Dübel richtig setzen: Beton, Ziegel, Gipskarton
- Leicht
- 10–30 Min.
- 2 Materialien
Löcher für Halter, Spiegel oder Accessoires sauber durch Fliese und Wand bohren.
Fliesen sind hart und spröde: Mit Schlag oder zu hohem Druck springt die Glasur oder die ganze Fliese. Mit dem richtigen Bohrer, ohne Schlagfunktion und mit etwas Geduld gelingen saubere Löcher – auch in Feinsteinzeug. Dieses Projekt erklärt Bohrerwahl, Markieren, Anbohren und den Wechsel zum Steinbohrer für das Mauerwerk dahinter. Vorher prüfen Sie, ob in der Wand Leitungen verlaufen.
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Klären Sie vor dem Bohren, wo Wasser- und Stromleitungen verlaufen. Leitungen führen meist senkrecht oder waagerecht zu Schaltern, Steckdosen und Armaturen; ein Ortungsgerät gibt zusätzliche Sicherheit. Unterhalb von Armaturen und direkt über Steckdosen nicht bohren.
Zeichnen Sie das Bohrloch an und kleben Sie ein Stück Malerkrepp darüber. Das Band verhindert, dass die Spitze auf der glatten Glasur wegrutscht. Bohren Sie möglichst in die Fliesenmitte und nicht in die Fuge, wenn der Halt in der Fliese gefragt ist.
Tipp: Bei Fugen ist das Bohren einfacher, die Befestigung hält aber weniger gut und Feuchtigkeit kann eindringen.
Schalten Sie die Schlagfunktion aus und beginnen Sie mit niedriger Drehzahl und wenig Druck, bis die Glasur durchbohrt ist. Diamantbohrer brauchen Kühlung: mit Wasser aus einer Sprühflasche oder einem nassen Schwamm arbeiten.
Ist die Fliese durchbohrt, wechseln Sie auf einen Steinbohrer mit gleichem Durchmesser. Erst jetzt darf bei Beton oder Mauerwerk die Schlagfunktion zugeschaltet werden, solange der Bohrer die Fliese nicht mehr berührt.
Bohrstaub aussaugen, Dübel so tief einschlagen, dass sein Kragen hinter der Fliese im Mauerwerk sitzt. So spannt der Dübel nicht gegen die Fliese und sprengt sie nicht.
In Duschbereichen das Bohrloch vor dem Eindrehen der Schraube mit etwas Sanitärsilikon füllen, damit kein Wasser hinter die Fliesen gelangt.
Nicht in der Fliese selbst: Der Schlag lässt Glasur und Fliese springen. Schlag erst im Mauerwerk dahinter verwenden.
Malerkrepp aufkleben oder eine Bohrschablone verwenden und mit sehr niedriger Drehzahl ansetzen, bis eine kleine Mulde entstanden ist.
Feinsteinzeug ist sehr hart; dafür eignen sich diamantbestückte Bohrer, die mit Wasser gekühlt werden.