Wasser & Filter

Brunnenwasser filtern: Feinfilter hinter dem Hauswasserwerk

Sand und Schwebstoffe aus dem Wasser des Gartenbrunnens zurückhalten – Filter auswählen, einbauen und warten.

  • SchwierigkeitMittel
  • Dauer1–2 Std.
  • AusführungFür geübte Heimwerker
  • Material ca.147,29 €

Wasser aus einem Gartenbrunnen bringt oft Sand, Rost oder Schwebstoffe mit. Diese Partikel setzen Regner, Magnetventile und Tropfschläuche zu und belasten die Pumpe. Ein Feinfilter in der Druckleitung hinter dem Hauswasserwerk hält sie zurück. Ein Partikelfilter macht Brunnenwasser aber nicht zu Trinkwasser: Ob sich das Wasser für mehr als die Bewässerung eignet, zeigt nur eine Laboruntersuchung, und die Brunnenanlage bleibt von der Trinkwasser-Installation des Hauses vollständig getrennt. Dieses Projekt beschreibt den Filter im separaten Brunnenkreislauf.

Materialliste

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Benötigtes Material

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1 Artikel 147,29 €
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  • Gabelschlüssel
  • Gewindedichtband
  • Eimer
  • Tuch

Schritt für Schritt

  1. Wasser beurteilen

    Füllen Sie einen hellen Eimer mit Brunnenwasser und lassen Sie ihn eine Stunde stehen. Setzt sich Sand ab, hilft ein Feinfilter. Färbt sich das Wasser an der Luft bräunlich, ist gelöstes Eisen im Spiel; das hält ein einfacher Partikelfilter nur teilweise zurück.

  2. Einbauort festlegen

    Der Filter gehört auf die Druckseite hinter Pumpe und Druckkessel, vor die ersten Verbraucher. Wählen Sie einen frostfreien, gut zugänglichen Platz mit Raum unter der Filtertasse für den Kerzenwechsel. Absperrhähne vor und hinter dem Filter erleichtern die Wartung.

  3. Filter in den Brunnenkreislauf setzen

    Stecker der Pumpe ziehen und den Druck über eine Entnahmestelle ablassen. Den Filter in Flussrichtung (Pfeil am Gehäuse) mit passenden Verschraubungen in die Druckseite des Brunnenkreislaufs setzen und Gewinde eindichten. Den Filter mit einer Wandhalterung entlasten.

  4. In Betrieb nehmen

    Pumpe einstecken, Absperrhähne langsam öffnen und den Filter über eine Entnahmestelle entlüften, bis Wasser ohne Luft kommt. Alle Verbindungen auf Dichtheit prüfen und nach dem ersten Betriebstag nachkontrollieren.

  5. Filterkerze warten

    Lässt der Druck hinter dem Filter spürbar nach oder ist die Kerze sichtbar belegt, Pumpe ausstecken, absperren, Tasse abschrauben und die Kerze reinigen oder tauschen. Bei sehr sandigem Wasser hilft zusätzlich ein feinerer Saugkorb auf der Saugseite.

    Tipp: Notieren Sie die Wechseldaten; so erkennen Sie, ob sich die Wasserqualität im Brunnen verändert.

  6. Kennzeichnen und trennen

    Kennzeichnen Sie alle Zapfstellen des Brunnenkreislaufs mit „Kein Trinkwasser“. Prüfen Sie, dass weder Schläuche noch Kupplungen eine Verbindung zu Hausanschluss oder Außenwasserhahn herstellen können.

Häufige Fragen

Kann ich Brunnenwasser mit einem Filter trinkbar machen?

Ein Partikelfilter hält nur Feststoffe zurück. Ob Brunnenwasser Trinkwasserqualität hat, klärt eine Laboruntersuchung; zuständig für die Bewertung ist das Gesundheitsamt.

Warum setzt sich die Kerze so schnell zu?

Häufig hängt der Saugkorb zu tief und zieht Sand vom Brunnenboden an, oder Eisen fällt als Schlamm aus. Saugkorb höher hängen und das Wasser untersuchen lassen.

Quellen

  • DIN EN 1717: Schutz des Trinkwassers vor Verunreinigungen in Trinkwasser-Installationen
  • Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2023)
  • Montage- und Bedienungsanleitung des jeweiligen Herstellers