Heizungsrohre dämmen
- Leicht
- 1–4 Std.
- 3 Materialien
Tropfende Kaltwasserrohre im Keller und Schacht mit geschlossenzelliger Dämmung dicht ummanteln.
Im Sommer bilden sich an kalten Wasserrohren Tropfen, die auf den Boden fallen, Wände durchfeuchten und Rost an Stahlrohren fördern. Ursache ist warme, feuchte Raumluft, die am kalten Rohr kondensiert. Umgekehrt dürfen sich Kaltwasserleitungen neben Heizungsrohren oder in warmen Schächten nicht zu stark erwärmen – stehendes, warmes Kaltwasser ist hygienisch ungünstig. Eine geschlossenzellige Dämmung mit dicht verklebten Nähten löst beides. Dieses Projekt beschreibt das Dämmen frei zugänglicher Leitungen. Die Leitungen selbst werden dabei nicht verändert; Mindestdicken nennt DIN 1988-200.
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Verfolgen Sie die Kaltwasserleitungen und notieren Sie Rohrdurchmesser und Längen. Messen Sie den Außendurchmesser mit dem Zollstock oder einem Messschieber. Markieren Sie Stellen, an denen Kaltwasser neben Heizungs- oder Warmwasserrohren verläuft – dort ist Dämmung besonders wichtig.
Rohre mit einem Tuch abtrocknen, losen Rost und Staub entfernen. Dämmen Sie an heißen, schwülen Tagen am besten morgens, wenn die Rohre am trockensten sind. Auf nassen Rohren hält das Klebeband nicht.
Dämmschlauch mit einem scharfen Messer auf Länge schneiden. Geschlitzte Schläuche aufklappen und um das Rohr legen, ungeschlitzte vor der Montage längs aufschneiden. Die Dämmung soll eng anliegen, ohne gestaucht zu werden.
Längsnaht schließen und mit Klebeband überkleben, jeden Stoß zwischen zwei Stücken ebenfalls umwickeln. Schon kleine Lücken reichen, damit dort wieder Tropfen entstehen.
Tipp: An Schellen die Dämmung bis an die Schelle führen und den Übergang mit Band umwickeln.
Für Bögen die Dämmung keilförmig einschneiden oder fertige Bögen verwenden. Ventile und Zähleranschlüsse mit Wickelstreifen oder Dämmschalen umhüllen; Handrad, Entleerung und Zählerwerk bleiben bedienbar und ablesbar.
Prüfen Sie an einem warmen Tag, ob sich irgendwo noch Tropfen bilden. Feuchte Stellen deuten auf eine offene Naht oder einen Spalt hin – dort nachkleben. Bleibt der Raum sehr feucht, zusätzlich lüften oder entfeuchten.
Für Kaltwasser ist eine geschlossenzellige Dämmung mit dicht verklebten Nähten wichtig. Offene Nähte lassen feuchte Luft ans Rohr, dann tropft es unter der Dämmung.
DIN 1988-200 nennt Mindestdicken je nach Verlegesituation, etwa ob die Leitung frei im Raum oder neben warmen Leitungen liegt. Im Keller reichen oft 9 bis 13 mm.
Erst dämmen und lüften, dann trocknen lassen. Bleiben Flecken, kann die Ursache auch eine undichte Stelle oder aufsteigende Feuchte sein.