Umkehrosmose: Vorfilter, Nachfilter und Membran wechseln
- Mittel
- 20–45 Min.
- 2 Materialien
Kompakte Umkehrosmose im Spülenschrank aufstellen, an Kaltwasser und Abfluss anschließen und in Betrieb nehmen.
Eine Untertisch-Umkehrosmose braucht drei Anschlüsse: Kaltwasser vom Eckventil, einen Abwasseranschluss für das Konzentrat und eine Verbindung zum Zapfhahn oder zur Filterarmatur. Geräte mit Pumpe benötigen zusätzlich eine Steckdose im Schrank. Klären Sie vorab Vordruck, Platz und Abflusssituation, denn ohne ausreichenden Wasserdruck und ohne passenden Siphonanschluss arbeitet die Anlage nicht wie vorgesehen. Osmosewasser ist stark entmineralisiert; die Anlage ist eine Ausstattungsfrage und für die Qualität des Leitungswassers nicht erforderlich. Dieses Projekt gilt für den Anschluss an vorhandene Eckventile und Abläufe.
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Messen Sie den Platz im Spülenschrank und prüfen Sie den Wasserdruck am Manometer des Druckminderers. Osmoseanlagen brauchen einen Mindest-Fließdruck, der in den Produktdaten steht. Klären Sie, wo Konzentrat abfließen kann und ob für eine Pumpe eine Steckdose vorhanden ist.
Schließen Sie das Kaltwasser-Eckventil und lassen Sie den Druck über die Armatur ab. Setzen Sie ein Geräteventil auf den freien Abgang des Eckventils oder verwenden Sie den mitgelieferten Abzweig. Verschraubungen handfest anziehen und mit dem Schlüssel leicht nachziehen.
Tipp: Fehlt ein freier Abgang, siehe Projekt „Geräteventil nachrüsten“.
Das Konzentrat läuft über einen Schlauch in den Ablauf. Nutzen Sie einen Siphon mit Geräteanschluss oder die mitgelieferte Ablaufschelle nach Anleitung. Der Schlauch muss stetig fallen und darf nicht durchhängen, sonst bilden sich Wassersäcke und Geräusche.
Stellen Sie das Gerät standsicher in den Schrank, ohne Schläuche zu knicken. Der separate Zapfhahn wird in ein vorhandenes Hahnloch der Spüle gesetzt; bei Filterarmaturen ersetzt die neue Armatur die bisherige Küchenarmatur nach deren Montageanleitung.
Verbinden Sie Zulauf, Konzentrat und Permeatleitung nach dem Schema der Anleitung. Steckschläuche gerade abschneiden, bis zum Anschlag einstecken und durch leichtes Ziehen prüfen. Vorfilter und Membran einsetzen, falls sie getrennt verpackt geliefert werden.
Eckventil langsam öffnen, Stecker einstecken und die Anlage nach Herstellerangabe spülen. Bei Geräten mit Vorratsbehälter wird die erste Füllung meist verworfen. In dieser Zeit alle Verbindungen beobachten und nachziehen, wenn es tropft.
Prüfen Sie nach einigen Stunden und am nächsten Tag noch einmal alle Anschlüsse mit Küchenpapier. Notieren Sie das Inbetriebnahmedatum, damit die Wechselintervalle für Vorfilter, Nachfilter und Membran nachvollziehbar sind.
Kompakte Geräte ohne Vorratstank passen in viele Spülenschränke; Anlagen mit Tank brauchen deutlich mehr Raum. Maßgeblich sind die Abmessungen in den Produktdaten plus Platz für den Filterwechsel.
Während der Produktion von Permeat fließt Konzentrat ab; das ist bauartbedingt. Läuft auch bei vollem Tank oder geschlossenem Zapfhahn dauerhaft Wasser, ist die Abschaltung defekt und die Anlage sollte geprüft werden.