Elektro & Sicherheit

CO-Melder montieren: Warnung vor Kohlenmonoxid

Einen Kohlenmonoxidwarnmelder im Raum mit Gastherme, Kaminofen oder Ölheizung richtig platzieren und testen.

  • SchwierigkeitLeicht
  • Dauer15–30 Min.
  • AusführungSelbst machbar
  • Sofort bestellbar0 von 1 Positionen

Kohlenmonoxid (CO) entsteht, wenn Gas, Öl, Holz oder Pellets unvollständig verbrennen – etwa bei verstopftem Abgasweg, fehlender Verbrennungsluft oder einem defekten Brenner. Das Gas ist unsichtbar und geruchlos; erste Anzeichen wie Kopfschmerz, Schwindel oder Müdigkeit werden leicht übersehen. Ein CO-Melder schlägt Alarm, bevor die Konzentration gefährlich wird. Dieses Projekt zeigt, in welchen Räumen ein Melder sinnvoll ist, wo er hängen sollte und wie Sie ihn prüfen. Er ersetzt weder die Wartung der Feuerstätte noch einen Rauchwarnmelder.

Materialliste

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Benötigtes Material

Optional Nicht vorausgewählt – je nach Situation sinnvoll.

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Außerdem bereitlegen

  • Bohrmaschine
  • Schraubendreher
  • Bleistift
  • Zollstock

Schritt für Schritt

  1. Räume festlegen

    Ein Melder gehört in jeden Raum mit einer Feuerstätte: Heizungsraum mit Gas- oder Ölkessel, Wohnzimmer mit Kaminofen, Bad oder Küche mit Gasdurchlauferhitzer. Liegen Schlafräume in der Nähe oder über dem Heizungsraum, ist ein zweiter Melder dort sinnvoll.

    Tipp: Auch eine angebaute Garage, aus der Abgase ins Haus ziehen können, ist ein geeigneter Standort.

  2. Position bestimmen

    Halten Sie die Angaben des Herstellers ein. Üblich ist ein waagerechter Abstand von ein bis drei Metern zur Feuerstätte, an der Wand etwa in Kopfhöhe oder an der Decke mit Abstand zur Wand. In Schlafräumen hängt der Melder ungefähr in Atemhöhe eines Liegenden.

  3. Ungünstige Stellen meiden

    Nicht direkt über Herd, Ofen oder Kessel, nicht neben Fenstern, Lüftungsöffnungen oder Dunstabzug und nicht in feuchten Ecken montieren. Hinter Vorhängen oder in Regalen erreicht das Gas den Sensor zu spät.

  4. Halter befestigen

    Markieren Sie die Bohrlöcher mit der Halterung, prüfen Sie die Wand auf Leitungen und setzen Sie Dübel und Schrauben. Manche Melder dürfen auch frei auf einem Regal stehen; das steht in der Anleitung.

    Achtung: Vor dem Bohren mit einem Leitungssuchgerät prüfen, ob in der Wand Strom- oder Wasserleitungen verlaufen.

  5. Aktivieren und testen

    Melder einsetzen, gegebenenfalls Batterie aktivieren und die Prüftaste drücken, bis der Alarmton kommt. Notieren Sie das aufgedruckte Austauschdatum, denn der Sensor altert und das ganze Gerät wird dann ersetzt.

  6. Verhalten bei Alarm festlegen

    Besprechen Sie mit allen Bewohnern: Fenster und Türen öffnen, Feuerstätte nach Möglichkeit ausschalten, Gebäude verlassen und bei Beschwerden den Notruf 112 wählen. Danach prüft der Fachbetrieb oder Schornsteinfeger die Anlage, bevor sie wieder läuft.

Häufige Fragen

Ist ein CO-Melder Pflicht?

Eine bundesweite Pflicht wie bei Rauchwarnmeldern gibt es nicht. Für Räume mit Gas-, Öl- oder Festbrennstoff-Feuerstätten wird er von Schornsteinfegern und Feuerwehren dennoch empfohlen.

Kann ich einen Rauchmelder mit CO-Funktion statt zwei Geräten nehmen?

Kombigeräte gibt es, sie müssen aber an einer Stelle hängen, die für beide Aufgaben passt. Rauch steigt zur Decke, für CO gelten die Abstandsregeln zur Feuerstätte – oft sind zwei getrennte Geräte die bessere Lösung.

Warum piept der Melder kurz in Abständen?

Meist meldet er eine schwache Batterie oder das Ende der Sensorlebensdauer. Die Anleitung erklärt, welches Signal was bedeutet.

Quellen

  • DIN EN 50291-1: Geräte für die Detektion von Kohlenmonoxid in Wohnhäusern
  • Montage- und Bedienungsanleitung des jeweiligen Herstellers