Wasser & Filter

Wasserdruck im Haus messen: Ruhedruck und Fließdruck prüfen

Am Manometer des Druckminderers ablesen, die Werte richtig deuten und ein fehlendes Manometer ergänzen.

  • SchwierigkeitLeicht
  • Dauer10–30 Min.
  • AusführungSelbst machbar
  • Material ca.18,25 €

Zu niedriger Wasserdruck zeigt sich an schwachen Duschen und langsam füllenden Spülkästen, zu hoher an Geräuschen in den Leitungen, tropfenden Sicherheitsventilen und schnell verschleißenden Armaturen. Gemessen wird am Manometer hinter dem Druckminderer oder an der Hauswasserstation. Unterschieden werden der Ruhedruck, wenn nirgends Wasser entnommen wird, und der Fließdruck bei geöffneter Zapfstelle. In Einfamilienhäusern ist der Druckminderer häufig auf etwa 3 bis 4 bar eingestellt. Fehlt das Manometer, hat der Druckminderer meist einen verschlossenen Anschluss, an dem sich ein passendes Manometer ergänzen lässt.

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1 Artikel 18,25 €
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  • Gabelschlüssel
  • Tuch
  • Eimer
  • Notizzettel

Schritt für Schritt

  1. Manometer finden

    Das Manometer sitzt meist am Druckminderer oder an der Hauswasserstation direkt hinter dem Wasserzähler. Es zeigt den Druck auf der Hausseite, also den Wert, der an Ihren Armaturen ankommt. Ein Manometer vor dem Druckminderer zeigt dagegen den Versorgungsdruck.

  2. Ruhedruck ablesen

    Schließen Sie alle Zapfstellen und achten Sie darauf, dass Waschmaschine, Geschirrspüler und Spülkästen gerade kein Wasser ziehen. Lesen Sie den Zeiger nach einer Minute ab und notieren Sie den Wert.

  3. Fließdruck ablesen

    Öffnen Sie eine Zapfstelle mit großem Durchfluss, zum Beispiel die Badewanne, voll und lesen Sie den Druck erneut ab. Ein Abfall um etwa ein bar ist normal. Sinkt der Druck deutlich stärker, ist häufig ein Sieb oder Filter zugesetzt.

  4. Werte deuten

    Liegt der Ruhedruck dauerhaft deutlich über 5 bar, sollte der Druckminderer geprüft werden. Ist schon der Ruhedruck sehr niedrig, kann der Druckminderer zu niedrig eingestellt sein oder der Versorger liefert weniger Druck. Vergleichen Sie bei Bedarf mit einer Messung zu einer anderen Tageszeit.

  5. Fehlendes Manometer ergänzen

    Schließen Sie das Absperrventil vor dem Druckminderer und lassen Sie den Druck über eine Zapfstelle im Keller ab. Drehen Sie den Verschlussstopfen am Manometeranschluss heraus und schrauben Sie das Manometer mit neuer Dichtung ein. Absperrung langsam öffnen, auf Dichtheit prüfen.

    Achtung: Nur bei einem vorhandenen, verschlossenen Manometeranschluss und einer Absperrung, die vollständig schließt.

  6. Werte regelmäßig kontrollieren

    Lesen Sie den Druck bei der jährlichen Kontrolle des Druckminderers ab und notieren Sie ihn. Steigt der Ruhedruck über die Zeit langsam an, deutet das auf einen verschleißenden Druckminderer hin.

Häufige Fragen

Welcher Wasserdruck ist zu hoch?

Liegt der Ruhedruck dauerhaft über etwa 5 bar oder schwankt er stark, sollte der Druckminderer geprüft und eingestellt werden. Die zulässigen Drücke von Armaturen und Geräten stehen in deren Produktdaten.

Kann ich den Druck auch am Außenhahn messen?

Ja, mit einem Manometer mit passendem Schlauchanschluss. Der Wert entspricht dann dem Druck an dieser Zapfstelle, Leitungsverluste eingeschlossen.

Quellen

  • DIN EN 806-5: Trinkwasser-Installationen – Betrieb und Wartung
  • Montage- und Bedienungsanleitung des jeweiligen Herstellers