Heizung

Heizungsrohre dämmen

Ungedämmte Heizungs- und Warmwasserrohre im Keller mit Dämmschläuchen, Wickelband und Armaturenschalen einpacken.

  • SchwierigkeitLeicht
  • Dauer1–4 Std.
  • AusführungSelbst machbar
  • Sofort bestellbar0 von 1 Positionen

Laufen warme Heizungs- oder Warmwasserrohre ungedämmt durch Keller, Garage oder Abstellraum, geben sie dort Wärme ab, wo sie niemand braucht. Mit geschlitzten Dämmschläuchen lassen sich zugängliche Rohre ohne Werkzeugaufwand nachträglich dämmen. Entscheidend sind der richtige Innendurchmesser passend zum Rohr, eine ausreichende Dämmdicke und saubere Stöße an Bögen und Armaturen. Für solche Leitungen in unbeheizten Räumen nennt das Gebäudemodernisierungsgesetz Mindestwerte. Rohre in Wänden oder Böden sind nicht Teil dieses Projekts.

Materialliste

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Benötigtes Material

  • Dämmschlauch für HeizungsrohreEmpfehlung
    HT/Armaflex 19 x 22/E, HT19/22 E endlos
    Derzeit nicht bestellbar – bitte Alternative wählen
    Innendurchmesser gleich Rohraußendurchmesser (zum Beispiel 22 mm); Temperaturbeständigkeit und Dämmdicke laut Produktdaten prüfen.
    30,06 €

Optional Nicht vorausgewählt – je nach Situation sinnvoll.

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inkl. MwSt., zzgl. Versand · 1 Position derzeit nicht bestellbar

Außerdem bereitlegen

  • Cuttermesser mit langer Klinge
  • Maßband
  • Gehrungslade oder Schneidschablone

Schritt für Schritt

  1. Rohre erfassen

    Gehen Sie die zugänglichen Heizungs- und Warmwasserrohre in unbeheizten Räumen ab. Messen Sie Außendurchmesser und Länge je Rohrgröße und zählen Sie Bögen, Abzweige und Armaturen.

  2. Material wählen

    Für jeden Rohrdurchmesser den passenden Dämmschlauch wählen. Bei kleinen Rohren reicht eine geringere Dicke als bei großen; die Mindestwerte nennt Anlage 8 des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG).

    Tipp: Rohre lieber einmal richtig dämmen als zwei dünne Lagen übereinander.

  3. Rohre vorbereiten

    Rohre abwischen, losen Staub entfernen und prüfen, ob Verbindungen dicht sind. Undichte Stellen zuerst reparieren lassen. Feuchte oder korrodierte Stellen sollte vor dem Dämmen ein Fachbetrieb ansehen.

  4. Gerade Stücke dämmen

    Schlauch am Schlitz öffnen, über das Rohr drücken und die Naht schließen – je nach Produkt mit Klebestreifen oder Klebeband. Stöße dicht aneinandersetzen.

  5. Bögen und Abzweige

    Für Bögen den Schlauch auf Gehrung schneiden oder keilförmige Stücke ausschneiden und die Fugen verkleben. Kleine Bereiche mit Wickelband umwickeln. Längsnähte zur Wand oder nach oben drehen, damit sie geschützt liegen.

  6. Armaturen und Abschluss

    Kugelhähne und Ventile mit Dämmschalen versehen, damit sie bedienbar bleiben. Typenschilder, Entlüfter und Messstellen frei lassen und zum Schluss alle Stöße kontrollieren.

Häufige Fragen

Muss ich Heizungsrohre im Keller dämmen?

§ 69 GModG verpflichtet Eigentümer, bisher ungedämmte, zugängliche Wärmeverteilungs- und Warmwasserleitungen in unbeheizten Räumen zu dämmen. Für selbst bewohnte Häuser mit höchstens zwei Wohnungen gilt die Pflicht teils erst nach einem Eigentümerwechsel.

Kann ich auch Kaltwasserrohre so dämmen?

Ja, dort verhindert die Dämmung vor allem Tauwasser und Erwärmung. Dafür eignen sich diffusionsdichte Materialien besonders.

Woran erkenne ich die richtige Größe?

Messen Sie den Außendurchmesser des Rohres mit einem Messschieber oder Maßband. Der Innendurchmesser des Dämmschlauchs muss gleich groß sein.

Quellen