
Thermostatkopf oder Thermostatventil: Unterschiede erklärt
Erfahren Sie, welche Aufgaben Thermostatkopf und Ventilunterteil am Heizkörper übernehmen.
Durchfluss je Heizkörper begrenzen, damit alle Räume gleichmäßig warm werden – mit Voreinstellschlüssel oder Stellring.
Viele Thermostatventile haben unter dem Kopf eine Voreinstellung: einen Ring mit Ziffern oder einen Einsatz, der den größten möglichen Durchfluss begrenzt. Ab Werk steht sie meist auf dem höchsten Wert. Dann bekommen Heizkörper nahe an der Pumpe zu viel Wasser, entfernte zu wenig. Wer die Werte aus einer Berechnung oder vom Fachbetrieb hat, kann sie selbst einstellen. Ohne Berechnung sollte man nicht nach Gefühl drehen – dann ist ein hydraulischer Abgleich durch den Fachbetrieb der richtige Weg.
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Thermostatkopf auf höchste Stufe drehen und abschrauben. Sichtbar wird ein Stellring mit Ziffern (oft 1 bis 6 oder 1 bis 8 und N) oder ein Einsatz mit Kerbe. Fehlt beides, hat das Ventil keine Voreinstellung.
Die passende Stufe ergibt sich aus Heizlast des Raumes, Heizkörpergröße und Durchfluss. Diese Werte liefert eine Berechnung des Fachbetriebs oder eine Herstellertabelle. Schreiben Sie für jeden Raum die Stufe auf.
Vor jeder Änderung die aktuelle Stellung je Heizkörper fotografieren oder notieren. So lässt sich jederzeit zurückstellen. Vermerken Sie dazu Raum, Heizkörpertyp und Ventilhersteller in einer kleinen Tabelle.
Stellring von Hand oder mit dem Voreinstellschlüssel drehen, bis die gewünschte Ziffer an der Markierung steht. Nicht mit Gewalt über den Anschlag drehen.
Tipp: Bei manchen Ventilen muss der Ring vor dem Drehen leicht angehoben werden – Herstellerangabe beachten.
Thermostatkopf wieder aufsetzen. Nach einigen Heiztagen prüfen, ob alle Räume die gewünschte Temperatur erreichen und ob Fließgeräusche verschwunden sind.
Nach einer Voreinstellung aller Heizkörper passt die bisherige Pumpenstufe oft nicht mehr. Die Pumpe und die Heizkurve stellt der Fachbetrieb passend zum neuen Durchfluss ein.
Dann bekommen die Heizkörper zu wenig Wasser und die Räume werden bei Kälte nicht mehr warm. Die Stufe muss zur Heizlast passen.
Typisch sind rauschende Ventile, Heizkörper, die nur oben warm werden, und Räume, die nie richtig warm werden, während andere überheizen.
Nur bei Ventilen, deren Voreinstellung im Einsatz sitzt. Ringe mit Ziffern lassen sich meist von Hand drehen.