Wasser & Filter

Hauswasserwerk für Brunnen oder Zisterne installieren

Pumpe mit Druckkessel aufstellen, Saug- und Druckseite anschließen und für Garten oder Betriebswasser in Betrieb nehmen.

  • SchwierigkeitMittel
  • Dauer1,5–3 Std.
  • AusführungFür geübte Heimwerker
  • Sofort bestellbar0 von 1 Positionen

Ein Hauswasserwerk fördert Wasser aus Brunnen, Zisterne oder Regentonne und hält es über Druckschalter und Druckkessel bereit, etwa für die Gartenbewässerung. Wichtig ist eine klare Trennung: Das geförderte Wasser ist kein Trinkwasser, und die Anlage darf nicht mit der Trinkwasser-Installation verbunden werden. Vor dem Kauf zählen Saughöhe, Förderhöhe und benötigte Menge; bei mehr als etwa sieben bis acht Metern Saughöhe braucht es eine Tauch- oder Brunnenpumpe. Dieses Projekt zeigt Aufstellung und Anschluss eines Geräts mit Stecker an einer geeigneten Außen- oder Kellersteckdose.

Materialliste

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Benötigtes Material

  • Hauswasserwerk bzw. HauswasserautomatEmpfehlung
    Homa Hauswasserautomat HCE 71 für Haus und Garten
    Derzeit nicht bestellbar – bitte Alternative wählen
    Fördermenge und Förderhöhe nach Bedarf wählen; die maximale Saughöhe steht in den Produktdaten.
    337,84 €

Optional Nicht vorausgewählt – je nach Situation sinnvoll.

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inkl. MwSt., zzgl. Versand · 1 Position derzeit nicht bestellbar

Außerdem bereitlegen

  • Gabelschlüssel
  • Gewindedichtband
  • Reifendruckprüfer
  • Fahrradpumpe
  • Gummimatte

Schritt für Schritt

  1. Standort wählen

    Stellen Sie die Pumpe frostfrei, trocken und standsicher auf, möglichst nah an der Wasserquelle und höchstens so hoch über dem Wasserspiegel, wie es die Saughöhe erlaubt. Eine Gummimatte unter dem Gerät dämpft Schwingungen. Rundherum Platz für Befüllschraube und Druckkessel lassen.

  2. Saugleitung verlegen

    Führen Sie den Saugschlauch stetig steigend von der Wasserquelle zur Pumpe, ohne Hochpunkte, in denen sich Luft sammelt. Am Ende sitzt ein Fußventil mit Saugkorb, das einige Handbreit über dem Brunnen- bzw. Zisternenboden hängt. Alle Verbindungen müssen luftdicht sein.

  3. Druckseite anschließen

    Schließen Sie am Pumpenausgang einen druckfesten Schlauch oder ein Rohr mit Absperrhahn an. Entnahmestellen deutlich mit „Kein Trinkwasser“ kennzeichnen. Die Druckseite bleibt vollständig getrennt von allen Leitungen des Hauses.

  4. Pumpe und Saugleitung befüllen

    Öffnen Sie die Einfüllschraube und füllen Sie Pumpengehäuse und Saugleitung mit Wasser, bis es blasenfrei austritt. Schraube wieder dicht eindrehen. Ohne Füllung saugt die Pumpe nicht an und kann trocken laufen.

    Achtung: Die Pumpe niemals ohne Wasser im Gehäuse einschalten.

  5. Vordruck im Druckkessel prüfen

    Bei drucklosem Wasserteil prüfen Sie am Luftventil des Kessels den Vordruck mit einem Reifendruckprüfer. Er liegt meist etwas unter dem Einschaltdruck der Pumpe; den Sollwert nennt die Anleitung. Fehlende Luft mit einer Fahrradpumpe ergänzen.

  6. In Betrieb nehmen

    Öffnen Sie die Druckseite leicht und stecken Sie den Stecker in eine Steckdose mit Fehlerstrom-Schutzschalter. Die Pumpe saugt an; warten Sie, bis Wasser gleichmäßig und ohne Luft kommt. Dann den Absperrhahn schließen, die Pumpe schaltet nach Erreichen des Ausschaltdrucks ab.

  7. Schaltpunkte kontrollieren

    Zapfen Sie Wasser und beobachten Sie am Manometer, bei welchem Druck die Pumpe einschaltet und wann sie wieder abschaltet. Taktet sie bei geschlossener Entnahme, ist die Saug- oder Druckseite undicht oder der Kesselvordruck stimmt nicht.

Häufige Fragen

Hauswasserwerk oder Tauchpumpe?

Ein Hauswasserwerk steht trocken und saugt das Wasser an, das funktioniert bis etwa sieben bis acht Meter Saughöhe. Liegt der Wasserspiegel tiefer, ist eine Tauch- oder Brunnenpumpe nötig.

Warum schaltet die Pumpe ständig ein und aus?

Meist ist der Vordruck im Druckkessel zu niedrig oder irgendwo auf der Druckseite tropft es. Kesselvordruck prüfen und Verbindungen kontrollieren.

Quellen

  • Montage- und Bedienungsanleitung des jeweiligen Herstellers
  • DIN EN 1717: Schutz des Trinkwassers vor Verunreinigungen in Trinkwasser-Installationen
  • Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2023)