Buderus Fehler A12 815: Weichenfühler defekt
Der Code A12 815 meldet einen defekten Weichenfühler am WM10 und kann die Wärmeversorgung nachfolgender Heizkreise beeinträchtigen.

Kurz erklärt: Buderus A12 815 bedeutet „Weichenfühler defekt“. Der Fühlerwert liegt laut Logamatic EMS Servicehandbuch außerhalb realistischer Grenzen. Der Serviceleitfaden nennt einen falsch angeschlossenen oder angebrachten Fühler, einen Bruch oder Kurzschluss der Fühlerleitung und einen defekten Fühler. Möglich ist eine Unterversorgung nachfolgender Heizkreise. Prüfung und Austausch übernimmt ein Fachbetrieb.
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Buderus · Logamatic EMS mit Weichenmodul WM10 · Anlagenfehler
Buderus Fehler A12 815 meldet einen defekten Weichenfühler. Der Fühlerwert liegt außerhalb realistischer Grenzen; dadurch kann die Weichenregelung ausfallen und es kann zu einer Unterversorgung nachfolgender Heizkreise kommen.
Sicherheit geht vor
Bei A12 815 kann die Wärmeversorgung nachfolgender Heizkreise beeinträchtigt sein. Prüfung von Fühlerleitung, elektrischem Anschluss und Spannungswerten am WM10 gehört in die Hände eines Fachbetriebs. Öffnen Sie das Gerät oder das Modul nicht selbst.
Was bedeutet Buderus Fehler A12 815?
Der Code setzt sich aus dem Servicecode A12 und dem Fehlercode 815 zusammen. Der Buderus Serviceleitfaden ordnet A12 dem Weichenmodul zu; im Logamatic EMS Servicehandbuch steht A12 815 für „Weichenfühler defekt“. Der Fühlerwert liegt laut Handbuch außerhalb der realistischen Grenzen.
Der Weichenfühler liefert Messwerte für die Regelung am Weichenmodul WM10. Bei der Störung steht laut Handbuch keine Weichenregelung zur Verfügung. Der Serviceleitfaden nennt als mögliche Folge, dass die nachfolgenden Heizkreise nicht mit der angeforderten Wärmemenge versorgt werden.
„Es kommt u. U. zu einer Unterversorgung der nachfolgenden Heizkreise, da diese nicht mit der angeforderten Wärmemenge versorgt werden können.“
Profi-Tipp
Achten Sie auf die vollständige Anzeige: A12 815 und A12 816 bezeichnen unterschiedliche Meldungen. 815 betrifft den Weichenfühler, 816 die fehlende Kommunikation mit dem WM10.
Was dürfen Sie selbst tun?
Die beschriebenen Prüfschritte betreffen den Weichenfühler, seine Leitung und elektrische Anschlüsse am WM10. Dazu gehören auch Messungen und der Vergleich von Fühlerwerten mit Tabellenwerten. Das übernimmt der Fachbetrieb.
Wichtiger Hinweis
Der Serviceleitfaden ordnet A12 815 als Anlagenfehler ein. Für diese Fehlerart ist laut Fehlerarten-Tabelle kein Reset erforderlich. Die Tabelle zu A12 815 nennt stattdessen Prüfungen am Anschluss, an der Leitung, an der Fühleranbringung und an der Fühlerkennlinie.
Welche Ursachen nennt der Hersteller?
Der Buderus Serviceleitfaden nennt für A12 815 drei mögliche Ursachen: Der Fühler kann falsch angeschlossen oder angebracht sein, die Fühlerleitung kann gebrochen oder kurzgeschlossen sein, oder der Fühler selbst kann defekt sein. Das Logamatic EMS Servicehandbuch ergänzt Prüfschritte an der Verbindungsleitung zwischen WM10 und Weichenfühler sowie am elektrischen Anschluss am Modul.
| Bereich | Ursache | Wer |
|---|---|---|
| Weichenfühler | Falsch angeschlossen oder angebracht | Fachbetrieb |
| Fühlerleitung | Bruch oder Kurzschluss | Fachbetrieb |
| Fühler | Fühler defekt | Fachbetrieb |
Die Tabelle fasst die vom Serviceleitfaden genannten Ursachen zusammen. Sie ordnet keine Ursache allein anhand der Anzeige als sicher feststehend ein. Der Fehlercode bezeichnet den auffälligen Fühlerwert; welche der genannten Ursachen vorliegt, ergibt sich aus der anschließenden Prüfung.

Wie geht der Fachhandwerker vor?
Der Fachhandwerker vergleicht die Messwerte und Anschlüsse mit den Prüfschritten des Herstellers. Das Logamatic EMS Servicehandbuch nennt für A12 815 folgende Arbeiten:
- Die Verbindungsleitung zwischen Weichenmodul WM10 und Weichenfühler sowie ihren elektrischen Anschluss am WM10 prüfen.
- Den Weichenfühler anhand der angegebenen Tabelle prüfen.
- Die Spannung an den Fühlerklemmen des WM10 mit den Tabellenwerten vergleichen.
- Bei festgestelltem Defekt den Fühler austauschen.
Wenn die Fühlerwerte stimmen, aber die Spannungswerte nicht, nennt das Servicehandbuch den Austausch des WM10 als nächsten Schritt. Lose Schrauben oder Stecker sind laut Handbuch als Kontaktproblem zu beheben. Der Serviceleitfaden nennt zusätzlich den Vergleich des Widerstandswerts mit der Fühlerkennlinie und die Prüfung der Fühleranbringung.
Welche Ersatzteile kommen in Frage?
Bei A12 815 ist der Weichenfühler das im Fehlertext benannte Bauteil. Das Sortiment führt unter anderem einen Sieger Buderus Temperaturfühler 1/4KR 10K 3000 mm. Die konkrete Auswahl muss der Fachbetrieb anhand der Geräteausführung und der Fühlerkennlinie bestimmen.
Als weiteres Produkt ist ein Junkers/Sieger/Buderus Speicherfühler, Vorlauffühler RD 10k gelistet. Die Produktbezeichnung nennt einen Speicher- und Vorlauffühler; für die konkrete Zuordnung zum WM10 ist die Ausführung der Heizungsanlage maßgeblich.
Bei der ähnlichen Meldung A12 816 nennt der Serviceleitfaden eine dauerhaft angesteuerte Heizkreispumpe 1 als Auswirkung. Im Sortiment ist eine Buderus Pumpe Typ BE 50 C 5-220V 50HZ 150W aufgeführt. Ob dieser Pumpentyp zur Anlage passt, muss der Fachbetrieb anhand des Geräts klären.
Welche ähnlichen Fehlercodes gibt es?
A12 816 ist eine andere Meldung am Weichenmodul. Das Logamatic EMS Servicehandbuch beschreibt damit ein nicht vorhandenes WM10 oder eine fehlende Kommunikation mit dem Modul. Der Serviceleitfaden nennt als mögliche Ursachen ein falsch angeschlossenes oder defektes WM10 beziehungsweise eine falsch angeschlossene oder defekte Busleitung. Außerdem kann das WM10 vom RC30 nicht erkannt werden.
Die Folge unterscheidet sich von A12 815: Bei A12 816 wird laut Serviceleitfaden Heizkreispumpe 1 dauerhaft angesteuert. A12 815 betrifft dagegen den Weichenfühler und nennt als mögliche Folge eine Unterversorgung der nachfolgenden Heizkreise. Weitere Ratgeber zu Buderus Meldungen finden Sie bei Buderus Fehler A01, Buderus Fehler A11 und Buderus Fehler A32.
Häufige Fragen
Was bedeutet Buderus Fehler A12 815?
A12 815 steht bei Buderus für „Weichenfühler defekt“. Laut Logamatic EMS Servicehandbuch liegt der Fühlerwert außerhalb realistischer Grenzen. Der Fehler kann die Weichenregelung ausfallen lassen und dadurch die nachfolgenden Heizkreise unterversorgen. Die Zuordnung bezieht sich auf das Weichenmodul WM10.
Muss ich Buderus Fehler A12 815 zurücksetzen?
Für A12 815 ist kein Reset als Maßnahme genannt. Der Serviceleitfaden führt den Code als Anlagenfehler; bei dieser Fehlerart ist kein Reset erforderlich. Die Tabelle zu A12 815 nennt stattdessen Prüfungen am Fühler, seiner Leitung und seinem Anschluss. Diese Arbeiten übernimmt der Fachbetrieb.
Kann ich den Weichenfühler selbst prüfen oder austauschen?
Die beschriebenen Arbeiten umfassen die elektrische Verbindung am WM10, die Fühlerleitung, Messwerte und den Vergleich mit einer Fühlerkennlinie. Das sind Prüfschritte am Heizungsmodul und am Fühler. Das übernimmt der Fachbetrieb, der den Messwerten entsprechend den Fühler oder gegebenenfalls das WM10 austauscht.
Was ist der Unterschied zwischen A12 815 und A12 816?
A12 815 bezeichnet laut Buderus einen defekten Weichenfühler; der Fühlerwert liegt außerhalb realistischer Grenzen. A12 816 bedeutet, dass das WM10 nicht vorhanden ist oder nicht mit dem System kommuniziert. Als mögliche Ursachen nennt der Serviceleitfaden bei 816 das WM10 oder die Busleitung.
Kann A12 815 die Heizkörper oder Heizkreise beeinträchtigen?
Ja. Der Serviceleitfaden nennt bei A12 815 eine mögliche Unterversorgung der nachfolgenden Heizkreise, weil sie nicht mit der angeforderten Wärmemenge versorgt werden können. Das Logamatic EMS Servicehandbuch beschreibt außerdem, dass bei defektem Weichenfühler keine Weichenregelung zur Verfügung steht.
Quellen
Wichtiger Hinweis zu Haftung und Sicherheit
- Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information. Er ist keine Reparatur- oder Montageanleitung und ersetzt weder die Anleitung des Herstellers noch die Prüfung durch einen Fachbetrieb. Herstellerangaben haben immer Vorrang.
- Arbeiten an Gasanlagen dürfen nur der Netzbetreiber oder ein in ein Installateurverzeichnis eingetragenes Installationsunternehmen ausführen (§ 13 NDAV). Dasselbe gilt für elektrische Anlagen (§ 13 NAV). Errichtung und wesentliche Veränderungen der Trinkwasseranlage sind dem Wasserversorger oder einem eingetragenen Installationsunternehmen vorbehalten (§ 12 AVBWasserV).
- Wer Arbeiten selbst ausführt, handelt auf eigene Verantwortung. Für Schäden, die durch eigene Reparatur-, Wartungs- oder Einbauarbeiten entstehen, übernimmt die HAJUS AG keine Haftung. Dies gilt nicht bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit sowie bei Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit; insoweit haften wir nach den gesetzlichen Vorschriften.
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