Heizung

Hydraulischer Abgleich: Ablauf und Material

Räume werden ungleich warm oder Ventile rauschen? So läuft ein hydraulischer Abgleich durch den Fachbetrieb ab.

  • SchwierigkeitAnspruchsvoll
  • Dauer (Fachbetrieb)1–2 Tage
  • AusführungNur durch einen Fachbetrieb
  • Sofort bestellbar0 von 1 Positionen

Beim hydraulischen Abgleich wird jedem Heizkörper genau die Wassermenge zugeteilt, die er für seinen Raum braucht. Grundlage ist eine Berechnung der Raumheizlast; danach werden die Thermostatventile voreingestellt, die Pumpe angepasst und die Heizkurve geprüft. Typische Anzeichen für einen fehlenden Abgleich sind ungleich warme Räume, Fließgeräusche und eine sehr hoch eingestellte Vorlauftemperatur. Ventile ohne Voreinstellung müssen dabei oft getauscht werden. Berechnung, Einstellung und Dokumentation übernimmt ein Heizungsfachbetrieb.

Materialliste

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Benötigtes Material

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So läuft der Auftrag ab

  1. Unterlagen vorbereiten

    Legen Sie Grundrisse mit Raumgrößen, Angaben zu Fenstern und Dämmung sowie Typ und Maße der Heizkörper bereit. Fotos der Ventile und der Heizungsanlage helfen bei der Planung.

  2. Bestandsaufnahme und Berechnung

    Der Fachbetrieb nimmt Heizkörper und Ventile auf, berechnet die Heizlast je Raum und ermittelt daraus Durchfluss und Voreinstellwert für jeden Heizkörper.

  3. Ventile ertüchtigen

    Ventile ohne Voreinstellung tauscht der Betrieb gegen voreinstellbare Unterteile oder Einsätze. Dafür werden einzelne Heizkörper oder Stränge abgesperrt und entleert.

  4. Einstellen

    Voreinstellung an jedem Ventil setzen, Pumpe auf die neue Förderhöhe einstellen und die Heizkurve des Wärmeerzeugers anpassen. Bei Bedarf werden zusätzlich Strangregulierventile oder Differenzdruckregler gesetzt, damit jeder Strang die geplante Wassermenge erhält.

  5. Dokumentation und Übergabe

    Sie erhalten ein Protokoll mit den Werten je Raum. Bewahren Sie es auf – es wird zum Beispiel für Förderanträge oder spätere Änderungen gebraucht. Ändern Sie die Werte später nicht ohne Rücksprache.

Häufige Fragen

Ist der hydraulische Abgleich Pflicht?

Nach Einbau einer neuen Heizungsanlage in Gebäuden mit mindestens sechs Wohnungen oder Nutzungseinheiten schreibt § 60c des Gebäudemodernisierungsgesetzes ihn vor. Ob weitere Pflichten für Sie gelten, klärt der Fachbetrieb.

Kann ich den Abgleich selbst machen?

Die Voreinstellung können Sie selbst drehen, die Werte dafür brauchen aber eine Berechnung. Ohne sie bleibt das Ergebnis Zufall.

Gibt es dafür Förderung?

Förderprogramme ändern sich häufig. Aktuelle Informationen geben das BAFA und die KfW.

Quellen