Heizung

Fußbodenheizung im Tackersystem verlegen

Randdämmstreifen, Dämmung und Heizrohr im Nassestrich-Aufbau selbst verlegen – Anschluss und Druckprobe mit dem Fachbetrieb.

  • SchwierigkeitAnspruchsvoll
  • Dauer1–2 Tage
  • AusführungFür geübte Heimwerker
  • Sofort bestellbar0 von 3 Positionen

Beim Tackersystem liegen auf dem Rohboden Dämmplatten oder -rollen mit Folienkaschierung. Darauf wird das Heizrohr mit Tackernadeln befestigt und später mit Estrich überdeckt. Für Neubau und Sanierung mit ausreichender Aufbauhöhe ist das ein verbreitetes Verfahren. Die Planung mit Heizlast, Verlegeabstand und Kreislängen sollte vorher feststehen; ein Kreis wird meist auf etwa 100 bis 120 m begrenzt. Dieses Projekt beschreibt die Verlegearbeiten, die geübte Heimwerker übernehmen können. Den Anschluss am Verteiler, das Füllen, die Druckprüfung und das Aufheizen des Estrichs übernehmen Heizungsfachbetrieb und Estrichleger.

Materialliste

Wir haben je Position den passenden Artikel vorausgewählt – bevorzugt sofort lieferbare Ware aus unserem Lager. Unter „Alternativen“ können Sie tauschen.

Benötigtes Material

Optional Nicht vorausgewählt – je nach Situation sinnvoll.

Werkzeug Nur falls nicht vorhanden – nicht vorausgewählt.

0 Artikel 0,00 €
inkl. MwSt., zzgl. Versand · 3 Positionen derzeit nicht bestellbar

Außerdem bereitlegen

  • Cuttermesser
  • Maßband
  • Markierstift
  • Tacker-Setzgerät (Leihgerät)
  • Rohrabroller

Schritt für Schritt

  1. Planung klären

    Lassen Sie Heizlast und Verlegeabstand je Raum festlegen, in Randzonen und Bädern oft 10 cm, sonst 15 bis 20 cm. Zeichnen Sie einen Plan mit der Lage des Verteilers und der Aufteilung in Kreise, damit kein Kreis zu lang wird.

  2. Untergrund vorbereiten

    Der Rohboden muss eben, trocken und besenrein sein. Unebenheiten und Leitungen auf dem Boden werden mit einer Ausgleichsschicht oder Ausgleichsdämmung eingeebnet, bevor die Tackerdämmung kommt.

  3. Randdämmstreifen setzen

    Kleben Sie den Streifen lückenlos an alle Wände, Türzargen, Stützen und Rohre, die durch den Estrich führen. Die Folienlasche zeigt in den Raum und wird später über die Dämmung gelegt. Der Streifen reicht bis über die Oberkante des fertigen Belags.

  4. Tackerdämmung verlegen

    Platten oder Rollen im Verband dicht stoßen. Die Stöße der Folie mit dem Systemklebeband abkleben, damit kein Anmachwasser des Estrichs in die Dämmung läuft. Die Randstreifenlasche auf die Folie legen und verkleben.

  5. Heizrohr verlegen

    Vom Verteiler aus schneckenförmig oder mäanderförmig nach Plan verlegen und das Rohr etwa alle 50 cm, in Bögen enger, mit Tackernadeln fixieren. Mindestbiegeradius beachten und das Rohr nie knicken. Im Bereich von Bewegungsfugen das Rohr durch ein Schutzrohr führen. Jede Kreislänge notieren.

    Tipp: Arbeiten Sie mit einem Abroller; so verdreht sich das Rohr nicht und liegt flach auf der Dämmung.

  6. Anschluss und Druckprobe

    Der Fachbetrieb schließt die Kreise am Verteiler an, füllt und entlüftet sie und führt die Druckprüfung nach DIN EN 1264-4 mit Protokoll durch. Während des Estricheinbaus bleiben die Rohre unter Druck.

  7. Estrich und Aufheizen

    Der Estrichleger bringt den Estrich ein. Erst nach der vorgeschriebenen Liegezeit beginnt das Funktions- und Belegreifheizen nach Protokoll; danach wird der Bodenbelag verlegt.

Häufige Fragen

Wie lang darf ein Heizkreis sein?

Das hängt von Rohrdimension und Pumpe ab. Bei 16er-Rohr sind etwa 100 bis 120 m einschließlich Zuleitung üblich; die genaue Grenze nennt das Systemdatenblatt.

Kann ich Bauteile verschiedener Systeme mischen?

Besser nicht. Rohr, Dämmung und Befestigung sind aufeinander abgestimmt, Prüfnachweise und Verlegeanleitungen beziehen sich in der Regel auf das komplette System.

Quellen

  • Montage- und Bedienungsanleitung des jeweiligen Herstellers
  • DIN EN 1264: Raumflächenintegrierte Heiz- und Kühlsysteme mit Wasserdurchströmung
  • DIN 18560: Estriche im Bauwesen