Heizung

Heizungswasser prüfen: pH-Wert, Härte und Aussehen

Eine Probe aus der Anlage nehmen und die wichtigsten Werte des Heizungswassers selbst messen.

  • SchwierigkeitMittel
  • Dauer30–60 Min.
  • AusführungFür geübte Heimwerker
  • Sofort bestellbar0 von 1 Positionen

Die Beschaffenheit des Heizungswassers entscheidet mit darüber, wie lange Wärmeerzeuger, Pumpe und Heizkörper halten. VDI 2035 nennt Richtwerte für pH-Wert, Leitfähigkeit und Härte, viele Hersteller verlangen deren Einhaltung. Mit Teststäbchen oder einem Messgerät können Sie eine Probe selbst prüfen und Auffälligkeiten erkennen: trübes oder schwarzes Wasser, Geruch, ein zu niedriger pH-Wert. Die Probe wird an einem KFE-Hahn oder Entlüftungsventil genommen. Für die Aufbereitung des Wassers ist der Fachbetrieb zuständig.

Materialliste

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Benötigtes Material

  • Messbesteck für pH-Wert und HärteEmpfehlung
    Judo JUDO Messbesteck pH-Wert 6,5 - 10 Teststäbchen
    Derzeit nicht bestellbar – bitte Alternative wählen
    Für Heizungswasser ist der pH-Wert im leicht basischen Bereich wichtig; Härtetests eignen sich vor allem für das Füllwasser.
    74,20 €

Optional Nicht vorausgewählt – je nach Situation sinnvoll.

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Außerdem bereitlegen

  • Sauberes Glas
  • Tuch
  • Notizblock oder Anlagenbuch

Schritt für Schritt

  1. Probestelle wählen

    Geeignet ist ein KFE-Hahn im Rücklauf oder das Entlüftungsventil eines Heizkörpers. Halten Sie ein sauberes Glas und ein Tuch bereit. Stellen direkt an der Nachfüllung meiden, weil das Wasser dort nicht typisch für die Anlage ist.

  2. Probe nehmen

    Den ersten Schwall ablaufen lassen, da er Ablagerungen aus dem Hahn enthält. Dann etwa ein Glas voll Wasser auffangen und den Hahn wieder schließen. Das Glas erst abdecken, wenn die Probe abgekühlt ist.

    Achtung: Bei laufender Heizung ist das Wasser heiß – Probe vorsichtig nehmen und abkühlen lassen.

  3. Aussehen und Geruch prüfen

    Klares, leicht gelbliches Wasser ist unauffällig. Schwarzes oder rötliches Wasser, Schwebstoffe oder fauliger Geruch deuten auf Korrosion oder Bakterien hin.

  4. pH-Wert messen

    Teststäbchen eintauchen und mit der Farbskala vergleichen. Für die meisten Anlagen gilt ein Bereich etwa zwischen 8,2 und 10; bei Bauteilen aus Aluminium ist er enger – die Herstellerangabe hat Vorrang.

  5. Leitfähigkeit und Härte messen

    Mit einem Leitfähigkeitsmessgerät die Probe bei Raumtemperatur messen. Die Härte prüfen Sie vor allem beim Füllwasser, bevor nachgefüllt wird. Steigende Werte von Jahr zu Jahr deuten auf Nachfüllungen oder Korrosion hin.

  6. Werte dokumentieren

    Datum und Werte im Anlagenbuch notieren. Liegen sie außerhalb der Herstellervorgaben, den Fachbetrieb mit den Ergebnissen beauftragen. Fotos der Teststäbchen helfen beim späteren Vergleich.

Häufige Fragen

Wie oft sollte ich das Heizungswasser prüfen?

Einmal im Jahr, etwa bei der Wartung, und nach größeren Nachfüllmengen.

Warum ist ein pH-Wert unter 8 problematisch?

Saures Wasser greift Stahl und andere Metalle stärker an. Dadurch bildet sich Magnetit.

Was bedeutet salzarmer Betrieb?

Das Heizungswasser wurde entsalzt und hat eine sehr niedrige Leitfähigkeit. Viele Hersteller empfehlen diese Betriebsweise.

Quellen

  • VDI 2035: Vermeidung von Schäden in Warmwasser-Heizungsanlagen
  • Montage- und Bedienungsanleitung des jeweiligen Herstellers