Elektro & Sicherheit

Überspannungsschutz nachrüsten lassen

Elektronik im Haus mit Ableitern in Zählerschrank und Verteilung gegen Spannungsspitzen schützen.

  • SchwierigkeitAnspruchsvoll
  • Dauer (Fachbetrieb)1–4 Std.
  • AusführungNur durch einen Fachbetrieb
  • Sofort bestellbar0 von 1 Positionen

Blitzeinschläge in der Umgebung und Schaltvorgänge im Netz erzeugen kurze Spannungsspitzen, die Heizungsregelung, Wärmepumpe, Fernseher oder Router beschädigen können. Ein Überspannungsschutz leitet diese Spitzen ab, bevor sie die Geräte erreichen. Für neue und wesentlich geänderte Anlagen verlangen die Normen DIN VDE 0100-443 und -534 einen solchen Schutz; ältere Anlagen lassen sich nachrüsten. Die Ableiter sitzen in Zählerschrank und Verteilung und werden ausschließlich von einer Elektrofachkraft eingebaut. Hier lesen Sie, wie das Schutzkonzept aufgebaut ist und wie der Auftrag abläuft.

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So läuft der Auftrag ab

  1. Anlass und Bestand klären

    Notieren Sie, welche empfindlichen Geräte Sie schützen möchten und ob das Haus einen Blitzableiter oder einen Freileitungsanschluss hat. Fotos von Zählerschrank und Verteilung helfen der Fachkraft, den Platzbedarf einzuschätzen.

  2. Schutzkonzept festlegen

    Die Fachkraft plant die Stufen: Typ 1 oder ein Kombiableiter am Gebäudeeintritt, Typ 2 in jeder Verteilung und Typ 3 direkt vor besonders empfindlichen Geräten. Auch Antennen-, Telefon- und Netzwerkleitungen werden in das Konzept einbezogen.

  3. Termin mit dem Netzbetreiber

    Muss im plombierten Bereich vor dem Zähler gearbeitet werden, meldet der Betrieb das beim Netzbetreiber an. Halten Sie Zählerschrank und Verteilung für den Termin frei zugänglich.

  4. Einbau und Prüfung

    Die Anlage wird freigeschaltet, die Ableiter werden auf die Hutschiene gesetzt und mit kurzen Leitungen an die Potentialausgleichsschiene angebunden. Anschließend folgen Messung, Dokumentation und Wiedereinschalten.

  5. Kontrolle im Alltag

    Viele Ableiter zeigen ihren Zustand in einem Sichtfenster an. Werfen Sie nach schweren Gewittern einen Blick darauf und melden Sie eine rote Anzeige dem Elektrobetrieb, damit das Schutzelement getauscht wird.

Häufige Fragen

Reicht eine Steckdosenleiste mit Überspannungsschutz?

Sie schützt als Typ-3-Feinschutz die angeschlossenen Geräte, aber nicht die übrige Anlage. Ohne Ableiter in der Verteilung kann sie energiereiche Spitzen nicht allein abfangen.

Muss ich in einer bestehenden Anlage nachrüsten?

Bestehende Anlagen haben Bestandsschutz. Bei einer wesentlichen Erweiterung, etwa für Wallbox oder Wärmepumpe, wird der Überspannungsschutz in der Regel mit eingebaut.

Woran erkenne ich einen ausgelösten Ableiter?

An der Statusanzeige am Gerät, meist ein Fenster, das von grün auf rot wechselt. Dann muss das Schutzmodul ersetzt werden.

Quellen