Installation & Abwasser

Bodenablauf im Keller reinigen und Geruchverschluss prüfen

Schlammeimer leeren, Geruchverschluss füllen und Rückstauklappe kontrollieren – damit der Kellerablauf nicht riecht und im Ernstfall abläuft.

  • SchwierigkeitLeicht
  • Dauer20–60 Min.
  • AusführungSelbst machbar
  • Sofort bestellbar0 von 1 Positionen

Bodenabläufe in Keller, Waschküche oder Heizraum werden selten benutzt und deshalb oft vergessen. Im Schlammeimer sammeln sich Sand, Laub und Flusen; der Geruchverschluss trocknet aus, und plötzlich riecht es nach Kanal. Läuft dann bei einem Rohrbruch oder einer undichten Waschmaschine Wasser aus, ist der Ablauf verstopft. Viele Kellerabläufe haben außerdem eine Rückstauklappe, die nur funktioniert, wenn sie sauber ist. Dieses Projekt zeigt die regelmäßige Pflege durch den Betreiber. Die vorgeschriebene Wartung eines Rückstauverschlusses durch einen Fachkundigen ersetzt sie nicht.

Materialliste

Wir haben je Position den passenden Artikel vorausgewählt – bevorzugt sofort lieferbare Ware aus unserem Lager. Unter „Alternativen“ können Sie tauschen.

Benötigtes Material

  • Ersatz-SchlammeimerEmpfehlung
    Kessel Schlammeimer, passend für Kellerabläufe 27301
    Derzeit nicht bestellbar – bitte Alternative wählen
    Nur den Eimer für Ihr Ablaufmodell verwenden; Hersteller und Typ stehen meist auf dem Rost oder im Ablaufkörper.
    19,65 €

Optional Nicht vorausgewählt – je nach Situation sinnvoll.

Werkzeug Nur falls nicht vorhanden – nicht vorausgewählt.

  • RohrreinigungsspiraleEmpfehlung
    REMS Mini-Cobra
    Derzeit nicht bestellbar – bitte Alternative wählen
    120,64 €
0 Artikel 0,00 €
inkl. MwSt., zzgl. Versand · 1 Position derzeit nicht bestellbar

Außerdem bereitlegen

  • Gummihandschuhe
  • Eimer
  • Bürste
  • Kleine Schaufel
  • Schraubendreher
  • Gießkanne

Schritt für Schritt

  1. Rost abnehmen

    Den Rost vorsichtig anheben; verschraubte Roste mit dem passenden Schraubendreher lösen. Lose Teile und Schmutz von oben mit der Hand im Handschuh oder einer kleinen Schaufel entfernen. Merken Sie sich die Einbaulage aller Teile.

  2. Schlammeimer leeren

    Den Schlammeimer am Bügel herausziehen, Inhalt im Restmüll entsorgen und den Eimer mit Bürste und Wasser auswaschen. Ist er gerissen oder der Bügel abgebrochen, ersetzen Sie ihn – ohne Eimer gelangt Sand in die Leitung.

  3. Geruchverschluss reinigen

    Den Geruchverschluss nach Herstellerangabe herausnehmen, Ablagerungen entfernen und Dichtungen prüfen. Den Ablaufkörper innen mit einer Bürste säubern. Sitzt im Ablaufrohr dahinter eine Verstopfung, mit einer Handspirale nacharbeiten.

  4. Rückstauklappe prüfen

    Hat der Ablauf eine Rückstauklappe oder einen Notverschluss, die Klappe auf freie Beweglichkeit und saubere Dichtfläche prüfen. Den Notverschluss nach Anleitung einmal schließen und wieder öffnen.

    Achtung: Bei Starkregen oder Rückstau aus dem Kanal den Ablauf nicht öffnen – sonst kann Abwasser in den Keller drücken.

  5. Zusammenbauen und füllen

    Alle Teile in umgekehrter Reihenfolge einsetzen und den Rost befestigen. Dann mehrere Liter Wasser eingießen, bis der Geruchverschluss gefüllt ist und das Wasser zügig abläuft.

  6. Pflege einplanen

    Gießen Sie bei selten genutzten Abläufen alle vier bis sechs Wochen Wasser nach, damit der Geruchverschluss nicht austrocknet. Den Schlammeimer prüfen Sie zweimal im Jahr und nach jedem Wasserschaden.

Häufige Fragen

Warum riecht der Kellerablauf, obwohl er sauber ist?

Meist ist das Sperrwasser im Geruchverschluss verdunstet. Wasser nachgießen; bei selten genutzten Abläufen hilft ein Geruchverschluss mit Membran.

Darf ich den Kellerablauf mit Beton verschließen?

Davon ist abzuraten: Bei einem Wasserschaden kann das Wasser dann nicht ablaufen. Bei Rückstaugefahr ist ein Rückstauverschluss die richtige Lösung.

Wie oft sollte ich den Schlammeimer leeren?

Zweimal im Jahr und nach jedem Ereignis, bei dem Schmutz in den Ablauf gelangt ist, etwa nach einem Wasserschaden.

Quellen

  • DIN 1986-3: Regeln für Betrieb und Wartung von Entwässerungsanlagen
  • Montage- und Bedienungsanleitung des jeweiligen Herstellers