Raumklima messen: Temperatur und Luftfeuchte richtig erfassen
- Leicht
- 15–30 Min.
- 3 Materialien
Feuchten Keller trocknen: Gerät passend wählen, richtig platzieren, Kondensat ableiten und die Luftfeuchte überwachen.
Muffiger Geruch, beschlagene Kaltwasserrohre, Stockflecken an Kartons: Im Keller liegt die relative Luftfeuchte im Sommer oft über 70 Prozent, weil warme Außenluft an den kühlen Wänden abkühlt und Feuchte abgibt. Ein Kondenstrockner entzieht der Luft Wasser und hält die Feuchte auf einem eingestellten Wert. Dieses Projekt erklärt, wie Sie zuerst die Ursache eingrenzen, die Gerätegröße abschätzen, das Gerät aufstellen und das Kondensat dauerhaft ableiten. Ein Luftentfeuchter ersetzt keine Sanierung: Bei aufsteigender Feuchte, nassen Wänden oder Wassereintritt nach Regen sind Bausachverständige oder Fachbetriebe gefragt.
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Stellen Sie ein Thermo-Hygrometer für mindestens eine Woche in die Raummitte und notieren Sie morgens und abends Temperatur und relative Luftfeuchte. Für Lagerräume sind 50 bis 60 Prozent ein guter Zielwert; über 70 Prozent steigt das Risiko für Schimmel und Rost.
Prüfen Sie, ob Wasser von außen eindringt, Rohre schwitzen oder tropfen, Wäsche im Keller trocknet oder im Sommer tagsüber gelüftet wird. Warme Sommerluft bringt mehr Feuchte hinein, als sie abführt. Lüften Sie den Keller deshalb nur, wenn die Außenluft kühler ist als die Kellerluft.
Maßgeblich ist die Entfeuchtungsleistung in Litern pro Tag bei Bedingungen, die Ihrem Keller ähneln, nicht der Höchstwert bei 30 Grad. In Kellern unter etwa 15 Grad braucht ein Kondenstrockner eine Abtauautomatik, sonst vereist der Verdampfer.
Stellen Sie den Entfeuchter waagerecht und mit mindestens 20 Zentimetern Abstand zu Wänden auf, damit Luft frei angesaugt und ausgeblasen werden kann. Schließen Sie Fenster und Türen zum Treppenhaus. Das Gerät direkt an eine Wandsteckdose anschließen, nicht an eine lange Kette von Verlängerungen.
Für den Dauerbetrieb führen Sie einen Schlauch mit Gefälle vom Ablaufstutzen in einen Bodenablauf, ein Ausgussbecken oder einen großen Behälter. Liegt der Ablauf höher, braucht das Gerät eine eingebaute Pumpe. Ohne Schlauch muss der Behälter täglich geleert werden.
Stellen Sie am Hygrostat einen Zielwert von etwa 55 Prozent ein. Das Gerät schaltet sich dann selbst ab und wieder an. Dauerbetrieb ohne Zielwert trocknet den Raum unnötig aus und belastet das Gerät.
Reinigen Sie den Luftfilter des Geräts etwa monatlich und den Kondensatbehälter bei jeder Leerung. Vergleichen Sie die Messwerte nach zwei Wochen mit Ihren Notizen; sinkt die Feuchte nicht, liegt die Ursache wahrscheinlich in der Bausubstanz.
Tipp: Kartons und Holz nicht direkt an Außenwände stellen; ein Abstand von einigen Zentimetern lässt Luft zirkulieren.
Für Lagerräume 50 bis 60 Prozent. Werte dauerhaft über 70 Prozent begünstigen Schimmel an Wänden und gelagerten Gegenständen.
Kondenstrockner arbeiten bei normalen Kellertemperaturen gut. In sehr kalten Räumen unter etwa zehn Grad behalten Adsorptionstrockner ihre Leistung besser, erwärmen den Raum dabei aber etwas.
Nur wenn die Außenluft kühler ist als der Keller, also meist nachts oder früh morgens. Warme Luft gibt an kalten Wänden Feuchte ab und macht den Keller nasser.