Heizungssteuerung: Regelung einfach erklärt
So arbeiten Heizkurve, Vorlauftemperatur und Zeitprogramm zusammen.

Kurz erklärt: Die Heizungsregelung passt die Vorlauftemperatur an Außentemperatur und Zeitprogramm an. Dafür nutzt sie eine Heizkurve: Je kälter es draußen ist, desto wärmer muss das Heizungswasser sein. Eine zu flache Kurve kann Räume unterversorgen, eine zu steile verbraucht unnötig Energie. Die passende Einstellung hängt von Gebäude und Heizkörpern ab.
Die Heizungssteuerung umfasst die Bedienung der Anlage; die Heizungsregelung passt den Heizbetrieb an die eingestellten Bedingungen an. Entscheidend sind dabei die Heizkurve, die Vorlauftemperatur und meist auch ein Zeitprogramm.
Sicherheit geht vor
Heißes Heizungswasser und Druck können bei Eingriffen zu Verbrühungen oder Wasserschäden führen. Arbeiten an Gas, Abgas, Elektrik, Trinkwasser-Installation und am geöffneten Gerät übernimmt der Fachbetrieb. Bei Gasgeruch betätigen Sie keine Schalter, öffnen Sie die Fenster, verlassen Sie das Haus und rufen Sie von draußen den Notdienst des Gasversorgers.
Was ist der Unterschied zwischen Heizungssteuerung und Heizungsregelung?
Die Begriffe werden im Alltag oft gemeinsam verwendet. In diesem Ratgeber steht Heizungssteuerung für die Bedienung am Regler und Heizungsregelung für den Ablauf, der die Temperatur des Heizungswassers an den Wärmebedarf anpasst.
Bei einer witterungsgeführten Regelung richtet sich die Vorlauftemperatur nach der Außentemperatur. Eine Heizkurve legt fest, welche Vorlauftemperatur zu welcher Außentemperatur gehört. Meist ist die Regelung außerdem mit einem Zeitprogramm kombiniert, wie die Verbraucherzentrale zum hydraulischen Abgleich beschreibt.
„Die Regelung übersetzt Außentemperatur und Zeitprogramm in eine Vorlauftemperatur.“
Wie funktioniert die Heizkurve?
Die Heizkurve verbindet die Außentemperatur mit der benötigten Temperatur des Heizungswassers. Sinkt die Außentemperatur, muss das Heizungswasser wärmer sein, damit die Heizkörper genügend Wärme abgeben. Die Regelung steuert dafür die Vorlauftemperatur.
Wie flach oder steil die Kurve sein muss, hängt von der Dämmung des Gebäudes und von der Größe der Heizkörper ab. Gut gedämmte Häuser mit großen Heizkörpern benötigen laut Verbraucherzentrale eine flachere Kurve mit niedrigeren Vorlauftemperaturen. Gebäude mit kleineren Heizkörpern und schlechterer Dämmung brauchen eine steilere Kurve.
Die passende Heizkurve gehört zum hydraulischen Abgleich. Der Fachbetrieb berechnet sie für das Gebäude und programmiert sie in die Heizungsregelung ein. Mehr dazu lesen Sie im Ratgeber Heizung effizient einstellen und Energie sparen.
Profi-Tipp
Betrachten Sie die Heizkurve zusammen mit dem hydraulischen Abgleich. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass eine unpassende Kurve die Wirkung des Abgleichs beeinträchtigen kann.
Woran erkennen Sie eine unpassende Heizkurve?
Eine zu flache Heizkurve führt dazu, dass Räume nicht ausreichend warm werden. Eine zu steile Kurve verbraucht unnötig Energie und lässt die Thermostatventile schlechter regeln. Die Verbraucherzentrale nennt außerdem unnötige Wärmeverluste in Heizleitungen sowie einen weniger effizienten Betrieb von Brennwertkesseln und Wärmepumpen, wenn die Vorlauftemperatur zu hoch ist.
| Einstellung | Folge laut Verbraucherzentrale |
|---|---|
| Heizkurve zu flach | Räume werden nicht ausreichend warm. |
| Heizkurve zu steil | Mehr Energieverbrauch und schlechter regelnde Thermostatventile. |
| Vorlauftemperatur zu hoch | Unnötige Wärmeverluste; Brennwertkessel und Wärmepumpen arbeiten ineffizienter. |
Ein einzelner kalter Raum beweist nicht, dass die Heizkurve falsch eingestellt ist. Die Kurve beschreibt die Anlage im Zusammenhang mit Außentemperatur und Gebäude; die Thermostatventile sind ein weiterer Teil des Systems. Ihre Funktion erklärt der Ratgeber Thermostatventil: Funktion, Einstellung und Auswahl.
Wichtiger Hinweis
Eine steilere Heizkurve ist keine allgemeine Lösung für kalte Räume. Sie kann den Energieverbrauch erhöhen und die Regelung über Thermostatventile verschlechtern.
Welche Bauteile gehören zur Heizungssteuerung?
Zur Regelung gehören je nach Anlage ein Bedienmodul, Bedienelemente für die Programmwahl und ein Regler für die Vorlauftemperatur. Die Produktbezeichnungen im Sortiment zeigen unterschiedliche Beispiele für solche Komponenten.
Das Wolf Bedienmodul BM-2 ist für das Regelungssystem WRS bezeichnet. Es ist ein Beispiel für ein Bedienmodul einer Heizungsregelung.
Der Wolf Drehknopf ist für die Programmwahl an Regelungen bezeichnet. Die konkrete Funktion richtet sich nach der jeweiligen Anlagenregelung.
Der Vaillant calorMATIC 630/3 ist als witterungsgeführter Mehrkreisregler bezeichnet. Diese Bezeichnung weist auf eine Regelung hin, die Außentemperatur und mehrere Heizkreise berücksichtigt.
Das Wolf Mischermodul MM-2 ist für das Regelungssystem WRS vorgesehen. Die passenden Komponenten hängen davon ab, welches Regelungssystem in der Anlage arbeitet.
Was können Sie selbst prüfen und wer stellt die Regelung ein?
Für eine erste Bestandsaufnahme empfiehlt die Verbraucherzentrale Fragen zum Zustand der Heizung: Ist sie älter als 20 Jahre? Fehlt eine witterungs- oder zeitgeführte Heizungsregelung, oder ist diese defekt? Diese Punkte lassen sich als Anlass für eine fachliche Einschätzung festhalten, ohne das Gerät zu öffnen. Die Verbraucherzentrale nennt sie in ihrem Beitrag zum Heizungstausch.
Die konkrete Einstellung der Heizkurve ist Teil des hydraulischen Abgleichs: Der Fachbetrieb berechnet die passende Kurve und programmiert sie. Für Änderungen an der Regelung enthält dieser Ratgeber keine Einstellschritte. Bei einer defekten oder fehlenden Regelung übernimmt die Prüfung und Einstellung der Anlage der Fachbetrieb.
Wann sollte die Heizungsregelung geprüft werden?
Eine fehlende oder defekte witterungs- beziehungsweise zeitgeführte Regelung nennt die Verbraucherzentrale als Frage bei der Zustandsprüfung einer älteren Heizung. Bei einem Heizungstausch sollen außerdem Pumpe, Rohre, Heizkörper und Regelung aufeinander abgestimmt werden. So wird die Regelung nicht losgelöst von den übrigen Teilen der Anlage betrachtet.
Für Gebäude mit mindestens sechs Wohnungen nennt der Beitrag der Verbraucherzentrale zum GModG eine Prüf- und Optimierungspflicht für die meisten bestehenden Heizungen mit normalem, wassergeführtem Heizkörpernetz. Ausgenommen sind dort Heizungen, die durch externe Dienstleister betrieben werden; außerdem wird die Ausnahme von Wärmepumpen genannt. Die konkreten Anforderungen erläutert der Beitrag GModG: Was steht im Gebäudemodernisierungsgesetz?.
Wenn die Heizungsregelung auffällig ist oder ausfällt, sollte sie zusammen mit dem Zustand der übrigen Anlage eingeordnet werden. Hinweise zu weiteren Störungen finden Sie unter Heizung defekt: Ursachen erkennen und richtig handeln.

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Häufige Fragen
Was regelt die Heizkurve?
Die Heizkurve legt fest, welche Vorlauftemperatur die Heizung bei einer bestimmten Außentemperatur erzeugt. Sinkt die Außentemperatur, muss das Heizungswasser wärmer sein. Wie die Kurve eingestellt wird, hängt laut Verbraucherzentrale von der Dämmung des Gebäudes und der Größe der Heizkörper ab.
Was bedeutet eine zu flache Heizkurve?
Bei einer zu flachen Heizkurve kann die Vorlauftemperatur für das Gebäude zu niedrig sein. Die Verbraucherzentrale nennt als Folge, dass die Räume nicht ausreichend warm werden. Die passende Einstellung richtet sich nach Gebäude und Heizkörpern und wird als Teil des hydraulischen Abgleichs berechnet.
Kann ich die Heizkurve selbst einstellen?
Die Verbraucherzentrale beschreibt die Berechnung und Programmierung der passenden Heizkurve als Teil des hydraulischen Abgleichs durch den Fachbetrieb. Eine Anleitung für eigenständige Änderungen enthält dieser Ratgeber nicht. Als erste Bestandsaufnahme können Sie die von der Verbraucherzentrale genannten Fragen zum Alter und zur Regelung Ihrer Heizung prüfen.
Welche Rolle spielt das Zeitprogramm?
Eine Heizungsregelung ist meist mit einem Zeitprogramm kombiniert. Die Heizkurve bestimmt dabei die Vorlauftemperatur in Abhängigkeit von der Außentemperatur. Das Zeitprogramm gehört damit zu den Einstellungen der Regelung, während die Heizkurve den Zusammenhang zwischen Wetter und Wassertemperatur festlegt.
Muss jede Heizungsregelung geprüft werden?
Laut Verbraucherzentrale betrifft die Prüf- und Optimierungspflicht nach dem GModG die meisten Heizungen mit normalem, wassergeführtem Heizkörpernetz in Gebäuden mit mindestens sechs Wohnungen. Für durch externe Dienstleister betriebene Heizungen nennt der Beitrag eine Ausnahme; außerdem wird eine Ausnahme für Wärmepumpen genannt.
Quellen
Wichtiger Hinweis zu Haftung und Sicherheit
- Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information. Er ist keine Reparatur- oder Montageanleitung und ersetzt weder die Anleitung des Herstellers noch die Prüfung durch einen Fachbetrieb. Herstellerangaben haben immer Vorrang.
- Arbeiten an Gasanlagen dürfen nur der Netzbetreiber oder ein in ein Installateurverzeichnis eingetragenes Installationsunternehmen ausführen (§ 13 NDAV). Dasselbe gilt für elektrische Anlagen (§ 13 NAV). Errichtung und wesentliche Veränderungen der Trinkwasseranlage sind dem Wasserversorger oder einem eingetragenen Installationsunternehmen vorbehalten (§ 12 AVBWasserV).
- Wer Arbeiten selbst ausführt, handelt auf eigene Verantwortung. Für Schäden, die durch eigene Reparatur-, Wartungs- oder Einbauarbeiten entstehen, übernimmt die HAJUS AG keine Haftung. Dies gilt nicht bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit sowie bei Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit; insoweit haften wir nach den gesetzlichen Vorschriften.
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- Der Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und automatisch geprüft; die redaktionelle Verantwortung trägt die HAJUS AG (So entstehen unsere Ratgeber). Bilder sind KI-generierte Symbolbilder.
- Genannte Marken sind Eigentum ihrer Inhaber und dienen nur der Beschreibung. insani24 ist kein Kundendienst der genannten Hersteller.
- Bei Gasgeruch: keine elektrischen Schalter betätigen, kein offenes Feuer, Fenster öffnen, Gebäude verlassen und von draußen den Notdienst des Gasversorgers anrufen.



