Solarthermie-Anlage: Frostschutz und Zustand des Wärmeträgers kontrollieren lassen, bevor Schäden entstehen.
SchwierigkeitAnspruchsvoll
Dauer (Fachbetrieb)1–4 Std.
AusführungNur durch einen Fachbetrieb
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In thermischen Solaranlagen zirkuliert ein Gemisch aus Wasser und Glykol, das die Kollektoren vor Frost und die Leitungen vor Korrosion schützt. Hohe Stillstandstemperaturen im Sommer lassen die Flüssigkeit altern: Sie wird dunkel, riecht stechend, der pH-Wert sinkt und der Frostschutz lässt nach. Im ungünstigen Fall bilden sich Ablagerungen im Kollektor. Deshalb wird der Wärmeträger bei der Wartung mit Refraktometer oder Frostschutzprüfer und einem pH-Indikator kontrolliert. Ein Wechsel umfasst Entleeren, Spülen, Befüllen mit einer Pumpstation, Entlüften und Druckeinstellung – das erledigt der Solarfachbetrieb.
Materialliste
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Wenn der Fachbetrieb beim Prüfen einen zu niedrigen Vordruck oder eine defekte Membran feststellt.
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So läuft der Auftrag ab
Anlagendaten bereitlegen
Notieren Sie Hersteller und Typ von Kollektoren und Solarstation sowie die Bezeichnung der Solarflüssigkeit, die oft auf einem Aufkleber an der Station steht. Halten Sie frühere Wartungsprotokolle bereit.
Selbst beobachten
Lesen Sie Anlagendruck und Temperaturen an der Solarstation morgens bei kalter Anlage ab. Achten Sie auf Flüssigkeit im Auffangbehälter des Sicherheitsventils oder auf feuchte Stellen an Verschraubungen und notieren Sie das.
Messung durch den Fachbetrieb
Der Techniker entnimmt am Füllhahn eine Probe und bestimmt den Frostschutz mit Refraktometer oder Spindel. pH-Wert, Farbe und Geruch zeigen, ob das Glykol gealtert ist.
Wechsel bei Bedarf
Ist die Flüssigkeit verbraucht, wird die Anlage bei bedecktem Himmel oder früh am Morgen entleert, gespült und mit einer Befüllstation neu gefüllt. Danach werden Luft abgeschieden, Druck eingestellt und die alte Flüssigkeit fachgerecht entsorgt.
Dokumentation
Messwerte, Fülldruck, verwendetes Medium und Datum gehören ins Protokoll; ein Aufkleber an der Solarstation hilft beim nächsten Termin. Vereinbaren Sie die nächste Kontrolle gleich mit.
Häufige Fragen
Wie oft sollte die Solarflüssigkeit geprüft werden?
Viele Hersteller empfehlen eine jährliche Kontrolle, mindestens aber alle zwei Jahre.
Kann man mit Wasser nachfüllen?
Nein, das verdünnt den Frostschutz. Nachgefüllt wird nur das vom Hersteller freigegebene Fertiggemisch.
Quellen
Montage- und Bedienungsanleitung des jeweiligen Herstellers
Wichtiger Hinweis zu Haftung und Sicherheit
Die Projektanleitung beschreibt den üblichen Ablauf. Sie ersetzt nicht die Montage- und Bedienungsanleitung des Herstellers – deren Angaben haben immer Vorrang.
Arbeiten an Gasanlagen dürfen nur der Netzbetreiber oder ein eingetragenes Installationsunternehmen ausführen (§ 13 NDAV), Arbeiten an elektrischen Anlagen nur eine Elektrofachkraft bzw. ein eingetragener Elektroinstallateur (§ 13 NAV). Errichtung und Veränderungen der Trinkwasseranlage sind dem Wasserversorger oder einem eingetragenen Installationsunternehmen vorbehalten (§ 12 AVBWasserV).
Wer Arbeiten selbst ausführt, handelt auf eigene Verantwortung. Für Schäden aus eigenen Montage-, Wartungs- oder Reparaturarbeiten übernimmt die HAJUS AG keine Haftung. Dies gilt nicht bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit sowie bei Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit; insoweit haften wir nach den gesetzlichen Vorschriften.
Die Materialliste ist ein Vorschlag. Prüfen Sie Maße, Anschlüsse (z. B. 3/8″, 1/2″, M22/M24) und die Eignung für Ihr Gerät, bevor Sie bestellen oder einbauen.
Genannte Marken sind Eigentum ihrer Inhaber und dienen nur der Beschreibung. insani24 ist kein Kundendienst der genannten Hersteller.
Bei Gasgeruch: keine elektrischen Schalter betätigen, kein offenes Feuer, Fenster öffnen, Gebäude verlassen und von draußen den Notdienst des Gasversorgers anrufen.
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