Druckminderer tauschen lassen: neues Gerät hinter dem Wasserzähler
- Anspruchsvoll
- 1–2,5 Std.
- 3 Materialien
Ruhedruck messen, den Druckminderer nach Herstellerangabe nachstellen und das Sieb reinigen.
Ein Druckminderer hinter dem Wasserzähler hält den Druck im Haus konstant, egal wie stark der Versorgungsdruck schwankt. Ist er zu hoch eingestellt, schlagen Rohre, Armaturen verschleißen schneller und das Sicherheitsventil am Warmwasserspeicher tropft. Ist er zu niedrig, kommt oben im Haus zu wenig an. Viele Druckminderer haben eine Einstellschraube oder einen Drehgriff mit Skala und ein Manometer, an dem der Betreiber den Druck ablesen und nach Bedienungsanleitung nachstellen darf. Dieses Projekt beschreibt Messen, Einstellen und das Reinigen der Siebtasse. Hält der Druckminderer den Wert nicht mehr, muss die Kartusche oder das Gerät ersetzt werden.
Wir haben je Position den passenden Artikel vorausgewählt – bevorzugt sofort lieferbare Ware aus unserem Lager. Unter „Alternativen“ können Sie tauschen.


Der Druckminderer sitzt meist direkt hinter dem Wasserzähler, oft kombiniert mit einem Filter. Suchen Sie Hersteller und Typ auf dem Gehäuse und die Bedienungsanleitung heraus. Dort steht, wie verstellt wird und welcher Bereich möglich ist.
Alle Wasserhähne und Geräte schließen und einige Minuten warten. Dann den Druck am Manometer ablesen. Für Einfamilienhäuser sind meist 3 bis 4 bar ausreichend. Zeigt das Manometer nichts an oder klemmt die Nadel, ist es defekt.
Der eingestellte Druck muss deutlich unter dem Ansprechdruck des Sicherheitsventils am Warmwasserspeicher liegen; der Hersteller nennt dazu einen Abstand, häufig mindestens 20 Prozent. In höheren Häusern kann etwas mehr nötig sein, damit oben genug Druck ankommt.
Tipp: Den Ansprechdruck finden Sie auf dem Sicherheitsventil, häufig 6 oder 10 bar.
Schutzkappe abnehmen, gegebenenfalls Kontermutter lösen und die Einstellschraube oder den Griff nach Anleitung drehen. Kurz einen Wasserhahn öffnen und wieder schließen, dann den Ruhedruck erneut ablesen. In kleinen Schritten verstellen, bis der Wert passt, und die Kontermutter wieder anziehen.
Hat der Druckminderer eine Siebtasse, die Absperrung davor und danach schließen, Druck über einen Hahn ablassen und Tasse und Sieb nach Anleitung herausnehmen, reinigen und wieder einsetzen. Dichtringe auf Beschädigung prüfen.
Ist das Manometer defekt, wird es bei abgesperrtem und drucklosem Druckminderer aus dem Manometeranschluss geschraubt und durch ein passendes ersetzt. Gewinde nach Herstellerangabe abdichten, langsam öffnen und auf Dichtheit prüfen.
Lesen Sie den Druck morgens nach längerer Ruhezeit erneut ab. Steigt er über den eingestellten Wert, schließt der Druckminderer nicht mehr dicht – dann ist die Kartusche verschlissen und ein Fachbetrieb sollte sie tauschen.
Typisch sind Schläge in den Leitungen, spritzende Armaturen und ein Sicherheitsventil am Speicher, das beim Aufheizen tropft.
DIN EN 806-5 sieht eine jährliche Inspektion vor; das Sieb sollte je nach Verschmutzung häufiger gereinigt werden.
Wenn der Druckminderer nicht mehr dicht schließt, steigt der Druck in Ruhezeiten langsam auf den Versorgungsdruck. Dann ist die Kartusche zu tauschen.