichend erwärmen; eine zu steile Kurve kann Energie verschwenden und die Regelung der Thermostatventile verschlechtern.
Muss beim Einbau einer neuen Heizung ein hydraulischer Abgleich erfolgen?
In ihrer GModG-Darstellung nennt die Verbraucherzentrale den hydraulischen Abgleich für Gebäude mit sechs oder mehr Wohnungen. Der Abgleich selbst erfordert laut Verbraucherzentrale spezialisierte Berechnungssoftware und fundierte Kenntnisse der Heizungstechnik. Er wird von Fachkräften aus dem Heizungsbau durchgeführt.
Was darf ich nach einem hydraulischen Abgleich selbst prüfen?
Laut Verbraucherzentrale dürfen Sie die Dokumentation nach der Durchführung prüfen und die Ventileinstellungen kontrollieren, ohne sie zu verändern. Bei Problemen informieren Sie den Fachbetrieb umgehend. Sie können sich auch die Heizkurve erklären lassen. Den hydraulischen Abgleich selbst führen Sie nicht eigenständig durch.
Quellen
Wichtiger Hinweis zu Haftung und Sicherheit
- Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information. Er ist keine Reparatur- oder Montageanleitung und ersetzt weder die Anleitung des Herstellers noch die Prüfung durch einen Fachbetrieb. Herstellerangaben haben immer Vorrang.
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- Bei Gasgeruch: keine elektrischen Schalter betätigen, kein offenes Feuer, Fenster öffnen, Gebäude verlassen und von draußen den Notdienst des Gasversorgers anrufen.



