Druckminderer einstellen: Wasserdruck im Haus prüfen und anpassen
- Mittel
- 20–60 Min.
- 2 Materialien
Schlagende oder knackende Wasser- und Heizungsrohre mit passenden Schellen ruhigstellen.
Ein dumpfer Schlag beim Zudrehen des Wasserhahns, ein Klappern beim Spülen oder ein Ticken, wenn die Heizung anläuft: Oft liegen Rohre lose in zu wenigen oder ausgeleierten Schellen. Wasserleitungen bewegen sich, wenn ein Ventil schnell schließt; Heizungsrohre dehnen sich beim Aufheizen aus. Liegen sie dabei an Wand, Holz oder anderen Rohren an, entstehen Geräusche. Dieses Projekt zeigt, wie Sie sichtbare Rohre im Keller, in Schächten oder hinter Verkleidungen mit Schellen mit Gummieinlage befestigen. Treten die Schläge sehr heftig auf, ist häufig der Wasserdruck zu hoch – das klären Sie mit dem Projekt Druckminderer einstellen.
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Lassen Sie eine zweite Person Wasserhähne öffnen und schließen, das WC spülen oder die Heizung einschalten, während Sie an den Rohren entlanggehen. Ein Schlag beim Schließen deutet auf bewegliche Wasserrohre, ein Knacken beim Aufheizen auf Heizungsrohre, die beim Ausdehnen irgendwo hängen bleiben.
Bei kräftigen Schlägen den Ruhedruck am Manometer des Druckminderers ablesen. Liegt er deutlich über 4 bar, sollte der Druck zuerst eingestellt werden – Befestigen allein beseitigt dann nicht die Ursache.
Als Richtwert gilt bei Kupfer- und Stahlrohren bis 22 mm etwa eine Schelle pro 1,2 bis 1,5 m, bei Kunststoff- und Verbundrohren deutlich weniger Abstand nach Herstellerangabe. Zusätzliche Schellen setzen Sie vor allem nahe an Bögen und Abzweigen, weil das Rohr dort ausschlägt.
Bohrloch anzeichnen, mit dem passenden Bohrer bohren, Dübel setzen und Stockschraube eindrehen. Schelle aufschrauben, Rohr einlegen und verschließen. Bei Wasserrohren die Schelle fest anziehen, damit das Rohr nicht schwingt.
Achtung: Nicht direkt neben vorhandenen Rohren oder Leitungen in die Wand bohren – vorher orten.
Heizungsrohre brauchen Spielraum zum Ausdehnen. Schellen hier nur so weit schließen, dass das Rohr in der Einlage gleiten kann. Wo das Rohr durch Wand oder Boden geht, Kontakt zur Kante mit einem Stück Dämmschlauch oder einer Hülse aufheben.
Wasser mehrmals schnell auf- und zudrehen bzw. die Heizung aufheizen lassen. Treten Geräusche nur noch an einer Stelle auf, dort eine weitere Schelle oder eine Unterlage aus Dämmmaterial ergänzen.
Schließt ein Ventil schnell, wird die fließende Wassersäule abrupt gebremst. Das erzeugt einen Druckstoß, der lose Rohre bewegt.
Sie halten das Rohr, übertragen aber Geräusche in die Wand. Schellen mit Gummi- oder EPDM-Einlage sind leiser.
Beim Aufheizen dehnen sich die Rohre aus. Hängen sie an einer Schelle oder Kante fest, rutschen sie ruckartig nach – das hört man als Knacken.