Solarthermie: Warmwasser und Heizung solar unterstützen
Erfahren Sie, wie Solarthermie in Heizungs- und Warmwassersysteme eingebunden wird und worauf Sie bei Planung und gesetzlichen Anforderungen achten sollten.

Kurz erklärt: Eine Solarthermieanlage nutzt Sonnenwärme, um die Warmwasserbereitung und je nach Einbindung auch die Heizung zu unterstützen. Laut Verbraucherzentrale kann der Anschluss bei einer Gasheizung anteilig als Ersatzmaßnahme zählen. Speicher, Wärmeerzeuger und Regelung müssen zusammenpassen; Arbeiten am Solarkreis und an der Trinkwasserinstallation gehören in Fachhände.
Solarthermie kann Warmwasser und Heizung mit Sonnenwärme unterstützen. Welche Funktion die Anlage übernimmt, hängt davon ab, wie sie in Wärmeerzeuger, Speicher und Regelung eingebunden wird. Hier erfahren Sie, was für Warmwasser, die gesetzlichen Anforderungen und die Auswahl passender Komponenten wichtig ist.
Sicherheit geht vor
Heißes Wasser kann Verbrühungen verursachen; im druckführenden Solarkreis besteht Gefahr durch austretende heiße Flüssigkeit. Öffnen oder verändern Sie die Anlage nicht selbst. Arbeiten an Heizung, Druck, Trinkwasserinstallation und Elektrik übernimmt der Fachbetrieb. Bei Gasgeruch: keine Schalter betätigen, Fenster öffnen, Haus verlassen und von draußen den Notdienst des Gasversorgers anrufen.
Wie kann Solarthermie Warmwasser und Heizung unterstützen?
Eine Solarthermieanlage nutzt Sonnenwärme und bindet sie in die Wärmeversorgung des Hauses ein. Je nach Planung kann die gewonnene Wärme der Warmwasserbereitung, der Raumheizung oder beiden Aufgaben dienen. Die Anlage muss dafür zum vorhandenen Wärmeerzeuger, Speicher und Regler passen.
Bei der Planung hilft es, Warmwasserbereitung und Heizwärme getrennt zu betrachten. Die Verbraucherzentrale beschreibt für Wärmepumpen ein Kombisystem, in dem Heizungswasser und Trinkwasser getrennt bleiben. Ein Wärmetauscher überträgt die Wärme auf das Trinkwasser. Mehr zu den Systemen der Warmwasserbereitung finden Sie im verlinkten Ratgeber.
„Entscheidend ist, welche Aufgabe die Solarthermie im bestehenden Wärmesystem übernehmen soll.“
Solarthermie ist damit eine Ergänzung, deren Einbindung vom Bestand abhängt. Bei einem Wärmepumpensystem gehören beispielsweise Speicher und die Trennung von Heizungs- und Trinkwasser in die Planung. Die Verbraucherzentrale nennt für Wärmepumpen außerdem eine passende Speichergröße als wichtig für Komfort und Effizienz.
Was bringt Solarthermie für die Warmwasserbereitung?
Warmwasser macht einen relevanten Teil des Wärmebedarfs aus. Laut Verbraucherzentrale verursacht es etwa 10 bis 30 Prozent des gesamten Heizenergiebedarfs. Eine Solarthermieanlage kann daher auf die Warmwasserbereitung ausgerichtet werden; welchen Beitrag sie im einzelnen Haus leistet, hängt von der konkreten Einbindung ab.
Bei einer Wärmepumpe übernimmt üblicherweise ein System sowohl Raumwärme als auch Trinkwarmwasser. In einem Kombispeicher erwärmt die Wärmepumpe das Wasser; über einen Wärmetauscher gelangt die Wärme ins Trinkwasser. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass Speicherverluste auftreten und hohe Temperaturen für den Legionellenschutz die Effizienz senken können.
Für den Legionellenschutz nennt die Verbraucherzentrale mindestens 60 Grad Celsius als wichtige Temperatur. Speichergröße und Temperaturführung gehören deshalb in die Planung, wenn Solarthermie mit einem anderen Wärmeerzeuger zusammenarbeitet. Weitere Grundlagen finden Sie im Beitrag zur Brauchwasserwärmepumpe.
Profi-Tipp
Legen Sie zuerst fest, ob die Solarthermie Warmwasser, Raumheizung oder beides unterstützen soll. Lassen Sie diese Aufgabe mit dem vorhandenen Speicher und Wärmeerzeuger abstimmen. Bei Wärmepumpen beeinflusst die Speichergröße laut Verbraucherzentrale Komfort und Effizienz.
Wichtiger Hinweis
Die Verbraucherzentrale nennt mindestens 60 Grad Celsius als wichtig für den Legionellenschutz und weist zugleich auf Effizienzeinbußen durch hohe Temperaturen hin. Verändern Sie die Temperaturführung nicht eigenständig; die Abstimmung mit dem Heizsystem gehört in fachkundige Hände.
Wird eine Solarthermieanlage beim Heizungstausch angerechnet?
Die Verbraucherzentrale beschreibt den Stand des Gebäudemodernisierungsgesetzes vom 29. Juli 2026. Für Gasheizungen nennt sie künftige Anteile klimafreundlicher Brennstoffe. Der Anschluss an eine solarthermische Anlage wird als anteilig anrechenbare Ersatzmaßnahme aufgeführt.
| Jahr | Anteil klimafreundlicher Brennstoffe bei Gasheizungen |
|---|---|
| 2029 | 10 Prozent |
| 2030 | 15 Prozent |
| 2035 | 30 Prozent |
| 2040 | 60 Prozent |
| 2045 | 100 Prozent |
Die Prozentwerte beziehen sich auf die von der Verbraucherzentrale genannten Brennstoffanteile. Die Solarthermie wird daneben als anteilige Ersatzmaßnahme genannt. Daraus folgt nicht, dass jede Anlage automatisch sämtliche Anforderungen erfüllt. Für die konkrete Einordnung beim Heizungstausch müssen die geltenden Vorgaben und die geplante Anlage zusammen betrachtet werden.
Die Verbraucherzentrale nennt Biomethan und Wasserstoff als erneuerbare Energien sowie Solarthermie, einen Pellets-Heizkessel oder eine zusätzliche mechanische Lüftungsanlage als mögliche Ersatzmaßnahmen. Wenn eine bestehende Gasheizung ersetzt werden soll, lassen Sie die passende Lösung für Ihr Gebäude fachlich planen.
Welche Komponenten kommen bei einer Solarthermieanlage infrage?
Zum Sortiment gehören unter anderem eine Zweistrang-Solarstation, Mischer- und Solarmodule, Speicher- und Kollektorfühler sowie Solarbefestiger. Die Produktbezeichnungen zeigen Beispiele für Bauteile, die bei der Planung einer Solarthermieanlage eine Rolle spielen können. Sie bilden keine allgemeingültige Stückliste für jedes Haus.
Die Vaillant auroFLOW VMS 70 ist als Zweistrang-Solarstation bezeichnet.
Das Vaillant VR 71 ist ein Mischer- und Solarmodul für den Regler VRC 700.
Der Vaillant Speicherfühler ist für Warmwasserspeicher vorgesehen.
Der Wolf PT 1000 ist als Kollektor- und Speicherfühler für die Solarregelung Digisolar MF bezeichnet.
Der Würth Solarbefestiger ist ein Befestigungselement für Solaranwendungen.
Welche Kombination zum vorhandenen Heizsystem passt, muss anhand der Anlage und ihrer Regelung festgelegt werden. Das betrifft auch die Abstimmung mit dem Wärmeerzeuger und dem Speicher. Hinweise zur Einstellung des Heizsystems finden Sie im Ratgeber Heizung effizient einstellen und Energie sparen.
Was dürfen Sie an einer Solarthermieanlage selbst machen?
Die Montage, der Anschluss, die Inbetriebnahme und Arbeiten am Solarkreis übernimmt der Fachbetrieb. Das gilt ebenso für Arbeiten an der Trinkwasserinstallation, der Heizungsregelung und elektrischen Bauteilen. Öffnen Sie keine Komponenten und führen Sie keine Arbeiten am druckführenden oder heißen System aus.
Sie können als Eigentümer oder Eigentümerin festlegen, ob Warmwasser, Raumheizung oder beide Bereiche unterstützt werden sollen. Die technische Planung muss anschließend Speicher, Wärmeerzeuger, Regelung und die gesetzlichen Anforderungen berücksichtigen. Auch bei einer Wärmepumpe sollten die getrennten Kreisläufe von Heizungswasser und Trinkwasser eingeplant bleiben.
Wie können Sie den Solarertrag Ihrer Heizungsanlage kontrollieren?
Bei einer Vitodens-Anlage mit Energiecockpit zeigt die Grundanzeige die vorhandenen Komponenten grafisch. Sie nennt die Kollektortemperatur am Sonnenkollektor und die Vorlauftemperatur am Heizkessel. Rote Pfeile am Warmwasserspeicher kennzeichnen den laufenden Aufheizvorgang: Obere Pfeile stehen für die Beheizung durch den Heizkessel, untere für die Beheizung durch die Solaranlage.
Für einen Rückblick öffnen Sie im Basis-Menü das Energiecockpit, wählen die Energiebilanz und anschließend einen Zeitraum. Verfügbar sind der aktuelle und der letzte Monat sowie das aktuelle und das letzte Jahr. Die Grafik stellt den Gasverbrauch blau und die Solarenergie gelb dar. So können Sie die angezeigten Werte für den gewählten Zeitraum einordnen.
Tippen Sie im Energiecockpit auf den Warmwasserspeicher, erscheinen weitere Warmwassertemperaturen sowie der momentan ablaufende Aufheizvorgang. An den Pfeilen erkennen Sie, ob gerade der Kessel oder die Solaranlage den Speicher erwärmt. Eine einmalige Speicherbeheizung über den Heizkessel ist ebenfalls möglich. Sie heizt bis zum Warmwassertemperatur-Sollwert und steht nur bereit, wenn in der aktuellen Betriebsart keine Speicherbeheizung aktiv ist.
Welche Aufgabe hat der Speicher bei Solarthermie und Wärmepumpe?
Wenn Sie Solarthermie mit einer Wärmepumpe für Warmwasser kombinieren, sollte die Speicherlösung in die Planung einbezogen werden. Die Verbraucherzentrale beschreibt Wärmepumpensysteme, die Raumheizung und Trinkwarmwasser bereitstellen. Heizungswasser und Trinkwasser bleiben dabei getrennt und werden häufig in einem Kombispeicher geführt. Ein Wärmetauscher überträgt die Wärme auf das Trinkwasser. Warmwasser macht laut Verbraucherzentrale etwa 10 bis 30 Prozent des gesamten Heizenergiebedarfs aus.
Die Speichergröße ist laut Verbraucherzentrale entscheidend für Komfort und Effizienz. Bei der beschriebenen Wärmepumpenlösung bringt die Wärmepumpe den Speicher auf die gewünschte Temperatur; die Steuerung regelt Heiz- und Warmwasserfunktion. Für die Planung zählt daher, dass Speichergröße und Warmwasserbedarf zusammenpassen und die Regelung die vorgesehenen Funktionen abbildet.
Die Warmwasserbereitung ist bei Wärmepumpen oft weniger effizient als die Raumheizung, weil dafür höhere Temperaturen nötig sind. Für den Legionellenschutz nennt die Verbraucherzentrale mindestens 60 °C; die erforderlichen hohen Temperaturen senken die Effizienz. Berücksichtigen Sie diesen Temperaturbedarf, wenn Sie Komfort und Wärmepumpenbetrieb mit der Solarthermieanlage abstimmen. So bleibt klar, welche Aufgabe der Speicher im Gesamtsystem übernimmt.
Wie senken Sie Wärmeverluste bei solar erwärmtem Warmwasser?
Bei solar unterstütztem Warmwasser sollten Sie neben der Anlage auch Speicher und Leitungsnetz mitplanen. Die Verbraucherzentrale empfiehlt eine gute Dämmung des Speichers. Moderne Warmwasserspeicher haben laut Verbraucherzentrale 10 bis 15 Zentimeter Dämmung. Auch Anschlüsse und Rohrleitungen sollen gedämmt werden.
Der Speicher soll in einem beheizten Bereich stehen, um Verluste zu reduzieren. Kurze Leitungswege lassen sich laut Verbraucherzentrale erreichen, wenn der Speicher möglichst zentral platziert wird. Lange Warmwasserleitungen sollen Sie vermeiden. Planen Sie deshalb Speicherstandort und Leitungsführung zusammen und berücksichtigen Sie, wo im Haus regelmäßig Warmwasser gebraucht wird.
Für den laufenden Bedarf empfiehlt die Verbraucherzentrale, Warmwasser bedarfsgerecht zu nutzen und es nicht unnötig laufen zu lassen. Sparduschköpfe und sparsame Armaturen halten den Warmwasserbedarf niedrig. Eine Zirkulationsleitung sollen Sie nur dort einsetzen, wo sie wirklich nötig ist. Beziehen Sie diese Punkte in die Planung der Warmwasserversorgung ein.
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Häufige Fragen
Kann Solarthermie Warmwasser und Heizung unterstützen?
Ja. Solarthermie kann Wärme für die Warmwasserbereitung liefern und die Raumheizung unterstützen. Welche Aufgaben die Anlage übernimmt, hängt von Wärmeerzeuger, Speicher und Regelung ab. Bei Gasheizungen nennt die Verbraucherzentrale den Anschluss an Solarthermie als anteilig anrechenbare Ersatzmaßnahme.
Ist Solarthermie mit einer Wärmepumpe kombinierbar?
Die Verbraucherzentrale beschreibt Wärmepumpensysteme, die sowohl Raumwärme als auch Trinkwarmwasser erzeugen. Heizungswasser und Trinkwasser bleiben dabei getrennt, häufig mit einem Kombispeicher und Wärmetauscher. Wie Solarthermie in ein konkretes System eingebunden wird, muss fachlich geplant werden.
Welche Temperatur nennt die Verbraucherzentrale für den Legionellenschutz?
Die Verbraucherzentrale nennt mindestens 60 Grad Celsius als wichtig für den Legionellenschutz. Zugleich weist sie darauf hin, dass hohe Temperaturen die Effizienz einer Wärmepumpe senken können. Ändern Sie die Temperaturführung deshalb nicht eigenständig, sondern lassen Sie sie mit dem Heizsystem abstimmen.
Wird Solarthermie beim Austausch einer Gasheizung angerechnet?
Die Verbraucherzentrale führt den Anschluss an eine solarthermische Anlage als anteilig anrechenbare Ersatzmaßnahme auf. Das ist keine pauschale Aussage, dass jede Anlage alle Anforderungen erfüllt. Für den konkreten Heizungstausch müssen die geltenden Vorgaben und die geplante Lösung gemeinsam geprüft werden.
Kann ich eine Solarthermieanlage selbst montieren oder warten?
Montage, Anschluss, Inbetriebnahme und Arbeiten am Solarkreis gehören in die Hände eines Fachbetriebs. Das gilt auch für Arbeiten an Druck, heißem Wasser, Trinkwasserinstallation und elektrischen Bauteilen. Öffnen oder verändern Sie die Anlage nicht selbst.
Welche Zeiträume stehen für die Energiebilanz bereit?
Das Energiecockpit der beschriebenen Vitodens-Regelung zeigt den aktuellen Monat, den letzten Monat, das aktuelle Jahr und das letzte Jahr. In der grafischen Energiebilanz steht der blaue Bereich für verbrauchte Energie aus Gas, der gelbe für Solarenergie. Die Anleitung beschreibt die Anzeige als Solarertrag und Gasverbrauch.
Quellen
- GModG: Was steht im Gebäudemodernisierungsgesetz? (Stand 29. Juli 2026, Webseite ohne Seitenangabe)
- Wie erzeuge ich Warmwasser, wenn ich mit einer Wärmepumpe heize? (Stand 30. Januar 2026, Webseite ohne Seitenangabe)
- Bedienungsanleitung für den Anlagenbetreiber – Heizungsanlage mit Regelung für witterungsgeführten Betrieb VITODENS (5817263)
Wichtiger Hinweis zu Haftung und Sicherheit
- Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information. Er ist keine Reparatur- oder Montageanleitung und ersetzt weder die Anleitung des Herstellers noch die Prüfung durch einen Fachbetrieb. Herstellerangaben haben immer Vorrang.
- Arbeiten an Gasanlagen dürfen nur der Netzbetreiber oder ein in ein Installateurverzeichnis eingetragenes Installationsunternehmen ausführen (§ 13 NDAV). Dasselbe gilt für elektrische Anlagen (§ 13 NAV). Errichtung und wesentliche Veränderungen der Trinkwasseranlage sind dem Wasserversorger oder einem eingetragenen Installationsunternehmen vorbehalten (§ 12 AVBWasserV).
- Wer Arbeiten selbst ausführt, handelt auf eigene Verantwortung. Für Schäden, die durch eigene Reparatur-, Wartungs- oder Einbauarbeiten entstehen, übernimmt die HAJUS AG keine Haftung. Dies gilt nicht bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit sowie bei Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit; insoweit haften wir nach den gesetzlichen Vorschriften.
- Wir erstellen die Inhalte sorgfältig nach den angegebenen Herstellerquellen, können aber keine Gewähr dafür übernehmen, dass sie für Ihr Gerät, Ihre Baureihe und Ihre Anlage vollständig und aktuell sind.
- Der Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und automatisch geprüft; die redaktionelle Verantwortung trägt die HAJUS AG (So entstehen unsere Ratgeber). Bilder sind KI-generierte Symbolbilder.
- Genannte Marken sind Eigentum ihrer Inhaber und dienen nur der Beschreibung. insani24 ist kein Kundendienst der genannten Hersteller.
- Bei Gasgeruch: keine elektrischen Schalter betätigen, kein offenes Feuer, Fenster öffnen, Gebäude verlassen und von draußen den Notdienst des Gasversorgers anrufen.



