Heizungspumpe passend zur Heizungsanlage auswählen
So vergleichen Sie Heizkreis, Förderhöhe, Regelungsart und Anschluss vor der Auswahl.

Kurz erklärt: Eine passende Heizungspumpe wählen Sie anhand des Heizkreises, der erforderlichen Förderhöhe, der Regelungsart, des Anschlusses und der Einbaulänge aus. Für Heizkörper empfiehlt Wilo bei Zweirohrsystemen Δp-v, für Fußbodenheizungen Δp-c. Wilo nennt Orientierungswerte und empfiehlt eine genauere Berechnung der Förderhöhe.
Eine Heizungspumpe muss zum Heizkreis und zum Rohranschluss passen. Für die Auswahl zählen außerdem die benötigte Förderhöhe, die Regelungsart und die Einbaulänge.
Sicherheit geht vor
Heizungswasser kann heiß sein, und die Anlage steht unter Druck. Am elektrischen Anschluss besteht Stromschlaggefahr. Einbau, Ausbau, Anschluss und Arbeiten am geöffneten Gerät übernimmt der Fachbetrieb.
Welche Heizungspumpe passt zu welchem Heizkreis?
Prüfen Sie zuerst, ob die Pumpe für den vorgesehenen Einsatzbereich beschrieben ist. Die Wilo-Yonos PICO plus ist laut Bedienungsanleitung für das Umwälzen von Medien in Warmwasser-Heizungsanlagen und ähnlichen Systemen mit wechselnden Förderströmen bestimmt. Bei anderen Pumpen zeigt die Produktbeschreibung, ob sie beispielsweise für Warmwasserheizungen, Klimaanwendungen oder geschlossene Kühlkreisläufe vorgesehen sind.
Bei der Planung einer Wärmepumpenanlage hilft der Ratgeber Wärmepumpe auswählen bei der Orientierung.
Auch die Art des Heizkreises ist wichtig. Die Wilo-Anleitung unterscheidet Empfehlungen für Radiatorenheizungen und Fußbodenheizungen. Für gemischte Heizkreise beschreibt AFRISO eine Pumpengruppe mit Drei-Wege-Mischer und Stellmotor, die die Vorlauftemperatur durch Beimischung des Rücklaufs regelt. Eine Gruppe für ungemischte Heizkreise ist laut Herstellerangabe auch für die Speicherladung vorgesehen.
Nach Dämmmaßnahmen, Fenstertausch, Änderungen an Heizkörpern oder einem Wechsel des Heizungstyps kann sich der Wärmebedarf ändern. Laut Verbraucherzentrale sollte der hydraulische Abgleich dann angepasst werden. Er umfasst auch die passende Einstellung der Heizungspumpe.
Wie lässt sich die Förderhöhe der Umwälzpumpe berechnen?
Die Förderhöhe wird in Metern angegeben. Bei der Wilo-Yonos PICO plus zeigt die LED-Anzeige den eingestellten Sollwert in 0,1-m-Schritten. Die dargestellten Haussymbole und Angaben dienen laut Bedienungsanleitung nur als Orientierung; Wilo empfiehlt eine genauere Berechnung.
Die Anleitung nennt für die Wilo-Yonos PICO plus außerdem Richtwerte nach Pumpenausführung und Heizkörperzahl. Diese Angaben sind eine Orientierung für dieses Modell und ersetzen keine Berechnung der konkreten Anlage:
- Yonos PICO …/1-4 m: in der Anleitung sind 8, 12 und 15 Heizkörper aufgeführt.
- Yonos PICO …/1-6 m: aufgeführt sind 12, 15 und 20 Heizkörper.
- Yonos PICO …/1-8 m: aufgeführt sind 15, 20 und 30 Heizkörper.
Beim hydraulischen Abgleich wird ermittelt, wie viel Wasser durch die Heizflächen fließen muss, damit die gewünschte Raumtemperatur erreicht wird. Danach wird die Pumpe passend eingestellt. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass der Abgleich spezialisierte Berechnungssoftware und Fachkenntnisse erfordert. Die genaue Berechnung und Einstellung übernimmt der Fachbetrieb.
„Die Pumpenwahl beginnt beim Heizkreis; die Förderhöhe wird passend zur Anlage eingestellt.“
Welche Regelungsart passt zu Heizkörpern oder Fußbodenheizung?
Bei einer Zweirohr-Heizung mit Heizkörpern empfiehlt Wilo die Regelungsart Differenzdruck variabel, kurz Δp-v. Dabei reduziert die Pumpe die Förderhöhe bei sinkendem Volumenstrom. Die Anleitung nennt als Zweck unter anderem niedrigere Fließgeschwindigkeiten und weniger Fließgeräusche an Thermostatventilen.
Für Fußbodenheizungen empfiehlt Wilo Differenzdruck konstant, kurz Δp-c. Dabei bleibt die eingestellte Förderhöhe unabhängig vom geförderten Volumenstrom konstant. Die Anleitung nennt diese Regelung außerdem für groß dimensionierte Rohrleitungen, Speicherladepumpen und Einrohr-Heizungssysteme mit Heizkörpern ohne veränderliche Rohrnetzkennlinie.
Bei den comfort-CPE-Pumpen führen die Produktbeschreibungen ebenfalls Differenzdruck variabel, Differenzdruck konstant und drei Drehzahlstufen als wählbare Regelungsarten auf. Welche Einstellung zur Anlage passt, hängt vom konkreten Heizkreis ab. Eine passende Pumpeneinstellung ist Teil des hydraulischen Abgleichs.
Mehr zu hörbaren Strömungsgeräuschen lesen Sie im Ratgeber zu Geräuschen in der Heizung.
Wie bestimmen Sie Anschlussgröße und Einbaulänge?
Vergleichen Sie die Anschlussart und die Einbaulänge der vorhandenen Pumpe mit den Angaben des Ersatzmodells. In den Produktbeschreibungen finden sich sowohl Verschraubungsanschlüsse als auch Flanschanschlüsse. Bezeichnungen wie G 2 Zoll, DN 32 oder DN 40 sind konkrete Anschlussangaben und sollten bei der Auswahl übereinstimmen.
Die comfort CPE Plus 30 ist in einer Ausführung mit G-2-Zoll-Verschraubungsanschluss und 180 mm Einbaulänge beschrieben.
Für die CPE Plus 30 ist auch eine Variante mit gleicher Anschlussart und Einbaulänge, aber einer anderen Modellangabe, aufgeführt.
Die CPE Plus 32 hat laut Produktbeschreibung einen Flanschanschluss DN 32 und eine Einbaulänge von 220 mm.
Die CPE Plus 40 ist ebenfalls mit 220 mm Einbaulänge beschrieben, hier mit Flansch DN 40.
Die Tabelle fasst diese Produktangaben zusammen. Sie ersetzt nicht den Abgleich mit dem vorhandenen Anschluss und Einbauplatz.
| Ausführung | Anschluss laut Produktbeschreibung | Einbaulänge | Modellangabe |
|---|---|---|---|
| comfort CPE Plus 30 | Verschraubung G 2 Zoll | 180 mm | 0,5-10 |
| comfort CPE Plus 30 | Verschraubung G 2 Zoll | 180 mm | 0,5-12 |
| comfort CPE Plus 32 | Flansch DN 32 | 220 mm | 0,5-10 |
| comfort CPE Plus 40 | Flansch DN 40 | 220 mm | 0,5-4 |

Die Anschlussbeispiele zeigen, warum eine ähnliche Modellbezeichnung allein nicht genügt. Auch Anschlussart und Baulänge müssen zum Einbauort passen. Lassen Sie diese Maße vor der Auswahl mit der vorhandenen Installation abgleichen.
Was verrät der Typenschlüssel der Heizungspumpe?
Die Wilo-Anleitung erläutert den Typenschlüssel am Beispiel Yonos PICO plus 25/1-6 130. Die 25 steht für einen Verschraubungsanschluss DN 25 beziehungsweise Rp 1. Die 1 bezeichnet die minimale Förderhöhe in Metern, die bis auf 0,5 m einstellbar ist; die 6 steht für die maximale Förderhöhe bei Q = 0 m³/h. Die 130 gibt die Einbaulänge in Millimetern an.
Diese Angaben beziehen sich auf das genannte Wilo-Modell. Andere Baureihen können anders bezeichnet sein. Lesen Sie die Produktbeschreibung der gewünschten Ausführung und gleichen Sie deren Daten mit der Anlage ab, statt Zahlen aus einem Typenschlüssel auf andere Pumpen zu übertragen.
Wer stellt die Heizungspumpe ein?
Beim hydraulischen Abgleich werden die vorhandenen Thermostatventile voreingestellt oder passende selbstregulierende Ventile eingesetzt. Parallel dazu wird die Heizungspumpe eingestellt und die Heizkurve angepasst. Eine Funktionsprüfung und die Dokumentation der Einstellwerte schließen den Abgleich ab.
Die Verbraucherzentrale rät davon ab, den hydraulischen Abgleich selbst durchzuführen. Betreiber können danach die Dokumentation prüfen und Ventileinstellungen kontrollieren, ohne sie zu verändern. Bei Problemen informieren Sie den Fachbetrieb.
Profi-Tipp
Halten Sie vor der Auswahl die Bezeichnung der vorhandenen Pumpe, den Heizkreistyp, die Anschlussart und die Einbaulänge fest. Lassen Sie zusätzlich prüfen, ob die erforderliche Förderhöhe für die Anlage berechnet wurde.
Wichtiger Hinweis
Die automatische Entlüftungsfunktion der Wilo-Yonos PICO plus entlüftet laut Bedienungsanleitung nur die Pumpe. Sie entlüftet nicht das Heizungssystem.
Wenn die Heizung nach einer Änderung nicht gleichmäßig warm wird oder Strömungsgeräusche auftreten, sollte die Einstellung geprüft werden. Weitere Hinweise zum Einstellen der Anlage finden Sie im Ratgeber zum effizienten Einstellen der Heizung.
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Häufige Fragen
Wie finde ich heraus, welche Heizungspumpe eingebaut ist?
Bei der Wilo-Yonos PICO plus zeigt die Anleitung das Typenschild als Bauteil. Dort lässt sich die konkrete Ausführung identifizieren; der Typenschlüssel ordnet unter anderem Verschraubungsanschluss, Förderhöhenbereich und Einbaulänge zu. Vergleichen Sie diese Angaben mit dem vorhandenen Einbauplatz und Anschluss. Für die Auswahl der Ersatzpumpe sollte der Fachbetrieb die Anlage prüfen.
Kann ich die Förderhöhe selbst berechnen?
Eine genaue Förderhöhe sollten Sie nicht aus Heizfläche oder Heizkörperzahl allein schätzen. Wilo kennzeichnet die Haussymbole und Angaben als Orientierung und empfiehlt eine genauere Berechnung. Der hydraulische Abgleich bestimmt den erforderlichen Volumenstrom für die Heizflächen und unterstützt die Pumpeneinstellung. Berechnung und Einstellung übernimmt der Fachbetrieb.
Welche Regelungsart eignet sich für Heizkörper?
Für eine Zweirohr-Radiatorenheizung empfiehlt die Wilo-Anleitung Δp-v, damit die Förderhöhe mit sinkendem Volumenstrom reduziert wird und Fließgeräusche an Thermostatventilen sinken. Für Fußbodenheizungen empfiehlt sie Δp-c. Diese konstante Regelung nennt sie außerdem für groß dimensionierte Leitungen, Speicherladepumpen und Einrohr-Heizkörperanlagen ohne veränderliche Rohrnetzkennlinie.
Was bedeutet eine Einbaulänge von 180 mm?
180 mm ist bei den aufgeführten comfort CPE Plus 30 Pumpen als Einbaulänge angegeben. Zusätzlich steht in der Produktbeschreibung G 2 Zoll als Verschraubungsanschluss. Lassen Sie den vorhandenen Anschluss und den Bauraum vor der Auswahl prüfen. Modellbezeichnung, Anschlussart und Baulänge müssen zur Rohrinstallation passen.
Muss die Heizungspumpe nach einem hydraulischen Abgleich eingestellt werden?
Ja, der hydraulische Abgleich umfasst auch die optimale Einstellung der Heizungspumpe und die Anpassung der Heizkurve. Wenn Dämmung, Fenster oder Heizflächen verändert werden oder ein anderer Heizungstyp eingebaut wird, ändert sich der Wärmebedarf. Dann sollte der Abgleich angepasst und dokumentiert werden.
Quellen
Wichtiger Hinweis zu Haftung und Sicherheit
- Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information. Er ist keine Reparatur- oder Montageanleitung und ersetzt weder die Anleitung des Herstellers noch die Prüfung durch einen Fachbetrieb. Herstellerangaben haben immer Vorrang.
- Arbeiten an Gasanlagen dürfen nur der Netzbetreiber oder ein in ein Installateurverzeichnis eingetragenes Installationsunternehmen ausführen (§ 13 NDAV). Dasselbe gilt für elektrische Anlagen (§ 13 NAV). Errichtung und wesentliche Veränderungen der Trinkwasseranlage sind dem Wasserversorger oder einem eingetragenen Installationsunternehmen vorbehalten (§ 12 AVBWasserV).
- Wer Arbeiten selbst ausführt, handelt auf eigene Verantwortung. Für Schäden, die durch eigene Reparatur-, Wartungs- oder Einbauarbeiten entstehen, übernimmt die HAJUS AG keine Haftung. Dies gilt nicht bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit sowie bei Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit; insoweit haften wir nach den gesetzlichen Vorschriften.
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- Der Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und automatisch geprüft; die redaktionelle Verantwortung trägt die HAJUS AG (So entstehen unsere Ratgeber). Bilder sind KI-generierte Symbolbilder.
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