Wasser & Filter

Enthärtungsanlage prüfen und Resthärte einstellen

Weichwasser nachmessen, die Verschneidung nach Anleitung anpassen und die Routinekontrollen als Betreiber erledigen.

  • SchwierigkeitLeicht
  • Dauer20–40 Min.
  • AusführungSelbst machbar
  • Material ca.43,02 €

Eine Enthärtungsanlage soll das Wasser nicht vollständig enthärten: Üblich ist eine Resthärte, die über ein Verschneideventil oder die Steuerung eingestellt wird. Stimmt sie nicht mehr, etwa weil sich die Rohwasserhärte geändert hat, kommt wieder mehr Kalk durch oder die Anlage regeneriert häufiger als nötig. Als Betreiber kontrollieren Sie Salzvorrat, Anzeige, Regenerationen und Resthärte selbst. Welche Werte Sie verändern dürfen, legt die Bedienungsanleitung fest; die Wartung mit Desinfektion bleibt dem Fachbetrieb vorbehalten.

Materialliste

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Benötigtes Material

Optional Nicht vorausgewählt – je nach Situation sinnvoll.

  • Regeneriersalz-TablettenEmpfehlung
    BWT Hygiene-Regeneriersalz Sanitabs im 8 kg Sack
    Derzeit nicht bestellbar – bitte Alternative wählen
    Nur Tablettensalz nach DIN EN 973 verwenden, das der Anlagenhersteller zulässt.
    16,31 €8 kg (2,04 € / 1 kg)
1 Artikel 43,02 €
inkl. MwSt., zzgl. Versand

Außerdem bereitlegen

  • Holzstiel
  • Messbecher
  • Betriebsbuch der Anlage

Schritt für Schritt

  1. Anzeige und Salzvorrat kontrollieren

    Lesen Sie Display oder Kontrollleuchten ab und notieren Sie Meldungen. Öffnen Sie den Salzbehälter: Es sollte immer Salz über dem Wasserspiegel liegen. Eine harte Salzkruste löst sich mit einem Holzstiel, ohne den Behälter zu beschädigen.

  2. Rohwasserhärte messen

    Entnehmen Sie Wasser an einer Zapfstelle vor der Anlage, etwa am Probehahn oder einem Kaltwasserhahn vor der Enthärtung, und bestimmen Sie die Gesamthärte mit dem Tropftest. Vergleichen Sie den Wert mit der in der Steuerung hinterlegten Rohwasserhärte.

  3. Weichwasserhärte messen

    Lassen Sie an einer Kaltwasser-Zapfstelle hinter der Anlage einige Liter ablaufen und messen Sie dann die Resthärte. Häufig empfohlen sind einige Grad deutscher Härte; den Sollwert nennen Hersteller und Installateur.

  4. Verschneidung nach Anleitung anpassen

    Weicht die Resthärte ab, verstellen Sie das Verschneideventil oder den Sollwert in kleinen Schritten, sofern die Bedienungsanleitung das dem Betreiber erlaubt. Nach jeder Änderung einige Liter zapfen und erneut messen, bis der Sollwert erreicht ist.

    Achtung: Servicemenüs, Regenerationsprogramme und Desinfektion sind dem Kundendienst vorbehalten.

  5. Rohwasserhärte in der Steuerung aktualisieren

    Hat sich die Rohwasserhärte geändert, tragen Sie den neuen Wert nach Anleitung ein, damit die Anlage ihre Kapazität richtig berechnet. Prüfen Sie Uhrzeit und Datum der Steuerung, denn Regenerationen laufen oft nachts.

  6. Betriebsbuch führen

    Notieren Sie Datum, Rohwasser- und Weichwasserhärte, nachgefülltes Salz und Auffälligkeiten. Diese Angaben braucht der Fachbetrieb bei der Wartung und sie zeigen frühzeitig, wenn die Anlage nicht mehr richtig arbeitet.

Häufige Fragen

Warum sollte das Wasser nicht ganz weich sein?

Vollständig enthärtetes Wasser kann metallische Rohrwerkstoffe stärker angreifen. Deshalb wird eine Resthärte eingestellt, deren Höhe Hersteller und Installateur festlegen.

Wie oft sollte ich als Betreiber kontrollieren?

Salzvorrat etwa monatlich, Resthärte nach DIN EN 806-5 alle zwei Monate oder nach Vorgabe des Herstellers. Die Wartung erfolgt zusätzlich durch den Fachbetrieb.

Quellen

  • Montage- und Bedienungsanleitung des jeweiligen Herstellers
  • DIN EN 806-5: Trinkwasser-Installationen – Betrieb und Wartung
  • DIN 19636-100: Enthärtungsanlagen (Kationenaustauscher) in der Trinkwasser-Installation